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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 18.07.2018

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Vergessen wir niemals, wie sehr der Herr uns gesegnet hat!

Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?

Psalm 116,12

Wie soll ich dem Herrn vergelten
das Gute, das er an mir tut?
ER ist der Schöpfer aller Welten,
der niemals schlummert oder ruht.

Frage: Warum sind wir Menschen so vergesslich?

Vorschlag: Alte Menschen werden oft vergesslich. Aber auch alle andern Leute vergessen schnell, was sie alles Liebe von Gott erhalten haben. Als das Volk Israel auf der Wüstenwanderung war, murrten sie oft gegen Gott und gegen Mose. Sie beschwerten sich, weil sie Angst vor den Riesen hatten, welche die Kundschafter angetroffen hatten. Sie murrten wegen der einfachen Kost, welche es in der Wüste gab und doch musste nie jemand Hunger leiden. Auch wir klagen so oft über Alltagsbeschwerden und klagen Gott an, dass er uns im Stich lässt. Seien wir doch ehrlich: Wie viele Segnungen hat der Allmächtige uns doch schon erfahren lassen in unserm Leben! Haben wir ihm dafür auch gedankt?

Aberglaube und Reiki

Man glaubt wieder! Es ist mittlerweile schick, religiös zu sein. Doch ist es nicht mehr wichtig, was man glaubt - daß man glaubt, daß man dabei ist, wenn übersinnliche Phänomene ablaufen, das zählt. Wie in einem Supermarkt nehmen viele heutzutage mit, was sie gerade "anmacht": Ein bißchen ostasiatische Religionen (Hinduismus und Buddhismus - seit einigen Jahren besonders der tibetische Tantra-Buddhismus des Dalai Lama), ein bißchen animistische Rituale, christliches Vokabular und esoterische Praktiken. Der Aberglaube hat Hochkonjunktur.

Aberglaube - woher kommt eigentlich dieses Wort?

Das Wort Glaube kommt aus dem Althochdeutschen: globen, angeloben. Unser Wort Verlobung kommt daher. Man verspricht sich Treue. Glaube ist (so versteht es das Neue Testament) eine auf einer Vertrauensbasis gegründete personale Lebens- und Liebesgemeinschaft mit Jesus. Das Wort Aberglaube kommt auch aus dem Althochdeutschen und hieß ursprünglich "Afterglaube" und bedeutet "Gegen-Glaube". Wenn Jesus sagt (Joh. 14, 6): "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, als nur durch mich", dann ist alles, was sich diesem Anspruch Jesu entgegenstellt, ein Gegen-Glaube. Da vertraut man allem und jedem, nur eben nicht dem in der Bibel bezeugten gekreuzigten und auferstandenen Jesus.

Reiki

Groß in Mode gekommen ist in den letzten Jahren eine "Heilungsmethode", genannt Reiki (sprich: ree ki). Reiki ist ein System der Heilung durch Handauflegen mittels einer dabei weitergeleiteten "universalen, kosmischen Lebensenergie" (so könnte man "Reiki" übersetzen), sog. "Heilströme". Menschen, die Reiki-Behandlungen in Anspruch nehmen, beschreiben ihr Erleben meist so, daß ihnen während des Handauflegens "wohltuende, warme Ströme durch den Körper fließen". Reiki soll Ganzheit, Heilung, Harmonie, Wohlbefinden und höheres Bewußtsein schenken. Es schütze vor organischen und psychischen Krankheiten und wirke auch durch "Fernbehandlung", und habe sogar Bedeutung für die Veterinärmedizin: Hündchen spricht auf Reiki-Methoden an, wenn Herrchen darauf angesprochen hat. Schließlich führe Reiki nach dem Tod in "positive neue Daseinsformen". Durch "Einweihungen", das sind rituelle Anwendungen von Symbolen und Mantren (magische Formeln), überträgt ein Reiki-Meister die Fähigkeit zur Weiterleitung der "Heilströme" auf seine Schüler. (Ein Mantra z.B. bedeutet übersetzt: "Der Buddha in mir grüßt den Buddha in dir.")

Woher kommt Reiki?

Der japanische kath. Mönch Mikao Usui (1865 - 1929) suchte Ende des 19. Jhs. nach der Kraft, mit der Jesus heilen konnte. Nach langer erfolgloser Suche entdeckte er in einem buddhistischen Kloster in Kyoto in uralten Sanskrit-Schriften (altindische Schriften) einige Formeln und Symbole. Usui war überzeugt, die Antwort auf seine Frage gefunden zu haben. Er zog sich für 21 Tage auf einen "heiligen Berg" zurück, um zu fasten und die gefundenen Mantren und Symbole zu meditieren. Der Überlieferung nach erlebte er am letzten Tag eine ekstatische Vision: Er sah in einem strahlenden Licht "Millionen von kleinen Bläschen in allen Farben des Regenbogens". In diesem Licht sah er auch die von ihm meditierten Sanskritformeln. Als er aufstand, fühlte er sich voll Energie und Kraft. Noch am selben Tag vollzog er - der Überlieferung zufolge - auf dem Heimweg nach Kyoto drei Heilungswunder durch Handauflegen. Usui begann einen neuen Lebensabschnitt und reiste umher, um Reiki zu lehren und die "universalen Kräfte" auf andere zu übertragen. Ende der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts kam Reiki durch eine Schülerin seines Nachfolgers in den Westen. Seit den 80er Jahren verbreitet sich diese "Heilungsmethode" mit rasanter Geschwindigkeit über die ganze Welt, und allein in Deutschland dürften mittlerweile einige hunderttausend (vielleicht sogar eine Million) Menschen mit Reiki in Berührung gekommen sein.

Wie ist Reiki geistlich zu beurteilen?

Reiki ist für einen Christen abzulehnen, weil es eindeutig eine esoterische Ausrichtung hat. Es kann zu gefährlichen Abhängigkeiten und okkulten Bindungen führen (von meiner Seelsorgearbeit her kann ich das bestätigen). Wer mit "universalen, kosmischen Energien" hantiert oder sich solchen "Kräften" öffnet und aussetzt, hat den personalen Gott, der sich durch den historischen Jesus offenbarte, verlassen und sich auf andere Mächte eingelassen.

Ist Befreiung aus solchen Bindungen möglich?

Ja. Wer sich auf okkulte Dinge eingelassen hat, möge (in Gegenwart eines gläubigen Christen) seine Schuld im Gebet Jesus bekennen, der ja gerade dazu gekommen ist, "die Werke des Teufels zu zerstören" (1. Joh. 3,8). Der Ruf Jesu am Kreuz "Es ist vollbracht!" (Joh. 19,30) bedeutet, daß er den Sieg errungen hat - den Sieg über Satan, Sünde und Tod. Jesus hat diesen Mächten ihre letzte Macht genommen. Im gläubigen Blick auf seinen Sieg am Kreuz (und am Ostermorgen) schenkt Jesus Befreiung aus Gefangenschaften und Bewahrung vor Bindungen.

Autor: Thomas Cornel (www.thomas-cornel.de)


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