Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 30.03.2017

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Die mehrmalige Vorankündigung des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi macht mich betroffen.

Er nahm aber zu sich die Zwölf und sprach zu ihnen: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch den Propheten von dem Menschensohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und misshandelt und angespien werden, und sie werden ihn geisseln und töten; und am dritten Tage wird er auferstehen.

Lukas 18,31-33

Du hattest es vorausgesagt,
dass du den Leidensweg wirst gehn.
Du gingst ihn still, hast nie geklagt,
Gott liess dich auferstehn.
Welch grosses Opfer hast du dort
für uns, oh Herr, gebracht,
am grauenvollen Schmerzensort,
Erlösung uns gebracht.

Frage: Was löst das stellvertretende Leiden und Sterben des Gottessohnes, und seine siegreiche Auferstehung bei uns aus?

Vorschlag: Die Liebe Jesu ist so unbegreiflich. Dass er mehrmals seinen Schmerzensweg so detailiert zum Voraus seinen Jüngern angekündigt hat, das zeigt uns klar, dass er der Sohn Gottes ist und war. Denken wir in diesen Tagen immer wieder daran: Für mich verlorenen Sünder ging er nach Golgatha. Für mich ertrug er all den Spott, die Verleumdung, die Schläge, die Dornenkrone und schliesslich den Tod am Kreuz. In diesen grauenvollen Stunden dachte er an jeden von uns. Was antworten wir ihm darauf? Ich sage: Lieber Herr Jesus, ich bin deiner nicht würdig. Ich hätte wegen meiner vielen Sünden die Todesstrafe verdient. Ich bereue meine schwere Schuld und bitte dich um Vergebung. Ich glaube an dich, ich danke dir und will den Rest meines Lebens deinen Willen tun, amen

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Umkehr zu Gott ist immer möglich



Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Lukas 15, 20


Die eindrückliche Geschichte vom verlorenen Sohn, der seinen eigenen Weg gehen wollte, dabei totalen Schiffbruch erlitt, um danach reuemütig zu seinem Vater zurückzukehren, ist allgemein bekannt und Gegenstand unzähliger Betrachtungen und künstlerischer Darstellungen.

In dieser Geschichte, die Jesus erzählte, steckt sehr viel drin, ähnelt sie doch mancher Lebensgeschichte.

Da ist jemand, der sich von Gott und dem Glauben an IHN lossagt, weil er frei sein und seinen eigenen Weg finden möchte. Aber ohne Gott fehlt etwas in seinem Leben. Er spürt, dass letztlich alles, was ihm erstrebenswert schien, ein Haschen nach Wind ist, und da besinnt er sich wieder auf seine Wurzeln und Ursprünge, und er erinnert sich an den Halt, den er einst im Glauben hatte.

In der Geschichte erkenne ich zwei Schwerpunkte:

Der Erste: Gott hält uns nicht fest, sondern ER lässt uns ziehen. Aber ER vermisst uns, wartet auf uns, und ER freut sich sehr, wenn wir zu IHM nach Hause zurückfinden. Und nicht nur das: ER kommt dem Heimkehrer sogar entgegen.

Das Zweite ist die Umkehr. Ein anderes Wort für Umkehr ist Buße. Der Sohn erkannte, dass er "Mist gebaut hatte" und vertraute darauf, dass er nachhause zurückkehren kann.

Genau das ist die Haltung des Glaubens auf die es ankommt: Erkennen des eigenen Fehlverhaltens und Umkehr zu Gott mit der Bitte um Vergebung.

In der Geschichte vom verlorenen Sohn muss der Sohn gar nicht viel sagen. Sein Vater sieht ihn von Ferne kommen und weiß schon Bescheid. Der Vater heißt ihn willkommen, wobei kein Wort des Vorwurfs fällt. Zu was auch?

Der Sohn hat dazugelernt. Mehr bedarf es nicht. Der Sohn kommt nicht zurück, um sich einen "Nachschlag" zur Fortsetzung seines bisherigen Lebens zu holen. Das hätte nicht funktioniert.

Und der Vater freut sich über die Heimkehr des Sohnes so sehr, dass er ihn wieder als seinen Sohn einsetzt und ein großes Fest veranstaltet.

Jesus sagt hierzu an anderer Stelle (Lukas 15, 7), dass im Himmel über einen Sünder der Buße tut, mehr Freude herrscht als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

Und hier kommt jetzt der älteste Sohn ins Spiel, der keiner Umkehr bedurfte, weil er dem Vater all die Jahre treu gedient hatte. Dieser älteste Sohn zeigt nun das typisch menschliche Verhalten.

Er vergibt nicht, sondern prangert das Fehlverhalten des Jüngeren an, das, wie es ihm scheint, sogar noch belohnt wird, während sein Dienst, wie es den Anschein hat, als selbstverständlich und keines Lohnes wert, angesehen wird.

Wie verhalten wir uns in einem solchen Fall?

Der Vater macht ihm dann klar, dass ihm alles das gehört, was der Vater besitzt. Der Jüngere hingegen hatte seinen Anteil verprasst.

Das heißt, dass, solange wir leben, Umkehr zu Gott möglich ist, wenn wir uns verirrt haben.




Ich bin durch die Welt gegangen,
und die Welt ist schön und groß,
und doch ziehet mein Verlangen
mich weit von der Erde los.

Ich habe die Menschen gesehen,
und sie suchen spät und früh,
sie schaffen, sie kommen und gehen,
und ihr Leben ist Arbeit und Müh.

Sie suchen, was sie nicht finden
in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden
und unbefriedigt zurück.

Es ist eine Ruh vorhanden
für das arme, müde Herz;
sagt es laut in allen Landen:
Hier ist gestillet der Schmerz.

Es ist eine Ruh gefunden
für alle fern und nah:
In des Gotteslammes Wunden,
am Kreuze auf Golgatha.


(Lied ' Ich bin durch die Welt gegangen ', Eleonore Fürstin von Reuß (1835-1903) )




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