Jesus Christus kam als Bote zu uns

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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.11.2017

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Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Hebr. 13,14

Meine Heimat ist dort in der Höh,
wo man nichts weiß von Trübsal und Weh,
wo die heilge unzählbare Schar
jubelnd preiset das Lamm immerdar.

Frage: Suchen Sie irdische Freuden und vergängliche Ziele – oder vorrangig die zukünftige, ewige Heimat?

Tipp: Interessanter Weise ist die Jahreslosung für 2018 mit Off. 21,6 dem Bibelabschnitt über den neuen Himmel und die neue Erde entnommen. Angesichts der vielen Zeichen erwarten Christen weitweit Jesu Kommen mit der Entrückung, womit die Heilsgeschichte Gottes in ein neues Stadium eintreten und die Erfüllung von Off. 21,6 näher rücken wird. Aber egal wie lange wir noch hier auf Erden verweilen werden, immer sollte ein Gotteskind das Ziel der zukünftigen, himmlischen Heimat vor Augen haben!! Unbeschreibliche Herrlichkeiten hat Gott denen verheißen, die dort einziehen dürfen! Lasst uns Jesus Christus entsprechend treu dienen, ihn mit ganzem Herzen lieben und diesem herrlichen Ziel entgegen streben!

Bibelarbeit mit Arbeitsblättern über das Johannesevangelium

Inhalt

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Arbeitsblatt ohne Antwort
Arbeitsblatt OHNE Antworten
Arbeitsblatt mit Antwort für den Bibelkreisleiter
Arbeitsblatt MIT Antworten

 

54. Jesu Verurteilung


Jesu Verhör vor Pilatus
Hintergrundinformationen

Freund des Kaisers (V. 12): Diese Bezeichnung wurde manchmal als Ehrentitel für einen Statthalter gebraucht, um dessen Loyalität zum Kaiser rauszustellen. In diesem Fall hatte Pilatus durch seinen Gönner in Rom, Aelius Seianus, den Gardepräfekt des Kaisers Tiberius, den hohen Posten des Statthalters in Judäa verschafft bekommen. Durch diesen Vertrauten des Kaisers war Pilatus quasi auch ein „Freund des Kaisers“. 31. n. Chr. d.h. kurze Zeit vor Jesu Verhör war Seianus aber in Ungnade gefallen, wodurch auch der Stuhl des Pilatus am wackeln war. Da Tiberius absolute persönliche Gewalt hatte und zudem misstrauisch und grausam war, war es lebensgefährlich den Argwohn des Kaisers auf sich zu ziehen! Die Hohenpriester konnten daher Pilatus sehr stark unter Druck setzen, zumal sie auch ihre Beziehungen zu Rom hatten! Die Bekundung der Kaisertreue der Hohenpriester (V. 15) war hingegen wiederum eine Festigung seines Postens. Es ging also um Festigung der Statthalterstellung oder Verlust von Stellung und womöglich Leben für Pilatus!
um die sechste Stunde (V. 14): Nach Markus 15,25 wurde Jesus um die dritte Stunde gekreuzigt. Matth. 27,45; Markus 15,33 und Lukas 23,44 stimmen überein, dass eine Verdunkelung von der sechsten bis zur neunten Stunde, während Jesus am Kreuz hing, geschah und Jesus zur neunten Stunde verstarb. Die römische Stundenzählung beginnt um Mitternacht (wie bei uns heute), die jüdische hingegen vom Sonnenaufgang d.h. sechs Uhr morgens. Johannes berichtet in Joh. 1,39 von den ersten Jüngern, die um die zehnte Stunde zu ihm kamen und den ganzen Tag blieben – was nur Sinn macht, wenn die römische Zeitrechnung verwendet wurde (d.h. zehn Uhr morgens). Ähnlich wird es auch hier sein: Jesus wurde somit um die „nullte Stunde“ jüdischer Zeitrechnung verhört, was dann auch mit den Angaben in Joh. 18.28 übereinstimmt.

Text:    Joh. 19,6-16

Fragen & Gesprächsimpulse


Wer ist an Jesu Kreuzigung Schuld? (V.6a)

>> Antwort: Zum einen konnten sicherlich nicht alle mehr als eine Million damals in Judäa lebende Juden vor Pilatus gestanden haben. Vor allem waren große Teile des Volks für Jesus eingestellt, weil sie ihn als politischen Befreier (Joh. 12,13) oder sogar Propheten (Lukas 9,19) sahen. Die Sympathie des Volkes für Jesus muss so groß gewesen sein, dass die Hohenpriester sogar einen Aufstand wegen ihrer Pläne befürchteten(Matth. 26,3-5). Hier sieht man klar, dass die Hohenpriester und deren Knechte zumindest die Drahtzieher waren. Somit ist keinesfalls das jüdische Volk in der Gesamtheit schuldig! Dies zeigt aber auch allgemein, dass man keinesfalls geistlichen Führern blindlings nachlaufen darf sondern immer selbst aufgefordert ist alles zu prüfen (1. Thess. 5,21)! Aber letzten Endes haben WIR ALLE Schuld an Jesu Tod (siehe Jesaja 53,5) durch unsere Sünden!!!

Warum wollte Pilatus ausnahmsweise den Hohenpriestern eine Kreuzigung überlässt? (V. 6)

>> Antwort: Dies war nur den Römern erlaubt (Joh. 18,31). Pilatus wollte Jesus nicht verurteilen und gleichzeitig keine Schwierigkeiten durch die Hohenpriester bekommen. Daher wollte er die eindeutige Schuld an Jesu Tod alleine den Hohenpriestern übertragen und sich dadurch aus der Verantwortung ziehen. Die Hohenpriester wollten aber ihrerseits nicht vor dem Volk als Jesus-Mörder dastehen und dies gegen sich aufbringen (Matth. 26,3-5). Daher drängten sie wiederum Pilatus dazu, diese Rolle einzunehmen. (Zudem käme für Juden nur die Steinigung als Tötungsinstrument in Frage – nicht die römische Kreuzigung.)

Welchen Grund führten die Hohenpriester auf, warum Jesus getötet werden sollte? (V. 7 + 12)

>> Antwort: Zuerst hatten sie keinen Grund genannt (Joh. 18,29-30). Nun führen sie zunächst ihren religiösen Grund vor, dass Jesus sich zu Gottes Sohn erklärt hat (V. 7). Weil Pilatus aber letztlich nur politische Gründe interessierten, gaben sie ihm einen: König der Juden. Sie gehen dabei schließlich sogar soweit, Pilatus damit zu erpressen, indem sie Jesus zur Last legen sich selbst zum König gemacht und somit gegen Rom gestellt zu haben – und Pilatus würde dies decken, wenn er Jesus nicht verurteilen würde (Joh. 19,12).

Warum fürchtete sich Pilatus jetzt noch mehr? (V. 8)

>> Antwort: Auch die Römer waren religiös eingestellt. Der Gedanke, dass Jesus ein „Sohn der Götter“ (im heidnischen Sinn) sein könnte, wird auch einen Pilatus in ein inneres Ringen geführt haben, zumal seine eigenen Frau schon einen Traum wegen Jesus gehabt hatte und ihn warnen ließ (Matth. 27,19) und er selbst die innere Größe dieses Gefangenen erlebt hatte. Pilatus muss gespürt haben, dass um Jesus ein Geheimnis lag und gefürchtet haben, vielleicht ein „Götterwesen in Menschengestalt“ vor sich zu haben. Darum zog er sich mit Jesus wieder ins Prätorium zurück und fragte nun nach Jesu Herkunft.

Warum antwortete Jesus nicht? (V. 9)

>> Antwort: Jesus ist der Herr – auch in dieser Situation änderte sich daran nichts (gewöhnlich warb ein Angeklagter unterwürfig um die Gunst des Richters). Aber die ganze Wahrheit wäre gewesen, dass er vom Vater im Himmel gekommen ist, in Bethlehem geboren wurde (vorausgesagt in Micha 5,1), zwischenzeitlich in Ägypten lebte (vorausgesagt in Hosea 11,1) usw. usw. Mit anderen Worten: Sämtliche Prophezeiungen hatten sich in Jesus erfüllt - nie hatte Jesus aber diese Geheimnisse offenbart (siehe Joh. 7,42)!!! Auch jetzt verrät er es nicht – voraussichtlich, um nicht doch noch als Messias erkannt zu werden, sondern er musste diesen Weg gehen. Hätte Pilatus die Herkunft Jesu erfahren (incl. Prophetien, die sich erfüllt hatten), hätte er ihn vermutlich trotz allem Druck der Hohenpriester nicht hinrichten lassen – und uns wäre der Erlösungsweg versperrt geblieben. Aber auch die letzten Prophetien (Jesaja 53 usw.) mussten sich erfüllen – und erfüllten sich, zumal Jesus selbst auf die Erfüllung ALLER Prophetien bedacht war (Lukas 24,44) – Gott sei’s gedankt!

Wie reagierte Jesus auf die Worte des Pilatus über dessen Macht? (V. 10-11)

>> Antwort: Sehr nüchtern und mit überlegener Hoheit antwortete Jesus dem Pilatus, dass er die Macht nur übertragen bekommen hatte – und sie folglich auch verlieren konnte! Er erinnerte letztlich sogar Pilatus daran, dass er zwar jetzt richterliche Gewalt hat, diese aber durch ein für ihn selbst ungünstiges Urteil wieder verlieren kann! Nur wer klar seinen Weg geht, auch wenn es ihm das Leben kostet, kann so ehrlich und offen reden! Dies muss einen sehr positiven Eindruck auf Pilatus gemacht haben, da er sich nun um Jesu Freilassung bemühte (V. 12a)! Gleichzeit könnte Jesus auch noch mehr gemeint haben: Gott selbst hatte Pilatus Statthalter werden lassen, damit sein Plan erfüllt würde – denn Gott hat letztlich alles in der Hand (Römer 13,1)!

Gibt es unterschiedlich große Sünden? (V. 11)

>> Antwort: Jesus selbst spricht dies aus. Pilatus will Jesus eigentlich nicht verurteilen, gibt aber nach, was natürlich eine Sünde ist. Judas hatte hingegen seinen eigenen Meister verraten, welches Jesus in Matth. 26,24 sogar mit einem „Wehe diesem“ vorausgesagt hatte. Ähnliches galt für die Hohenpriester. ABER: Jede Sünde führt zum Tod (Römer 6,23a)! Letztlich ist die Größe der Schuld unrelevant, denn jeder Mensch braucht die Vergebung durch Jesu Blut (1. Joh. 1,7b; Hebr. 9,22) – und Jesus kann alle Schuld vergeben, egal wie groß sie sein mag (Jesaja 1,18). Das ist auch das wunderbare Evangelium: Jesus Christus kam um uns zu erlösen!

Welche schwerwiegende Aussage hatten die Hohenpriester hier gemacht? (V. 15)

>> Antwort: Sie hatten nicht nur Jesus Christus als König (Joh. 18,37) abgelehnt, was noch wegen Unkenntnis verzeihbar sein könnte (obwohl sie nach Joh. 3,2 bereits erkannt hatten, dass er von Gott kam) – aber das schlimme ist: Sie haben Gott selbst als König abgelehnt (Jesaja 33,22; 2. Mose 15.18), indem sie den Kaiser als ihren EINZIGEN König anerkannten. Eine schlimmere Sünde und Heuchelei war gar nicht denkbar! Dabei muss man aber bedenken, dass die Sadduzäer – die sowieso eher weltlich orientiert waren als die Pharisäer (Matth. 22,23; Apg. 23,8) – die Hohenpriester zu dieser Zeit stellten (Apg. 5,17)!

 

Die persönliche Frage:

Habe ich schon erkannt, dass ich mitschuldig an Jesu Tod bin? Welche Konsequenzen hat dies in meinem Leben?


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