Jesus Christus kam als Bote zu uns

Die Bibel

Gottes Botschaft

an die Menschheit

Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 25.06.2017

Tagesleitzettel-Feeds RSS-Feed Tagesleitzettel druckenDruck Tagesleitzettel (Bibellese / Kurzandacht) per Newsletterabonnement täglich erhaltenEMail-Abo.
Gott hat alles in 6 Tagen erschaffen!

Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

1. Mose 1,31

Lasst es euch, ihr klugen Wissenschaftler, sagen,
die Erde ist nicht so alt - Gott schuf in sechs Tagen.
Gottes Weisheit ist größer als menschlicher Verstand.
Fürchtet Gott, denn auch euer Leben liegt in seiner Hand!

Frage: Glauben Sie Gottes heiligem Wort – auch dass Gott alles in 6 Tagen erschaffen hat?

Tipp: Nicht nur namhafte Wissenschaftler halten die Evolutionslüge – pardon: „Evolutionslehre“ – für unsinnig uns falsch. Wer mit wachem Verstand mal alle Fakten (Naturgesetz der Entropie usw.) bedenkt sollte der einzig plausiblen Möglichkeit den die Bibel aufweist glauben. Wer dieser aber keinesfalls glauben will – es hat ja Konsequenzen für das eigene Leben und Seelenheil! – der muss halt dem Irrtum glauben (Eph. 4,14) und versucht mitunter auch die Umwelt zu beeinflussen. Daher lässt es einen aufhorchen, dass Erdogan nun die Evolutionslehre richtiger Weise aus türkischen Lehrplänen streichen lässt. Möge Gott schenken, dass nicht nur die Evolutions-Irrlehre sondern auch die satanische Gender-Irrlehre aus dem Schulunterrichte weltweit verbannt wird! Heute um 15:00 findet übrigens eine Demo in Wiesbaden am Luisenplatz gegen den Gender-Lehrplan statt.

( Link-Tipp zum Thema: kirchfahrter.wordpress.com/2017/05/31/demo-fuer-alle-gegen-gender-lehrplan-am-25-juni-2017-in-wiesbaden-kultur-und-medien-online-blogspot-de/ )

Spenden, Fundraising und "der Zehnte"


Spendengeld

Obwohl das Wort "Spenden" kaum in der Bibel vorkommt, werden Spenden heute in fast jedem Gottesdienst direkt oder indirekt angesprochen, ja es gibt sogar einen neuen Begriff für die Mittelbeschaffung für Nonprofit-Organisationen: "Fundraising" (engl. fund = Kapital, to raise = beschaffen).
Einige der wenigen Bibelstellen sind:

Alles Gold, das verarbeitet ist zu diesem ganzen Werk des Heiligtums und das als Gabe gespendet war, beträgt 29 Zentner 730 Lot nach dem Gewicht des Heiligtums.

2. Mose 38,24

Das Kupfer aber, das gespendet war, betrug 70 Zentner 2400 Lot.

2. Mose 38,29

Denn Hiskia, der König von Juda, spendete für die Gemeinde tausend junge Stiere und siebentausend Schafe. Die Oberen aber spendeten für die Gemeinde tausend junge Stiere und zehntausend Schafe. Auch von den Priestern hatten sich viele geheiligt.

2. Chr. 30,24


Was sagt die Bibel über Spendenaufrufe und Spenden/Zuwendungen im Allgemeinen?


Den "Zehnten" geben

In christlichen Kreisen hört man oft davon "den Zehnten zu geben":

Ist's recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: "Womit betrügen wir dich?" Mit dem Zehnten und der Opfergabe! ... Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.

Mal. 3,8+10

Gott macht hier deutlich, dass IHM der zehnte Teil unseres Einkommens gehört und nennt es "Betrug" wenn wir ihm dieses ganz oder auch nur teilweise vorenthalten!!!

Bereits Abraham gab den "Zehnten":

und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.

1. Mose 14,20

Gerade die Mose-Bücher weisen oft auf den "Zehnten" hin:

Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.

3. Mose 27,30

Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, alles, was unter dem Hirtenstabe hindurchgeht, jedes Zehnte davon soll heilig sein dem HERRN.

3. Mose 27,32

Wenn nun der HERR, dein Gott, eine Stätte erwählt, dass sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure Schlachtopfer, eure Zehnten, eure heiligen Abgaben und alle eure auserlesenen Gelübdeopfer, die ihr dem HERRN geloben werdet.

5. Mose 12,11

Dieser "Zehnte" war vor allem für den Stamm Levi bestimmt, damit dieser Gott dienen konnte:

Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brüder, genommen aus den Israeliten euch zum Geschenk, als die dem HERRN zu Eigen gegeben sind, damit sie das Amt ausüben an der Stiftshütte.

4. Mose 18,6

Den Söhnen Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte ausüben.

4. Mose 18,21

denn den Zehnten der Israeliten, den sie dem HERRN als Opfergabe geben, habe ich den Leviten zum Erbgut bestimmt; darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie unter den Israeliten kein Erbgut besitzen sollen.

4. Mose 18,24

Diese sollten wiederum den "Zehnten" von diesem "Zehnten" geben

Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Israeliten, den ich euch von ihnen bestimmt habe als euer Erbgut, so sollt ihr davon eine heilige Abgabe dem HERRN geben, je den Zehnten von dem Zehnten; und diese eure heilige Abgabe soll euch angerechnet werden, als gäbet ihr Korn von der Tenne und Wein aus der Kelter. So sollt auch ihr die heiligen Abgaben dem HERRN geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Israeliten, und sollt diese heilige Abgabe für den HERRN dem Priester Aaron geben.

4. Mose 18,26-28

Und ein Priester, ein Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein, wenn sie den Zehnten einnehmen, und die Leviten sollen den Zehnten ihrer Zehnten heraufbringen zum Hause unseres Gottes in die Kammern im Vorratshaus.

Neh. 10,39

Aber der Zehnte sollte auch für einen selbst für Feiern im Hause Gottes, sowie alle drei Jahre für Fremdlinge, Waisen und Witwen, die in der eigenen Stadt lebten, verwendet werden:

Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählt, dass sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du fürchten lernst den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang. ...iss dort vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.

5. Mose 14,22-29

Wenn du den Zehnten deines ganzen Ertrages zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe geben, dass sie in deiner Stadt essen und satt werden.

5. Mose 26,12

Nach Gottes Wort sollte also der Zehnte Teil des Einkommens dem Priestervolk der Leviten (quasi den hauptamtlichen Dienern Gottes) sowie für soziale Hilfen verwendet werden.
Auch Jesus stellte sich hinter das "den Zehnte geben":

Aber weh euch Pharisäern! Denn ihr gebt den Zehnten von Minze und Raute und allerlei Gemüse, aber am Recht und an der Liebe Gottes geht ihr vorbei. Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.

Lukas 11,42


Wie sieht es aber HEUTE mit dem "Zehnten" aus?

Zur Zeit des Alten Testamentes gab es einen Volksstamm in Israel, der für Priesterdienste ausgesondert war und finanziell unterstützt werden sollte. Heute gibt es ein "allgemeines Priestertum" d.h. jeder Christ soll Priester (=Brückenbauer zu Gott hin) sein!

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;

1. Petrus 2,9

Gilt nun die 10%-Regel nicht mehr?

Mit der Apostelzeit begann die Zeit der Gemeinden an verschiedenen Orten mit unterschiedlichem finanziellen Bedarf: Meist ist ein hauptamtlicher Leiter und ein Gemeindehaus mit entsprechenden Kosten zu bezahlen. Wenn auch die Bibel nicht exakt darauf eingeht, so ist es doch nahe liegend, dass all die finanziellen Gemeindebedürfnisse durch die Mitglieder erbracht werden sollen. In Notfällen sind sogar andere Gemeinden zur Mithilfe aufgerufen (2. Kor 8 - 9)
Gottes Wort sprach neben den "hauptamtlichen Gottesdienern" von Hilfsbedürftigen "am eigenen Wohnort", denen man helfen soll. Da Israel Gottes Volk war, aber auch Fremdlingen geholfen werden sollte, könnte man heute sagen, dass Christen allen Menschen in der Umgebung in Notsituationen helfen sollen. Vor allem soll aber anderen Christen bzw. Gemeindemitgliedern geholfen werden, denn es heißt:

Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Gal. 6,10

Darüber hinaus gab Jesus den (im AT unbekannten) Missionsauftrag (Markus 16,15), der natürlich auch durch Christen finanziert werden muss!

Mit dem "Zehnten" soll also

  • die Gemeindearbeit gefördert werden
  • vor allem hilfebedürftigen Christen in Nachbarschaft oder der Gemeinde geholfen werden
  • aber auch allgemein bei Notlagen des Nächsten geholfen werden
  • sowie die Weltmission gefördert werden
Dies kann persönlich oder über eine christliche Arbeitsgemeinschaft bzw. Gemeinde geschehen.

Gottes erwartet aber noch mehr ...

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Römer 12,1

Gott möchte nicht, dass wir NUR Spenden geben und "andere arbeiten lassen"! Das wäre ein Loskaufen von biblischen Verpflichtungen, denn JEDER Christ ist aufgerufen aktiv zu sein. So gilt der Missionsauftrag ALLEN Christen (nicht nur Hauptamtlichen!) - dem einen vor der Haustür, dem anderen in fernen Ländern:

Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.

Markus 16,15

Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet.

Matth. 22,9

Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.

Jakobus 1,22

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Matth. 5,16

Ein sehr wichtiges Gleichnis hat uns Jesus zum Thema Geld gegeben: Ein Mann wurde ausgeraubt und schwer verwundet liegen gelassen. Ein Priester und ein Tempeldiener, die vermutlich nicht nur den Zehnten gaben, sondern auch selbst davon lebten (4. Mose 18,21) gingen an diesem Mann vorbei. Aber ein Samariter, der vermutlich keinen Zehnten gab, kam vorbei und half nicht nur dem Mann, sondern bezahlte sogar seine komplette Genesung. Heute würden wir von der Bezahlung eines Krankenhausaufenthaltes oder einer Kur sprechen. Wer hatte Gottes Willen getan? Waren es die Frommen, die mit Sicherheit Spenden (zumindest Tempelsteuer - Matth. 17,24-27) gaben - oder war es ein Nicht-Jude, der seinem Nächsten mit seinem Geld das Leben gerettet hatte (obwohl er vielleicht selbst kaum etwas hatte)?
Eines wird hier in jedem Fall deutlich: Wir sollen nicht nur entsprechend einem frommen Ritus oder einer Tradition Spenden in irgend einen Topf werfen, sondern gezielt Mitmenschen helfen bzw. uns von Gottes Geist jeweils leiten lassen WO wir unsere finanziellen Gaben einbringen! Vielleicht ist der Nächste, dem man finanziell helfen soll, nur wenige Meter entfernt! Hier gilt:

Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.

Jakobus 4,17

Es geht also NICHT NUR darum, Geld zu spenden, sondern nach Möglichkeit auch seine Gaben, Zeit und Kraft für Gottes Reich einzusetzen!

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit ...

Matth. 6,33a

Somit sollte jeder Christ prüfen, ob es nicht z.B. Gottes Wille ist gute christliche Literatur, DVD's, Bücher usw. zu kaufen und persönlich Menschen in seiner Umgebung zu geben, anstatt (nur) in einen großen Topf Geld zu geben? Wie soll man zudem jemals Glaubenserfahrungen machen und geistlich wachsen, wenn man nur Geld "in einen Topf wirft/spendet" und "andere machen lässt"?!? In den meisten Fällen wird es wohl im finanziellen Bereich eine Mischung sein: Missionare und die eigene Ortsgemeinde regelmäßig unterstützen sowie selbst "persönliche Einsätze" zu finanzieren. Hier ist natürlich Gottes persönliche Leitung notwendig - wie allgemein in der Nachfolge Jesu.

Vor allem in Bezug auf die Gemeinde geht es um das einbringen seiner GANZEN MÖGLICHKEITEN: Also nicht nur Geld, sondern auch Gaben, Zeit und Kraft:

Denn wie wir an "einem" Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele "ein" Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.

Römer 12, 4-6a
Ja, die Urgemeinde ging soweit zu sagen, dass sie all ihr Kapital und Geld dem Reich Gottes zur Verfügung stellten:

Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.

Apg. 4,32

Denken wir nur an ein "Hobby". Was stecken da manche Menschen nicht hinein: Große Mengen an Zeit, Kraft und auch Geld! Und was tun wir für Gottes Reich? Was uns am wichtigsten ist, erkennt man daran, wie viel Zeit, Geld und Kraft wir dafür investieren! Gerade das Geld macht dabei Jesus zum Prüfstein für wahre Nachfolge:

Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt, und den keine Motten fressen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Lukas 12,33-34

Jesus gebrauchte das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden um zu verdeutlichen, dass wir unser Kapital (Geld, Gaben, Möglichkeiten usw.), das ER! uns gegeben hat, auch gewinnbringend für IHN und SEIN Reich einsetzen sollen:

Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. 20 Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen. 21 Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
... Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte ... ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine. 26 Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! ... Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Matth. 25,19-30

Jesus sagte dann zu dem faulen Knecht etwas bemerkenswertes und für uns sehr wichtiges:

Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen.

Matth. 25,27

Was meinte Jesus hier, wenn er davon sprach, dass wir unser Kapital - wenn wir schon nicht selbst damit wirtschaften und es einsetzen - auf die Bank / Sparbuch bringen sollen?
Was geschieht dort? Das Kapital wird ANDEREN Menschen in die Hände gegeben, um damit zu wirtschaften. Auf den Christen bezogen heißt dies: Wer z.B. selbst kein Talent hat Menschen auf Jesus hin anzusprechen, soll wenigstens Christen, die diese Gabe haben, unterstützen. Ein Unternehmer ohne Zeit könnte z.B. einen christlichen Mitarbeiter für Reich-Gottes-Arbeiten einstellen oder ein Ehepaar ohne Lehrgabe könnte einem Glaubensbruder ihr Wohnzimmer für Hauskreisarbeiten zur Verfügung stellen usw.

In jedem Fall ist eines klar zu sagen: Jeder Christ hat sich mit Gaben, Geld und letztlich allen Möglichkeiten die er hat nach Kräften einzubringen. WIE dies genau aussieht muss er von Gott gezeigt bekommen.

Die Frage nach dem "Wohin"?

Die Frage WO man Spenden hin gibt ist außerordentlich wichtig - ja, spenden an falsche Stellen kann sogar Sünde sein, denn Gottes Wort warnt:

Ihr entheiligt mich bei meinem Volk für eine Hand voll Gerste und einen Bissen Brot, dadurch dass ihr Seelen tötet, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben erhaltet, die nicht leben sollten

Hes. 13,19a
Es gibt christliche Werke / Kirchen die antibiblische Dinge (wie z.B. Homosexuellensegnungen) entgegen Gottes Wort durchführen oder fördern. Gott ist heilig und bewussten Mischmasch von heiligem/richtigen und unheiligem/sündigen verabscheut Gott:

Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen, was mir heilig ist; sie machen zwischen heilig und unheilig keinen Unterschied und lehren nicht, was rein oder unrein ist, und vor meinen Sabbaten schließen sie die Augen; so werde ich unter ihnen entheiligt.

Hes. 22,26

Allgemein gilt: Es gibt fromme Werke (ggf. sogar Irrlehren), die NICHT (oder nicht mehr) Gottes Wohlgefallen genießen und sterben sollen. Wer sie ohne Gottes Anweisung durch Spenden unterstützt macht sich vor Gott (und letztlich auch vor Menschen) schuldig!!! Stattdessen sollte die Spende vielleicht an ein anderes Werk gehen - und dort fehlt es nun weil es andernorts eingesetzt wurde. In dem Fall geht es gleich um eine doppelte Sünde! Es ist also ganz klar Gottes Wille zu erforschen, wohin Spendengelder gehen sollen!

Für christliche Werke gilt es sich an Gottes Wort auszurichten und auf Gott zu vertrauen und nicht "fleischlich nachzuhelfen".

So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom HERRN.

Jeremia 17,5

Der bekannte Prediger Charles Haddon Spurgeon (1834-1892) sagte einst:
"Hilfe von Gott zu erwarten ist Gottesdienst; Hilfe von Geschöpfen zu erwarten ist Götzendienst. Auf Gott zu vertrauen ist echter Glaube; auf irdische Sicherheiten zu bauen ist Unglaube."

Für Christen gilt alles - auch die christlichen Werke - zu prüfen:

Prüft aber alles und das Gute behaltet.

1. Thess. 5,21

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist,

Eph. 5,10

Und man soll sie zuvor prüfen und wenn sie untadelig sind, sollen sie den Dienst versehen.

1. Tim. 3,10

Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.

1. Joh. 4,1

Im Extremfall gelangen Spendengelder sogar auf Umwegen in die Hände von Terroristen, Kommunisten etc. die Waffen dafür kaufen, die wiederum gegen Christen eingesetzt werden! Kein Christ sollte sich dieser Schuld teilhaftig machen! Es gilt also sich genau zu erkundigen WO das Geld hin geht!

An dieser Stell muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Bibel die Praxis einer Kirchensteuer und eines "großen Topfes" sowie eine Großkirche nicht kennt - wohl aber einzelne Gemeinden, die aber wiederum sich gegenseitig helfen sollen. Letztlich kennt die Bibel nur Geldsammlungen für ganz gezielte Projekte, bei denen die Verwendung ganz genau bekannt war. Beispiele:

  • Gott gibt Mose die Anweisung zur Geldsammlung für die Stiftshütte (2. Mose 25)
  • Wiederaufbau von Jerusalem (Nehemia 12,43)
  • Spendenaufrufbrief von Paulus für Not leidende Christen in Jerusalem (2. Kor. 8-9)


Spendenaufrufe contra Glauben?

Jesus hatte es vorhergesagt:

Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Lukas 18,8

Denken wir an einen Georg Müller, den "Weisenvater von Bristol": Er hatte KEINE Spendenaufrufe gemacht, sondern im Glauben Gott vertraut - und der Glaube wurde belohnt! So wird erzählt, dass er, als das Mehl aufgebraucht war und er dringend Nahrung für sein Weisenhaus braucht, keinem Menschen etwas von der akuten Not sagte, sondern alles Gott im Gebet brachte. Nach dem Gebet klingelte es. Als er öffnete fand er drei große Säcke Mehl vor der Tür. Das Gebet wurde erhört, denn zeitgleich wurde einem Müller aufs Herz gelegt, drei Säcke Mehl dem Weisenhaus zu schenken.
Es muss aber noch erwähnt werden, dass George Müller sehr wohl viele Christen über seine Arbeit informiert hatte, aber er bat nicht um Spenden, sondern überließ Gott die Herzen anzurühren!
Man kann also sagen: Informieren: JA - Menschen nötigen: NEIN.

Findet man diesen Glauben an Gottes Führung auch noch bei den heutigen christlichen Werken?
Ein Glaubenswerk sollte immer so ausgerichtet sein: "Steht Gott hinter der Arbeit, WIRD Gott auch die Arbeit segnen und Menschenherzen zur Hilfe bewegen. Steht Gott nicht (mehr) dahinter, SOLL es untergehen!"

Haben Sie sich überhaupt schon mal gefragt wie Jesus hier auf Erden seine Missionsarbeit finanzierte? Nicht ein einziger Spendenaufruf ist bekannt!!! Stattdessen spendete Jesus noch Geld an Arme:

Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte.

Joh. 13,29

Doch woher hatte Jesus überhaupt das Geld? Wenn die Bibel hierzu auch nicht viel sagt, so geben doch folgende Bibelstellen Aufschluss darüber, wie Jesus zu Geld und Lebensunterhalt kam:

Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm, 2 dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben böse Geister ausgefahren waren, 3 und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihnen dienten mit ihrer Habe.

Lukas 8,1-3

Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus, und den ersten Fisch, der heraufkommt, den nimm; und wenn du sein Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib's ihnen für mich und dich.

Matth. 17,27

Als das Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, was bekümmert ihr euch doch, dass ihr kein Brot habt?9 Versteht ihr noch nicht? Denkt ihr nicht an die fünf Brote für die fünftausend und wie viel Körbe voll ihr da aufgesammelt habt?

Matth. 16, 8-9

Folgende "Geldbeschaffungswege" hatte offenbar Jesus:

  1. Der eigene "Freundeskreis" (heute könnte man von "Finanzierung durch die eigene Gemeinde" sprechen).
  2. Durch ganz offensichtliche Wunder und Fügungen des Vaters im Himmel.
Aber Gott kann auch den Bedarf an z.B. Kleidung senken und auch so helfen:

Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, sodass ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider zerfielen nicht und ihre Füße schwollen nicht an.

Neh. 9,21

Jedenfalls hatten die Jünger nie Not leiden müssen:

Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr da je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals.

Lukas 22,35

Gott hat also Mittel und Wege um seine Diener zu versorgen. Zudem wird der Glaube naturgemäß mehr durch Abhängigkeit von Gott gestärkt, als durch ein "abgesichertes" Leben.
So hatte Gott Elia auch zu einer armen Witwe geschickt und nicht zu einem reichen Mann - aber Elia wie die Frau erlebten Gottes Hilfe:

Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.

1. Könige 17,14

Leider wird heute mehr auf Geld geachtet und Reichtum als einfach im Gehorsam gehandelt. Besteht nicht sogar auch eine Gefahr im Reichtum?
So verhilft Abhängigkeit von Gott zur Demut - Reichtum hingegen fördert nicht selten Hochmut:

Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen.

Matth. 19,23

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

Jakobus 4,6b

Reichtum gib mir nicht ... Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR?

Sprüche 30,8b-9a

Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden.

Matth. 23,5a

Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

Matth. 6,3

Es birgt zudem auch die Gefahr, dass die Reichen besser behandelt werden (Jakobus 2,1-4) und man wegen des Geldes Sünden übersieht. Das war in der Urgemeinde ganz anders! Als Hananias und Saphira Spendengeld brachten und dabei nicht die ganze Wahrheit sagten, interessierte Petrus nicht das Geld, sondern er sprach die Sünde an - ja Gott bestrafte dieses Ehepaar sogar mit dem Tode! (Apg. 5,1-10)
Welche Rolle und welches Gewicht haben Spenden heute in den Gemeinden? Würde heute noch ein Gemeindeleiter sagen: "Das Spendengeld darf nicht interessieren denn ich darf nicht dulden, dass Gottes heiliger Name verlästert wird!"?!? Würde nicht vielmehr gesagt werden: "Gott segne Dich! Solche Leute wie Euch brauchen wir!" Aber Gott sieht dies ganz anders. Ihn interessiert nicht das Geld - Gott sieht das Herz an!





  Copyright © 2004-2017 by Rainer Jetzschmann, www.gottesbotschaft.de

Suchen Sie seelsorgerliche Hilfe? Unter Seelsorge / christliche Lebenshilfe finden Sie Kontaktadressen
Bei Fragen zur Bibel und zu christlichen Themen können Sie uns gerne unter kontaktieren


Ähnliche / verwandte Artikel auf www.gottesbotschaft.de:
Glaube und Geld Widersprüche? (Themenbereich: Spenden)
Spruchkarte mit Bibelvers 3. Mose 27,30 (Themenbereich: der Zehnte)
Infos, große Linklisten etc. auf www.bibelglaube.de zu weiteren Artikeln, Gedichten, Liedern usw.:
Themenbereich Opfer
Themenbereich Geld



Gottesbotschaft

Bibel & Glauben

Christliche Gedichte und Lieder
Christliche Gedichte & Lieder
Christliche Themen
Christliche Lyrik
Christliche Kinderwebsite mit Kindergedichten und Spielen
Christliche Kinderwebsite
Tagesleitzettel, die tägliche Bibellese
tägliche Bibellese
Christliche Impulse und Nachrichten
Christliche Impulse
Web-Verzeichnis zum biblisch-christlichen Glauben
Christliches Web-Verzeichnis

Rettung finden

Jesus Christus ist in die Welt gekommen, Sünder zu erretten!

1. Timotheus 1,15

Umfrage

Umfrage

Die Zeichen mehren sich, dass Entrückung, 3 1/2 Jahre Trübsalzeit und 1000-jähriges Reich kurz bevor stehen.
Aber was kommt dann?

Was wissen Sie über die zukünftige ewige Herrlichkeit im Himmel?

Zur Umfrage

Topaktuelle Bibelarbeiten

Bibelarbeiten mit Fragen und Antworten zu topaktuellen endzeitlichen Themen:

Das Zeichen des Menschensohn
Das Zeichen des Menschensohns

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Matth. 25,1-13)

Vorbereitung gläubiger Christen auf die Erstlings-Entrückung

christliche Impulse


... und Denkanstöße zu aktuellen Themen in Politik und Gesellschaft werden hier anhand der Bibel

beleuchtet und dazu Stellung bezogen

aktuelles Thema:
Der Verrat an Luther und der Reformation

Luther wird als weltoffen und tolerant vermarktet und vor den Karren des Zeitgeistes gespannt. Es ging ihm aber um die Erneuerung der Kirche und die Rückführung des Evangeliums auf seine Ursprünge.

Die wöchentlich erscheinenden Impulse können auch kostenlos per Email-Abonnement bezogen werden

www.christliche-impulse.de