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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 26.04.2017

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Wenn Gottes Geist in uns wohnt, soll unser ganzes Leben auch von ihm bestimmt sein.

Ihr aber seid nicht fleischlich sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.

Römer 8,9

Und ob es währt bis in die Nacht
und wieder an den Morgen,
doch soll mein Herz in Gottes Macht
verzweifeln nicht noch sorgen.
So tu Israel rechter Art,
der aus dem Geist erzeuget ward
und seines Gotts erharre.

Frage: Warum ermahnt uns Martin Luther, wir sollen nicht verzweifeln noch sorgen?

Vrschlag: Der Heilige Geist Gottes hatte ihm gezeigt, wie listig der Satan ist. Zuerst verführt er die Menschen zur Sünde und dann hängt er ihnen Verzweiflungsgefühle an. Gläubige Menschen fallen auch schnell in Sorgen und Verzweiflung. Jesus lehrte doch, nicht zu sorgen oder unsere Sorgen auf Jesus zu werfen, denn er sorgt für uns. Sünder, die sich sorgen über ihre Schuld vor Gott, sollten diesen Ungehorsam vor dem Herrn bekennen und bereuen. Wer sich abwendet vom Pfad der Sünde, und sich zu Jesus hinwendet und ihm mit gläubigem Herzen lebenslanger Gehorsam verspricht, der wird eine neue Kreatur (Schöpfung).

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Adventszeit




Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen: etliche zum ewigen Leben, etliche zu ewiger Schmach und Schande. Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die, so viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.

Daniel 12,2-3 (Luther 1912)


Wie passen solche Verse zum 1. Advent? Müsste man hier nicht „Adventsstimmung“ und „Vorweihnachtliche Freude“ verbreiten?

Das gehört ganz sicher auch zur Adventszeit. Wir denken daran, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde und uns besucht hat, um uns das Heil zu bringen. Und dafür danken wir Gott besonders in der Advents- und Weihnachtszeit.

Advent kommt vom lateinischen „adventus“ und heißt Ankunft, wobei in der Antike der Besuch einer hochgestellten Persönlichkeit gemeint war. Die Christenheit hat dies dann auf den König Jesus Christus bezogen, und so kam es zu dem uns bis heute bekannten Advent.

Nun liegt das alles aber schon 2000 Jahre zurück. Der erwartete König ist angekommen. Dies wie ein historisches Ereignis zu sehen, an das man sich erinnert, ähnlich wie das bei Jubiläumsfeiern oder Stadtfesten üblich ist, wäre allerdings zu wenig.

Einfach deshalb, weil das, um was es hier geht, mit dem ersten Kommen Jesu, vor 2000 Jahren, noch lange nicht zu Ende ist. Deshalb nicht, weil wir auf sein zweites Kommen warten, bei dem ER dann nicht mehr als das „arme Kind“ in der Krippe, sondern für alle Welt, als der HERR aller Herren und KÖNIG aller Könige, sichtbar erscheinen wird.

So gesehen geht es also ganz aktuell um die Ankunft einer „hochgestellten Persönlichkeit“, deren Glanz sich niemand entziehen und die niemand übersehen kann.

Bereits bei Daniel im Alten Testament, ist von der leiblichen Auferstehung der Toten die Rede. Im Neuen Testament wird das aufgenommen, und zwischen der Auferstehung zum Ewigen Leben, bei der Wiederkunft Christi und der Auferstehung zum Gericht, am Jüngsten Tag, unterschieden.

Als Christen sind wir gerufen, die Zeit, die uns bleibt, insbesondere auch dadurch auszukaufen und zu nutzen, dass wir durch Wort, Tat und Vorbild zur Verbreitung des Evangeliums beitragen.

Vor seiner Himmelfahrt hat Christus einen ganz eindeutigen Missionsbefehl an seine Jünger gegeben, der auch für uns noch uneingeschränkt gilt!

Viele Kinder zu haben, kann bei uns Menschen problematisch sein. Nicht aber bei dem unendlich reichen Gott, der selbst bei Milliarden von Kindern noch jedes kennt und sich um jedes kümmern kann.

Ich stelle mir vor, dass Gott als ein wirklicher Vater, sehr kinderlieb ist und sich sehnlich wünscht dass alle von ihm geschaffenen Menschen zu seinen Kindern werden.

Deshalb freut er sich auch, wenn wir mithelfen, dass seine Menschen zu IHM zurückfinden und seine Kinder werden. Wie sehr IHN das freut, ist an der ungewöhnlich herrlichen Belohnung, „leuchten wie des Himmels Glanz“ und „wie die Sterne immer und ewiglich“, zu erkennen.

Wir tun damit auch etwas für unsere eigene Zukunft, wenn wir die Advents- und Weihnachtszeit dazu nutzen, um zu Gott einzuladen.




Ihr lieben Christen, freut euch nun,
bald wird erscheinen Gottes Sohn,
der unser Bruder worden ist,
das ist der lieb Herr Jesus Christ.

Der Jüngste Tag ist nun nicht fern.
Komm, Jesu Christe, lieber Herr!
Kein Tag vergeht, wir warten dein
und wollten gern bald bei dir sein.

Du treuer Heiland Jesu Christ,
dieweil die Zeit erfüllet ist,
die uns verkündet Daniel,
so komm, lieber Immanuel.

Der Teufel brächt uns gern zu Fall
und wollt uns gern verschlingen all;
er tracht´ nach Leib, Seel, Gut und Ehr.
Herr Christ, dem alten Drachen wehr.

Ach lieber Herr, eil zum Gericht!
Lass sehn dein herrlich Angesicht,
das Wesen der Dreifaltigkeit.
Das helf uns Gott in Ewigkeit.


(Lied ' Ihr lieben Christen, freut euch nun ', Erasmus Alber 1546 )




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