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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.11.2017

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Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Hebr. 13,14

Meine Heimat ist dort in der Höh,
wo man nichts weiß von Trübsal und Weh,
wo die heilge unzählbare Schar
jubelnd preiset das Lamm immerdar.

Frage: Suchen Sie irdische Freuden und vergängliche Ziele – oder vorrangig die zukünftige, ewige Heimat?

Tipp: Interessanter Weise ist die Jahreslosung für 2018 mit Off. 21,6 dem Bibelabschnitt über den neuen Himmel und die neue Erde entnommen. Angesichts der vielen Zeichen erwarten Christen weitweit Jesu Kommen mit der Entrückung, womit die Heilsgeschichte Gottes in ein neues Stadium eintreten und die Erfüllung von Off. 21,6 näher rücken wird. Aber egal wie lange wir noch hier auf Erden verweilen werden, immer sollte ein Gotteskind das Ziel der zukünftigen, himmlischen Heimat vor Augen haben!! Unbeschreibliche Herrlichkeiten hat Gott denen verheißen, die dort einziehen dürfen! Lasst uns Jesus Christus entsprechend treu dienen, ihn mit ganzem Herzen lieben und diesem herrlichen Ziel entgegen streben!

Bibelarbeit mit Arbeitsblättern über das Johannesevangelium

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort
Arbeitsblatt OHNE Antworten
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter
Arbeitsblatt MIT Antworten

 

58. Maria von Magdala


Maria am Grab
Hintergrundinformationen

Rabbuni … heißt Meister (V. 16): wörtlich „mein Großer“ oder „mein Lehrer“. Als Titel wurde Rabbuni („Rabbuni“ ist die Steigerungsform der Ehrerbietung von „Rabbi“) ausschließlich nur den Leitern von führenden Ausbildungsstätten und des Sanhedrin verliehen. Jesus wurde nie von der „Geistlichkeit“ zum Rabbi ordiniert, doch betrachteten seine Jünger und er sich selbst als solchen (Matth. 23,8 + 26,25; Markus 9,5; Joh. 1,38+49)
Rühre mich nicht an (V. 17): Im griechischen heißt es „nicht (länger) mich fasse an“, was eher „halte mich nicht fest“ oder „halte mich nicht auf“ bedeutet.

Text:    Joh. 20,11-18

Fragen & Gesprächsimpulse


War Maria nicht verwundert, Engel in weißen Gewändern zu sehen? (V. 12-13)

>> Antwort: Es ging Maria NUR um Jesus - alle anderen Wunder interessierten sie nicht!!! SO muss es sein! Selbst der Heilige Geist verherrlicht Jesus (Joh. 16,13-14). Zu allen Zeiten gab es „verdrehte“ Gotteskinder (Kol. 2,18), die Engel verehren, anstatt alleine Jesus, obwohl Engel auch „nur Mitknechte“ sind (Off. 19,10)! Maria kann in ihrer aufrichtigen und tiefen Liebe zum Heiland, die ihn über Engel und alles andere stellt, jedem Gotteskind ein Vorbild sein!

Warum fragen die Engel Maria, warum sie weint – und wer stellt dieselbe Frage? (V. 13)

>> Antwort: Exakt die gleiche Frage (jeder griechische Buchstabe ist hier identisch) stellt auch Jesus in Vers 15. Hier wird ein göttliches Prinzip deutlich: Gott bietet zwar Hilfe an, aber der Mensch muss seine Not offenbaren und damit zu Gott kommen. So fragte auch Jesus: „Was willst Du, das ich dir tun soll“ beim Blinden, obwohl dies eigentlich klar war (Markus 10,51). Gott stülpt niemanden seine Hilfe über, sondern WIR müssen Gott suchen (Amos 5,4) und ihn um Hilfe bitten.

Warum hatte Maria Jesus nicht erkannt? (V. 14-15)

>> Antwort: Auch die Emmausjünger hatten Jesus nicht erkannt (Lukas 24,16+31). Diese erkannten ihn erst durch das Brotbrechen d.h. seinem eindeutigen Verhalten. In Joh. 21,4 erkannte zwar Johannes Jesus als erster, aber auch erst, nachdem Jesus ein Wunder getan hatte. Nach der Auferstehung bekommt man einen neuen Auferstehungsleib (1. Kor. 15,35-49) – Jesus hatte aber noch seine Wundmale (Joh. 20,25+27) und war noch nicht zum Vater aufgefahren. Vermutlich hatten Maria und die Jünger Jesus anfangs nicht erkannt, weil Jesus zum einen etwas verändert war (er musste ja andere Kleidung gehabt haben, die bisherige hatten sich die Soldaten genommen – Joh. 19,23-24) und sie vor allem überhaupt nicht mit einer Auferstehung gerechnet hatten und ihr betrübter Blick sie davon abhielt mit „offenen Augen“ zu sehen. Oft sehnt man sich nach Gemeinschaft mit Jesus – dabei ist er einem bereits schon ganz nah, wie in diesem Fall!

Warum ist es bemerkenswert, dass Maria Jesus erst für einen Gärtner hält? (V. 15)

>> Antwort: Der „erste Adam“ sollte nach 1. Mose 2,15 ein Gärtner sein. Jesus kam als der „zweite Adam“ (1. Kor. 15,45; Römer 5,12-21). Der erste Adam hatte die Sünde in die Welt gebracht – Jesus, als der zweite Adam, brachte die Befreiung von der Sünde!

Was liegt alles in diesem einen Ausspruch „Maria“? (V. 16)

>> Antwort: Jesus ist der gute Hirte, der jedes seiner Schafe mit Namen ruft (Joh. 10,3). Jemanden mit Namen anzusprechen drückt auch eine persönlichere Zuwendung aus. Jesus brauchte kein weiteres Wort zu verwenden, in diesem schlichten „Maria“ lag unendlich viel Liebe und Verständnis. Maria erkennt aber auch gleich die Stimme des „guten Hirten“ (Joh. 10,16)

Warum sagte Maria auf HEBRÄISCH „Meister“? (V. 16)

>> Antwort: Man sprach damals meist aramäisch und griechisch – hier geht es um die Ehrfurcht vor Gottes Sohn, weswegen Maria die Sprache des Volkes Gottes, der Vorfahren und Propheten verwendete.

Warum sollte Maria Jesus nicht anrühren? (V. 17)

>> Antwort: Jesus konnte sehr wohl angerührt werden, denn er forderte sogar Thomas dazu auf, seine Wunden zu berühren (Joh. 20,27). Vom Urtext her ist hier „halte mich nicht fest“ oder „halte mich nicht auf“ gemeint (siehe Hintergrundinfo). Maria war nach Matth. 28,9 vor Jesus niedergesunken und hatte voller Freude, Ehrerbietung und Unterwerfung seine Beine umklammert. Sie wollten ihn am liebsten nicht mehr gehen lassen. So wie auch wir uns nicht in der Nachfolge aufhalten lassen sollen, so war trotz Marias großer Zuneigung sein Auftrag (auch Maria hatte einen Auftrag: den Jüngern Bericht zu geben) wichtiger und Jesus durfte nicht mehr in der (leibhaftigen) engen Gemeinschaft (wie vorher) im Kreise seiner Nachfolger leben, sondern musste zum Vater auffahren.

Welches „auffahren“ meint Jesus? (V. 17)

>> Antwort: Jesus meinte die Himmelfahrt damit (wie auch im Glaubensbekenntnis beschrieben), um zur rechten Gottes zu sitzen (Markus 16,19; Lukas 22,69; Apg. 7,55; Römer 8,34; Kol. 3,1)

Jesus sagt „Brüder“, „mein und euer Vater“ und sogar „mein und euer Gott“. Ist Jesus nicht Gott sondern „nur“ ein Mensch wie die Jünger? (V. 17)

>> Antwort: Ganz und gar nicht! Das Gegenteil ist der Fall: Nach dem vollbrachten Erlösungswerk konnte der Sohn Gottes seine Jünger nun „erhöhen“ und rein und heilig vor Gottes Thron stellen (1. Kor. 6,11; Eph. 2,18 + 5,26-27) d.h. sie zu einem wahren Gotteskind machen (Joh. 1,12; 1. Joh. 3,1). Darum nennt Jesus sie hier auch (erstmalig im Joh.–Evangelium) „euer Vater und euer Gott“. Das er vom Vater als „mein Gott“ sprach (siehe auch Matth. 27,46), zeigt an, dass er noch nicht zum Vater aufgefahren und noch nicht wieder mit ihm vereinigt war.

Was zeigt Maria damit, dass sie „geht und verkündigt…“? (V. 18)

>> Antwort: Gott kommt es auf Gehorsam an – nicht auf (letztlich das eigene Gefühl betreffende) Gefühlsausbrüche etc. König Saul wurde es sogar zum Verhängnis, dass er statt Gott zu gehorchen, „frommes“ tat (1. Sam. 15,22). Echte Liebe zeigt sich somit im Gehorsam (Joh. 14,21; 15,10). Obwohl Maria Jesus am liebsten festhalten wollte (Vers. 17), war sie bereit ihn „loszulassen“ und zu „gehen“ und den Auftrag auszuführen.

 

Die persönliche Frage:

Was ist mir wichtiger: Jesus Christus zu suchen oder Engelerscheinungen?


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