Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 30.11.2020
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Die geistliche Waffenrüstung (Epheser 6)

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5. Die geistliche Waffenrüstung (Epheser 6)


Fragen & Gesprächsimpulse


Welche Bedeutung hat der „Gürtel der Wahrheit“ (Eph. 6,14)?

>> Antwort: Wahrheit wird hier mit einem Gürtel verglichen. Auf den ersten Blick mag der Gürtel unwichtig erscheinen, schützt er weder den Oberkörper vor Pfeilen des Feindes noch kann man mit ihm angreifen, aber er hat doch sehr wichtige Aufgaben und zeigt uns damit folgende geistlichen Zusammenhänge zur Wahrheit:
* Wahrheit gibt Halt: Ein Gürtel gibt unserem Körper Halt und unterstützt Muskeln und stabilisiert die Wirbelsäule, wie man z.B. bei Gewichthebern sieht. Zudem hält er die Kleidung am Körper und ermöglicht dadurch bessere Beweglichkeit im Kampf.
Jesus Christus gibt uns letztlich den wahren Halt, weil er DIE „Wahrheit“ ist (Joh. 14,6). Wir müssen also quasi mit Jesus „umgürtet“ sein (ihn um uns haben), so dass ER uns durch SEINE (nicht unsere mangelhafte) Gerechtigkeit Halt gibt! Daher heißt es auch: Durch „seine“ Wunden sind wir geheilt (Jesaja 53,5; 1. Petrus 2,24) und nur durch den engsten Kontakt mit Ihm (in Ihm bleiben) können wir Frucht bringen (Joh. 15,5). Jesu Gerechtigkeit und Wahrheit gibt uns somit als „Gürtel der Wahrheit“ den nötigen „Halt“, weil wir, genauso wie Jesus damals, Satan entgegenwerfen können: „Es steht geschrieben!“ (Lukas 4,10)! Die göttliche Wahrheit durch Gottes Wort nimmt uns somit auch Ängste, gibt uns Licht in der Finsternis und stärkt uns im Kampf!
* Wahrheit hilft Verteidigungsbereit zu sein: Damals schlabberten die weiten Gewänder herum und die Bewegungsfreiheit war ohne Gürtel eingeschränkt. Zudem hing ein Dolch am Gürtel um sich im Notfall noch verteidigen zu können, wenn der Feind bereits auf „Tuchfühlung“ war. Aber auch Beutel mit Geld etc. konnte man am Gürtel befestigen, was daran denken lässt, dass wir nur auf Grundlage von Wahrheit segensreiche Geldgeschäfte tun können. Meist wurde das Schwert über die Schulter gehängt, aber dieses konnte auch am Gürtel angebracht werden. Nach Vers 17 ist mit dem Schwert das Wort Gottes gemeint. Als Lügner und Heuchler, die nicht in der Wahrheit leben, können wir somit auch kein Wort Gottes griffbereit haben um uns damit zu verteidigen!
* Ein Leben in der Unwahrheit beschämt: Ähnlich wie ein Gürtel unserem Leib Standfestigkeit gibt, so auch ein „Lebenswandel in der Wahrheit“ unserer Persönlichkeit: Wie peinlich ist es, wenn die „Hose rutscht“ weil der Wahrheits-Gürtel fehlt d.h. Verborgenes offenbar wird und man der Lüge und Heuchelei überführt wird! Wer dessen überführt wurde, kann nicht mehr glaubwürdig und innerlich stark dastehen! Politiker die „Skandale am Hals haben“ sind geschwächt und können weniger gut Wahlkämpfe etc. führen. Genauso können Christen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, auch nicht mit innerer Kraft auf dem Kampffeld stehen! Dazu kommt, dass Christen, die etwas zu verbergen haben, vom Feind unter Druck gesetzt werden können und auch die Gemeinschaft, deren Zusammenhalt im geistlichen Kampf (nicht nur wegen der Fürbitte) wichtig ist, leidet. Nach 1. Joh. 1,7 haben Gotteskinder nur dann echte Gemeinschaft miteinander, wenn sie im Licht wandeln „wie Gott im Licht ist“! Gott ist ganz ohne Falsch – und so müssen wir auch sein, sonst „wanken“ wir und uns fehlt die innere Stärke und natürlich die Zeugniskraft, wenn wir unseren Glauben bezeugen wollen.
* Wahrheit ist das Erkennungszeichen eines Christen: Schauen wir uns mal den damaligen Militärgürtel der römischen Soldaten genauer an: Nichts charakterisierte den Soldatenstand mehr als der Gürtel. Diesen tragen zu dürfen war ein Vorrecht, zumal nur Soldaten diesen tragen durften. Er war zudem einer der meistverzierten Teile und quasi das Erkennungszeichen eines römischen Soldaten. So wie die Soldaten diesen Gürtel beständig und stolz trugen und dieser einen Soldaten charakterisierte, so muss auch für uns als Christen ein beständiges Leben in der Wahrheit charakteristisch sein!
Der „Gürtel der Wahrheit“ gibt uns also Halt und Sicherheit durch Gottes Wahrheit und auch wir selbst müssen danach trachten in dieser Wahrheit zu leben!
* Wahrheit soll alle Bereiche unseres Lebens umfassen: Unsere „Lenden“ sollen von Wahrheit umgeben sein und hier lohnt sich auch mal zu schauen, was die Bibel zu „Lenden“ sagt. So ist in 1. Mose 46,26 von Seelen, die aus Jakobs Lenden kamen, die Rede. Auch von Gideon wird in Richter 8,30 gesagt, dass 70 Söhne aus seinen Lenden hervorgingen, weil er viele Frauen hatte. Zeugungskraft und sexuelle Vitalität ist Männern nicht unwichtig und heute leben ganze Industriezweige von medikamentöser „Hilfe“ um die „Manneskraft“ zu stärken. Dass die Lende von Wahrheit umgürtet sein soll kann man daher auch so verstehen, dass alles, bis in unser sexuelles Leben, unter Gottes Herrschaft stehen muss und wir auch hier keine verborgenen Sünden im Leben dulden dürfen!

Welche Bedeutung hat der „Panzer der Gerechtigkeit“ (Eph. 6,14)?

>> Antwort: Panzer umgeben den zu Schützenden im Bereich der lebenswichtigen Organe und liegen ganz eng am Körper an. Ähnlich sieht es bei heutigen Panzerfahrzeugen aus, wo die Insassen auch wenig Bewegungsfreiheit haben. Eines ist allen Panzern gemein: Sie bilden die letzte Möglichkeit das Leben zu schützen und wehe, diese ist nicht ausreichend sicher! In 1. Könige 22,34 lesen wir z.B. dass ein Pfeil zwischen Trägerband und Panzer durchkam und den König tödlich verwundete. Wie wunderbar daher, dass wir bei Gottes Waffenrüstung wissen dürfen, dass sie jedem Angriff standhält!
* Den Panzer kann man nur von Gott erhalten: Laut Bibel ist es „Gerechtigkeit“, welche uns schützt! Da nur Gott absolut gerecht ist, kann auch nur Er einem diesen „Panzer der Gerechtigkeit“ verleihen – so wie die römischen Soldaten ihren Panzer bei ihrer Dienstverpflichtung erhielten und nicht selbst anfertigten. Gotteskinder, welche nach Buße durch Jesu Blut von allen Sünden gereinigt wurden, sind damit komplett von Gott gerechtfertigt worden! Satans Verklagungen (Off. 12,10) gehen ins Leere und wer sein Leben Jesus Christus unterstellt hat und Jesu Eigentum geworden ist, steht somit unter Jesu persönlichem Schutz. Deswegen sagte auch Jesus: „niemand wird sie aus meiner Hand reißen“! Mag man auch noch so versagen und auf dem Schlachtfeld am Boden liegen – dieser letzte Schutz ist vollkommen und Satan kann uns zwar verwunden, aber weder töten noch aus Jesu Hand reißen (Joh. 10,28)!
* Panzer immer komplett tragen: Wichtig ist es, den Panzer stets komplett und richtig zu tragen. Deswegen heißt es auch, dass dieser Panzer „angetan“ sein muss! Manch einem mag der geistliche Kampf zu hart sein und er „schwitzt“ und öffnet diesen Panzer um mehr kühlende Luft an den Körper zu lassen und „spielt mit der Sünde“. Dass dies hochgefährlich ist dürfte klar sein. Jesu Anspruch: „ganz oder gar nicht“ bezieht sich also auch hierauf (Off. 3,15)! Den Panzer kann man auch wieder komplett ausziehen, was aber bewusst durch Abfall geschehen muss (2. Tim. 4,10; Hebr. 6,6).
* Panzer muss intakt bleiben: So wie man einen Panzer in damaliger Zeit auch pflegen und reparieren musste, so auch im geistlichen: Sobald eine Sünde ins Leben kam, muss diese vor Jesus gebracht werden, um optimal geschützt zu bleiben! Jesus verdeutlichte dies mit der Fußwaschung (Joh. 13,10): Der ganze Leib ist rein, aber die Füße müssen trotzdem immer wieder von Jesus gereinigt werden um stets „gerechtfertigt“ zu sein. Und dann gilt es, danach zu trachten, auch Gerechtigkeit auszuüben (1. Joh. 2,29)!
* Der Panzer gibt geistliche Autorität: In Jesaja 59,16-17 finden wir eine Parallelstelle: „Gott legte Gerechtigkeit wie einen Panzer an“ und dann heißt es weiter, dass er „Rachegewänder“ anzog. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass Gott absolut gerecht ist d.h. Schuld kann nicht ungesühnt bleiben und es gibt eine „gerechte Rache“ – aber umgekehrt auch eine „gerechte“ Bewahrung vor mörderischen Angriffen auf von Jesus geheiligte Gotteskinder! Solange wir also gerechtfertigt in der Geisteswelt dastehen, kann uns Satan nicht töten. Dies erinnert wiederum an Apg. 19 wo durch Paulus Dämonen aus Menschen ausfuhren. Als aber 7 Söhne eines Hohenpriesters dasselbe tun wollten, sprach der Dämon: Jesus und Paulus kenne ich – aber wer seid ihr? – und dann sprang der Mensch, in dem dieser Dämon war, auf sie und überwältige sie, so dass sie entblößt und verwundet fliehen mussten. Die Frage ist also: Sind wir der Geisteswelt bekannt? Sind wir Eigentum Jesu und haben dadurch göttliche Autorität?

Warum und wozu sollen wir beschuht sein (Eph. 6,15)?

>> Antwort: * Wir brauchen Stiefel auf dem Weg der Nachfolge Jesu: Mit den Füßen stehen wir auf dem Boden, auf welchem sie uns zur Fortbewegung dienen. Wir hatten schon die Bedeutung des Untergrundes, auf dem man steht, betrachtet, dass dieser fest und letztlich Jesus Christus als „der Fels“ sein muss! Je nachdem wohin wir gehen, ziehen wir passende Schuhe an. Wir haben es im Glaubensleben mit einem schmalen Weg (Matth. 7,4), welcher auch als „Weg des Friedens“ (Lukas 1,7) und „Weg der Gerechtigkeit“ (2. Petrus 2,21) benannt ist, zu tun und welcher nicht leicht sondern oft steil und steinig ist. Entsprechend brauchen wir „festes Schuhwerk“ und keine Badelatschen! Die Stiefel der römischen Soldaten waren sehr gut gearbeitet und enthielten Stahlköpfe als Profil um optimalen festen Kontakt zum Untergrund zu bilden und somit ein gutes Laufen zu ermöglichen.
* Es sind „Friedens“-Stiefel: Was geistlich zwischen diesem Felsen Jesus Christus und uns bzw. unseren Füßen ist, ist die Schuhsole. Sehr wichtig ist daher der Zusatz im Bibelvers: „Frieden“. Diese Schuhsole trennt uns somit nicht von Gott sondern ist umgekehrt sogar das verbindende Glied des Friedens! In Römer 5,1 steht daher: „so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“. Das Evangelium von Jesus Christus bringt also Frieden und verbindet uns mit Gott!
* Beständiges Tragen der Stiefel: Dass wir ständig beschuht sein sollen bedeutet somit zum einen, selbst beständig im Frieden mit Gott zu sein, zum anderen weist uns der Bibeltext auf den Missionsauftrag hin, wo Jesus vom „gehen“ in alle Welt sprach (Markus 16,15). Zu beachten ist hier aber, dass zunächst die „Bereitschaft“ zur Verkündigung der Frohbotschaft gefordert ist. Dies hat auch seinen wichtigen Grund. Wer plötzlich aufbrechen muss und keine Stiefel an hat (3 bis 4 Minuten soll das Anlegen der Stiefel damals gedauert haben) kann schon sehr bald durch Dornen oder scharfe Steine etc. verletzt und am Weitergehen gehindert sein. Es gilt also stets bereit zu sein. Dies erinnert an 1. Petrus 3,15: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft über die Hoffnung in euch fordert“. Es fängt schon damit an, dass man Gelegenheit hätte ein Traktat auszulegen oder jemanden bei einem Gespräch mitzugeben. Wer nicht vorbereitet ist und solche dabei hat, gleicht dem törichten, unbeschuhten Soldaten, der sich nun den Fuß am spitzen Stein aufgeschnitten hat und nicht weiter marschieren kann. Aber auch innerlich müssen wir, wie schon erwähnt, selbst im Friedens-Kontakt mit Gott stehen d.h. keine Sünde darf uns von Gott trennen (Jesaja 59,2).
* Man kann mit Stiefeln zutreten: Ein interessanter Gesichtspunkt ist auch, dass die nach außen mit Nägelköpfen versehenen Schuhsolen auch zum zutreten geeignet waren und somit verletzen konnten. Und in der Tat „trifft“ die Froh-Botschaft auch Menschen ins Herz, welche mitunter zornig werden, weil sie sich bedrängt fühlen – schließlich deckt die Froh-Botschaft auch damit die von Gott trennende Sünde auf, von welcher wir befreit werden müssen!
* Es müssen passende Stiefel sein: Wie auch bei allen festen Schuhen müssen diese Stiefel „eingelaufen“ sein und nicht nur in der Ecke stehen um irgendwann Verwendung zu finden. Es gilt also, die passenden Stiefel auch beständig zu tragen! Welche Schuhgröße hat aber nun jeder? Die Bibel spricht von unterschiedlichen Gaben, so kann einer die Gabe haben direkt mit Menschen zu sprechen, ein anderer aber organisiert, wieder andere erstellen Traktate und stellen sie zur Verfügung (1. Kor. 12,4). Gotteskinder haben somit in Größe und Beschaffenheit etwas unterschiedliche Stiefel. Trotzdem gilt aber jedem Gläubigen die erwähnte Petrus-Stelle, allezeit jedem der fragt seinen Glauben bezeugen zu können – in diesem Punkt sind alle geistlichen Stiefel identisch!
* Die Stiefel schützen: Wie wir schon betrachtet haben, besteht akute Verletzungsgefahr ohne Stiefel. Aber auch wenn man keine passenden Stiefel trägt besteht Gefahr Blasen zu bekommen oder nicht richtig laufen zu können. Beim heutigen Militär wird darauf hingewiesen auf die Füße zu achten, denn wenn man Blasen bekommt und nicht mehr richtig laufen kann ist es mit einem „aus“! Wer also passende Stiefel beständig trägt und darin geübt ist, schütz sich auch selbst! Diesen Gedanken kann man noch weiter verfolgen: Wir sind Botschafter (Herolde) an Christi Statt, welche zum Frieden/Versöhnung mit Gott aufrufen (2. Kor. 5,20), durch welche Gott ermahnt. Wer zum Herold bestimmt war und losging trat somit in der Autorität des Königs auf. Auch wir, wenn wir wirklich demütig und biblisch leben, haben gerade in dieser Position als Botschafter Jesu eine gewisse göttliche Autorität und werden von manchen Mitmenschen mit Respekt behandelt (natürlich gibt es aber auch deswegen Feindschaft gegen uns; Matth. 10,36; d.h. es führt letztlich zur Trennung für und gegen Gott; Matth. 3,12).

Welche Bedeutung hat das „Schild des Glaubens“ (Eph. 6,16)?

>> Antwort: * Hält Angriffe auf Distanz: Während ein Panzer (Kettenhemd etc.) unmittelbar am Körper in letzter Instanz Hiebe abhält, aber durchaus blaue Flecken die Folge sein können, hält ein Schild Hiebe und Geschosse bereits auf etwas Distanz ab. Da es sich mitunter sogar um „feurige Pfeile“ handelt (siehe Jesaja 50, 11), ist es noch wichtiger diese mit Distanz zu stoppen und nicht erst bis zum Panzer durchdringen zu lassen! Gotteskinder werden oft mit „feurigen Worten“ beschossen, weswegen man bei den feurigen Pfeilen auch an die „feurige Zunge“ (Jakobus 3,5-6) denken kann, welche schlimmen Schaden anrichten kann! Auch hier gilt es sich nicht durch Worte irritieren zu lassen, sondern hinter dem Schild des Glaubens Schutz zu suchen!
* Schützt den ganzen Leib: Vergleicht man Panzer und Schild wird noch etwas deutlich: Der Panzer römischer Soldaten bedeckte lebensnotwendige Organe, nicht aber Beine, Arme etc. Die Schilder waren so groß (bis zu 130 cm hoch und 70 cm breit), dass der Soldat fast komplett dahinter geschützt war! Deswegen wird dieser wichtige „Komplett-Schutz“ mit „vor allen Dingen aber…“ eingeleitet! Der Glaube schützt somit komplett vor Verwundungen und wer den Schild des Glaubens wirklich vollständig in Anspruch nimmt, bleibt komplett unversehrt! Man mag innerlich Angst haben, aber solange man diese Angst überwindet und sich im Glauben an Gottes Verheißungen wie an einem schützenden Schild (trotz aller Schläge dagegen) festhält, dann ist man optimal geschützt!
* Gegenseitigen Schutz bietend: Ein Schild kann auch anderen Glaubensgeschwistern eine gewisse Hilfe sein, welche sich ebenfalls hinter unserem Schild stückweise verbergen. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die Römer die legendäre Schildkrötenformation nutzten: Die Soldaten stellten sich mit ihren Schildern so zusammen, dass die rechteckigen Schilder bündig nebeneinander und über den Köpfen positioniert waren und quasi eine einzige Schilderfläche bildeten. Damit hatte der Feind es schwer in die schmalen Schlitze zwischen den Schildern Pfeile und Spieße zu schießen. Umgekehrt konnten die Soldaten das Schwert noch zwischen den Schlitzen gebrauchen. Dies ist ein gutes Bild, wie wichtig die Gemeinschaft von Gotteskindern ist, welche füreinander beten und sich gegenseitig „schützen“. Darum sagte Jesus auch in Matth. 16,18: „Die Pforten der Hölle werden meine Gemeinde nicht überwinden“.
* Gemeinschaft mit Gott schützt weil Gott selbst unser Schild ist: So wie zu Beginn der Vorstellung der Waffenrüstung darauf hingewiesen wurde, dass wir nur in der Kraft von Gottes Stärke kämpfen können, so lesen wir auch an verschiedenen Stellen der Bibel Gottes Zusage: „Ich bin dein Schild“ (1. Mose 15,1), „der HERR, der deiner Hilfe Schild ist“ (5. Mose 33,29), „Gott ist mein Hort und mein Schild“ (2. Samuel 22,3) usw. Durchweg ist es Gott selbst, welcher uns wie ein Schild vor selbst feurigen Pfeilen schützt! Gott stellt uns also kein von ihm losgelöstes Schild zur Verfügung, sondern Er selbst ist höchstpersönlich unser Schutzschild, womit deutlich wird: Wir müssen unbedingt die Nähe Gottes suchen! Gott hat den Menschen zur Gemeinschaft mit Ihm geschaffen und hier zeigt sich zudem der Schutz den diese Gemeinschaft bietet: Wie ein kleines Kind am Rockzipfel der Mutter Schutz und Geborgenheit findet, so auch wir in Gottes Nähe!
* Glauben ist nötig um unter Gottes Schutz zu stehen: So wie Glaube heilsnotwenig ist (Joh. 3,36; Hebr. 11,6), so müssen wir Gott auch wirklich vertrauen und dürfen nicht ängstlich zweifeln! Daher heißt es: „Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen“ (Psalm 18,31). Auch heißt es in Psalm 91,1-2: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“ In diesem Bibelvers wird überdeutlich: Gott selbst ist Schild und Schutz, aber wir müssen bei ihm „bleiben“ und auf ihn „hoffen“! So lesen wir auch in 1. Petrus 1,5, dass wir durch den Glauben bewahrt werden. Das deutsche Wort „Glauben“ geht auf Lehensnehmer zurück, die sich einem Lehensherrn „angelobten“, womit verbunden war, diesem treu nach dessen Weisung zu dienen, aber umgekehrt Anspruch zu haben, vollumfänglich versorgt zu werden. Daher sagte Jesus auch, dass wir zuerst nach Gottes Reich trachten sollen – und er uns dann alles was wir benötigen „zufallen“ lassen wird (Matth. 6,33). Ganz praktisch sehen wir dies im Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an Gott…“ und daran halten wir uns fest, auch wenn wir angefochten sind. Gerade in den Psalmen wird dies deutlich, wo sich der Psalmist mit Rufen wie „Hilf mir, o HERR“ (Psalm 109,26) an Gott „festklammert“ und bei Ihm Hilfe sucht – und findet!
* Wir müssen uns zu Jesus bekennen: Auf dem Schild befand sich früher auch ein Wappen womit die Zugehörigkeit erkennbar war. Kaiser Konstantin soll im Jahr 312 n. Chr. unter dem Zeichen des Kreuzes gesiegt haben. Dies verdeutlicht sehr schön was Glaube bedeutet: Für alle sichtbar leben wir für Jesus Christus. Wenn wir Wappen und Schild gar als Einheit betrachten, kann man sogar sagen: Wir stehen nur unter Gottes Schutz wenn wir uns als Christen outen! Daher spricht auch Paulus in Römer 1,16 von Gotteskraft im Zusammenhang mit dem Mut, zum Evangelium zu stehen.
* Notwendigkeit Glauben dauerhaft zu bewahren: Zum Glauben zu stehen ist nicht immer leicht und selbst im eigenen Haus bringt es mitunter Feindschaft mit sich (Matth. 10,36). Glaube muss sich daher bewähren und bedarf einiger Anstrengung – genauso, wie das römische Schild mit seinen bis zu 10 kg Gewicht zu tragen nicht einfach war! War der Feind zu mächtig und die römischen Soldaten flohen, warfen sie das Schild wegen des Gewichts als erstes weg – was als Schmach und Zeichen der Niederlage galt. Auch Christen neigen dazu das Schild des Glaubens bei Nöten wegzuwerfen anstatt diesen gerade als Schutz zu nutzen, dabei heißt es in 1. Joh. 5,4, dass unser Glaube der Sieg ist, der die Welt überwunden hat! Daher spricht auch Paulus voll Freude, dass er trotz aller Nöte den Lauf nicht nur vollendet und den guten Kampf des Glaubens immer gekämpft hat, sondern auch, „den Glauben bewahrt“ hatte (2. Tim. 4,7)

Welche Bedeutung hat der „Helm des Heils“ (Eph. 6,17)?

>> Antwort: * Der Kopf (Verstand) muss geschützt werden: Ein Helm schützt den Kopf, ähnlich wie der Panzer die Organe schütz. Im Kopf sitzt vor allem der Verstand und das Denken. Ebenfalls sind dort den Verstand dienliche Hilfsmittel: Kommunikationsmittel zum Hören und Sprechen sowie Sinne für die Wahrnehmung (Augen, Ohren, Nase, Zunge mit Geschmacksnerven). Man könnte den Kopf auch als „Leitstand“ des Körpers bezeichnen. Schon relativ leichte Schläge gegen den Kopf machen einen Menschen orientierungslos und starke Schläge können ihn töten, weswegen nicht nur Motorradfahrer einen Helm tragen sollen. Der Kopf ist also unbedingt gut zu schützen! Für Satan bedeutet das somit: Trifft er das Bein, mag man humpeln, trifft er aber den Kopf (Verstand) so hat er bereits gewonnen! Ein Beispiel ist die Evolutionstheorie, an welchem sich der Verstand mancher Weltmenschen klammert: Wenn alles durch „Zufall“ entstanden ist, gibt es keinen Gott und jede Überlegung an Seelenheil usw. wäre Unsinn!
* Dass Gott unser Heil ist gibt uns Halt und Zuversicht: Der Verstand braucht etwas verlässliches, logisches und sucht nach Sicherheiten (im Gegensatz zum Herzen, welches Vertrauenswürdigkeiten prüft und „glaubt“). In Joh. 1,12 finden wir die Verheißung, dass jeder der Jesus Christus als HERRN im Glauben aufnimmt, ein Gotteskind ist und in Apg. 4,12 steht, dass in Jesus das Heil zu finden ist und in Römer 8,35 wird klar gestellt, dass uns nichts von Jesu Liebe (und damit dem Heil in Jesus) scheiden kann. Psalm 68,20 fasst es zusammen: „Gott ist unser Heil!“.
* Heilsgewissheit gibt Zuversicht im Kampf: Nicht ohne Grund spricht man von „Heilsgewissheit“, welches wahre Gotteskinder haben, denn nur auf dieser Grundlage lässt sich wirklich kämpfen! So spricht David in Psalm 21,2 vom HERRN, welcher sein Licht und Heil ist – und weil dies so ist, kann er auch sagen: „vor wem sollte ich mich fürchten!“. In Psalm 62,7 wird das Heil in Gott zusammen mit einer „sicherer Burg“ erwähnt und Jesaja 12,2 spricht vom Vertrauen in Gottes Heil. In Lukas 2,30 wird konkret von Jesus Christus als „Gottes Heil“ gesprochen und in Apg. 4,12, dass nur in Jesus alleine das Heil zu finden ist, zu welchem man durch Buße gelangt (2. Kor. 7,10). Beachtenswert sind Psalm 62,8 und 65,6 mit den einleitenden Worten, dass Gott unser Heil ist, wobei auf dieser Grundlage aufbauend dann auch Gott unsere Stärke und Zuversicht ist.
* Gottes Wort gibt Handlungssicherheit: Bekehrte, wiedergeborene Gotteskinder haben ewiges Heil in Jesus Christus als wissentliche Grundlage, an dem sich unser Verstand festhalten kann und auf dessen Grundlage alle Verheißungen der Bibel im Glaubenskampf in Anspruch genommen werden können! Nicht ohne Grund wird Helm wie auch Schwert im Zusammenhang mit dem Wort Gottes erwähnt! Bei Jesu Versuchung in Matth. 4 widersteht Jesus mit Gottes Geboten, woran wir erkennen, welchen Schutz wird darin haben. Dies zeigt auch, dass wir uns beim Glaubensgehorsam nicht von Gefühlen (wie fühle ich gerade) sondern dem Verstand auf Grundlage der Bibel leiten lassen sollen: „Es steht geschrieben!“. Wichtig ist daher, sich im Wort Gottes gut auszukennen!

Welche Bedeutung hat das „Schwert des Geistes“ (Eph. 6,17)?

>> Antwort: * Wir brauchen eine Waffe um Satan in die Flucht zu schlagen: Bisher hatten wir im Grunde nur Teile der geistlichen Waffenrüstung betrachtet, die letztlich nur dem Schutz des Soldaten dienen. Soldaten werden aber eingesetzt um Land zu erobern oder feindliche Angriffe abzuwehren. In beiden Fällen geht es darum den Feind niederzuringen oder zumindest in die Flucht zu schlagen. Die Verse 11 bis 13 sprechen von Angriffen Satans und dass wir Widerstand leisten und dass Feld behalten sollen. In diesem Bibelabschnitt geht es somit um Widerstand (nicht um Angriff unter göttlichem Auftrag im okkulten Bereich – dafür hatten die römischen Soldaten zusätzliche große Gerätschaften und Schiffe usw.). Mit dem „Schwert des Geistes“ gibt uns Gott nun eine Waffe in die Hand um letztlich Satan und Seine Mächte in die Flucht zu schlagen.
* Gottes Wort ist die helfende Waffe: Wir sahen bereits, dass Jesus Christus den Versuchungen Satans mit Bibelworten widerstand (Matth. 4), wobei er bei allen 3 Versuchungen mit „es steht geschrieben“, bzw. als Satan selbst mit einem Bibelwort kam mit „wiederum steht geschrieben“, antwortete. Interessanterweise befahl Jesus erst bei der letzten Versuchung: „Weg mit dir, Satan!“. Da Jesus Christus selbst von der Notwendigkeit von Versuchungen sprach (Matth. 18,7; Lukas 22,31), damit wir diese „erdulden“ und uns „bewähren“ können (Jakobus 1,12), mutet es so an, dass Jesus genau 3 Prüfungen hier zu durchstehen hatte. Wir müssen also auch mit (begrenzten) Anfechtungen rechnen und uns in diesen „bewähren“! Wie Jesus Christus gilt es, sich dann am Wort Gottes festzuklammern, wobei wir aber Jesus Christus im Gebet um Hilfe anflehen dürfen. In Psalm 43,1 lesen wir beispielsweise: „Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meine Sache …“ und in Psalm 119,154: „Herr, steh mir bei und sorge für mein Recht! Errette mich, wie du versprochen hast!“. Zu beachten ist, dass wir nicht direkt gegen Satan angehen sollten, als könnten wir ihm selbst etwas vorschreiben. In Judas 1,9 lesen wir daher: „Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!“. Es gilt immer Gott um Hilfe zu bitten oder Bibelworte „Nein, denn es steht geschrieben …“ aufzuführen. Dies gilt letztlich bei inneren Anfechtungen genauso wie bei Menschen, welche uns geistlich angreifen.
* Wir sollen uns nicht nur verteidigen, sondern auch angreifen: Je nachdem wie uns Gottes Geist leitet sollen wir treue Zeugen des Wortes Gottes sein und mit Bibelworten parieren. Behauptet z.B. jemand uns gegenüber, dass die Welt durch Zufall entstanden ist, dann sollen wir durchaus klarstellen, dass die Bibel etwas Anderes sagt und möglichst passende Bibelstellen bzw. deren Sinn / Inhalt dazu anführen.
* Gottes Wort wirkt für sich: In Hebr. 4,12 lesen wir, dass Gottes Wort „lebt“ d.h. von sich auswirkt, aber auch, dass es kräftig ist und vor allem geistliche und fleischliche Gedanken „trennt“. Bei nach Gott fragenden Menschen kann dies durchaus Sehnsucht Gott zu finden auslösen, wobei es bei verstockten Herzen die fleischliche Sichtweise offenbart.
* Gottes Wort richtet: Jesus sagte über diejenigen, die Gottes Wort ablehnen, dass exakt dieses Wort sie einst richten wird (Joh. 12,48)! Es ist also keine Kleinigkeit Bibelworte zu verwerfen! So beobachtet man Menschen, die Gottes Wort verwerfen, aber auch solche, die es zumindest stehen lassen und eine gewisse Scheu haben etwas dagegen zu sagen.
* Gottes Wort ist wie ein Schwert: Schwerter wurden aus mehreren Schichten Eisen zusammen geschmiedet um Stabilität zu bekommen – wie auch Gottes Wort aus mehreren Büchern besteht (ähnlich, wie auch die Gemeinde ein Leib mit vielen Gliedern ist). Dann wurde das Eisen (nur) außen gehärtet um nicht so schnell stumpf zu werden und doch noch biegsam und damit langlebig zu sein – und Gottes Wort ist ganz besonders langlebig: Es ist sogar ewig gültig! Das Eisen des Schwertes fängt zu rosten an und muss gepflegt werden um es benutzen zu können. Genauso muss man sich auch regelmäßig mit Gottes Wort beschäftigen! Ähnlich ist es mit dem Training: Das Kämpfen mit dem Schwert muss immer wieder trainiert werden – ähnlich dem regelmäßigen Gebrauch des Wortes Gottes.

Was hat „Wachen“ mit dem geistlichen Kampf zu tun (Eph. 6,18)?

>> Antwort: Kämpfen ist das Eine, aber wenn gerade kein Kampf tobt muss man auf der Hut sein um nicht unversehens überrumpelt und womöglich im Schlaf getötet zu werden! Deswegen ist es üblich und notwendig, dass bei einer Gruppe Soldaten – egal ob in der Kaserne oder auf dem Feld – Einige nachts Wache halten! Dabei sind alle Sinne gefordert: Verdächtige Geräusche oder Lichter müssen analysiert und ggf. sogar Alarm gegeben werden. Damit man schnellstmöglich zur Abwehr bereit ist gibt es Alarmbereitschaftsstufen: Umso mehr man mit einem Angriff rechnet, umso schneller muss man bereit sein zurück zu schlagen.
In Bezug auf Jesu Kommen haben wir eine ganz besondere Ermahnung: Wacht, da ihr Zeit und Stunde der Entrückung nicht kennt (Matth. 24,42 + 25,13; Lukas 21,36 usw.)! Teilweise wird das „Wachen“ noch um das „Beten“ ergänzt (Markus 13,33) und in Off. 16,15 spricht Jesus ein „bewahren der (weißen) Kleider“ an d.h. dass man keine Sündenflecken duldet. Dies deckt sich mit Jesu Endzeitrede über sein Kommen mit dem Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen: Geistliche Bereitschaft, wobei der heilige Geist vollen Raum in unserem Leben haben muss (und Sünde trennt bekanntlich von Gott und der heilige Geist kann nicht voll wirksam in uns sein). Jesu Aufruf zum „wachen“ muss also so verstanden werden, über sein Glaubensleben zu wachen und Gott um Hilfe und Gnade zu bitten, dass man auf Jesus Christus sieht und Ihm treu mit brennendem, liebenden Herzen folgt! Hierzu passt Jesu Aufruf in Matth. 26,41: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Wir haben ein träges, schwaches, müdes Fleisch, welches zudem anfällig für Begierden ist – hier gilt es zu wachen und sich möglichst Versuchungen erst gar nicht auszusetzen. Hiob sprach z.B. vom „Bund mit seinen Augen“ nicht lüstern nach fremden Frauen zu blicken. Jeder weiß ja, wo seine Schwachpunkte sind. Hier gilt es zu „wachen“ und Gefahren auszuweichen und jederzeit „kampfbereit“ zu sein um notfalls aktiv dagegen vorzugehen!
Das Gegenteil von „wachen“ spricht Jesus aber auch an: das „Schlafen“ (Markus 13,36). In Bezug auf sein Kommen erwartet Jesus, dass wir nicht (geistlich) schlafen, sondern bereit sind Ihm sofort die Tür zu öffnen bzw. direkt mit Freude bei der Entrückung „aufzuspringen“ und uns letztlich innerlich nach dieser Stunde beständig zu sehnen. Hier ist auch wiederum Jesu Warnung wichtig, dass wir uns nicht mit Sorgen beschweren oder gar irgendwie angesichts der Ängste „betäuben“, weil Sein Kommen schnell wie ein „Fallstrick“ erfolgen wird (Lukas 31,34-35). Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass zu der Zeit von Jesu Kommen weltweite große Krisen herrschen und Ängste geschürt werden (Zwangsimpfung, Bargeldabschaffung, Chippen etc.), von denen auch Gotteskinder nicht verschont sind.
Im Bezug auf die geistliche Waffenrüstung bzw. den geistlichen Kampf ist vorrangig die Fürbitte gemeint, dass man im Gebet „dran bleibt“ und nicht nachlässt! Kampf ist Arbeit - und somit auch das „beharrliche Flehen“. Wie schon beim „Schild des Glaubens“ und der „Schildkrötenformation“ gesehen, sollen sich Gotteskinder gegenseitig helfen – und dies erfolgt neben praktischen Handreichungen, finanzieller Unterstützung wo nötig, Seelsorge etc. vor allem über Gottes Thron gehend mit Fürbitte! Hierin zeigt sich auch die Erfüllung von Gottes oberstem Gebot der Nächstenliebe, gerade auch den Glaubensgeschwistern gegenüber (1. Joh. 4,21; Galater 6,10)!

Warum ist das Gebet abschließend erwähnt (Eph. 6,18-20)?

>> Antwort: Nach der Auflistung aller Bestandteile der geistlichen Waffenrüstung führt Paulus nun abschließend einen weiteren Abschnitt auf: Die Fürbitte!
Bisher lasen wir im Kern, dass wir Gottes Hilfe brauchen und Gott selbst alles für uns ist: Gottes Kraft (nicht unsere) muss wirken, Gottes Heil schützt (Helm), Gott selbst ist unser Schild des Glaubens usw. Selbst beim Schwert ist es Gott selbst der uns durch sein Wort verbindliche Hilfe gibt, jedoch sollen wir hier auch Bibelverse, wo benötigt, anbringen und auch evangelistisch „gestiefelt“ sein. Alles zielt auf „Bereitschaft“ bzw. die rechte geistliche Ausrichtung hin, was ja auch zu Anfang gesagt wurde: Um an „bösen Tagen“ Satans Mächten Widerstand zu leisten.
Nun wird uns erstmals eine dauerhafte, tägliche Aufgabe vorgetragen, nachdem wir auf „Kampfbereitschaft“ eingestellt wurden: der beständige Gebetskampf in Form von geistlicher(!) „flehendlicher“ Fürbitte! Und in der Tat ist diese Reihenfolge genau richtig: Wahre Fürbitte ist nicht nur schwere Arbeit, sondern wir müssen „in Geist und Wahrheit“ beten (Joh. 4,24) und die Bestandteile der „geistlichen Waffenrüstung“ sind auch für das Gebet nötig. Ohne Gotteskindschaft und damit Heil und Gerechtigkeit in Gott, Glauben, Nächstenliebe mit evangelistischer Ausrichtung und der Liebe zu Gottes Wort, geht es nicht! Nur wahre, geistliche, wiedergeborene Gotteskinder haben freien Zugang zu Gottes Thron und können im Gebetskampf mit Jesus dämonisch besetzte Festungen einnehmen! So wie Paulus hier um Fürbitte für ihn und „alle Heiligen“ bittet, so bittet er auch in Römer 15,30 die Geschwister darum, „dass ihr mir kämpfen helft und für mich zu Gott betet“. In diesem Abschlussabschnitt zur geistlichen Waffenrüstung wird Paulus sogar konkret: Dass ihm das Wort gegeben werde um das „Geheimnis“ des Evangeliums freimütig zu verkündigen! Wenn man bedenkt, dass Paulus von Jesus als „Verkündiger und Apostel und Lehrer der Heiden“ eingesetzt wurde (2. Tim. 1,1) und trotzdem Fürbitte für die „passenden Worte“ und um „Angstlosigkeit/Freimut“ bittet, wie viel mehr brauchen wir Gebetsunterstützung von Geschwistern im Dienst für Gott!!! Fürbitte dürfte man wohl als die edelste und wichtigste Form der geschwisterlichen Nächstenliebe sehen!
Abschlussworte haben meist ein besonderes Gewicht und dass die Fürbitte am Ende der geistlichen Waffenrüstung steht, zeigt uns auch dessen Gewichtung! Im Grunde kann man die Fürbitte als das „große Ziel“ betrachten um was es vornehmlich geht, wozu aber zwangsläufig die zuvor erwähnte geistliche Waffenrüstung unabdingbar ist. Wenn man also nicht viel aus dieser ganzen Ausarbeitung mitnehmen sollte: Wenn man gewillt ist von nun an ein tiefes Gebetsleben zu führen, dann wird die geistliche Waffenrüstung zwangsläufig ein Thema sein, weil Heil, Glaube und vor allem die Macht Gottes, welcher alles in allem ist (1. Kor. 15,28; Eph. 1,23), die Grundlage bilden!

Was können wir zusammenfassend sagen, wie zu kämpfen ist?

>> Antwort: Wir hatten zuletzt das „beharrliche“ Fürbittegebet betrachtet, welches bei der bildlichen Darstellung der geistlichen Waffenrüstung nicht direkt enthalte war, aber im Grund das geistliche Soldatenleben ausmacht – schließlich trägt der Soldat die Waffenrüstung nicht (nur) für Paraden, sondern um damit einen Dienstzweck erfüllen zu können: Zu Kämpfen, was bei Gotteskindern vor allem im Gebet erfolgt!
Wer selbst zum evangelisieren „gestiefelt“ ist und das Heil, dass er in Jesus fand, anderen mitteilen will, wird auch Geschwister in diesem Dienst in der Fürbitte unterstützen! Und die Schildkrötenformation ist bereits ein deutlicher Hinweis auf das „zusammenstehen im Kampf“. Zudem rücken Soldaten immer nur zusammen als größere Kompanie und nicht einzeln aus! Man kann gar sagen, dass Soldaten letztlich immer nur in Gemeinschaft effektiv sein können (selbst wenn sie mal kurzzeitig getrennt sind wegen Späher-Dienst, Botendienst etc.)! Ein Glaubensbruder stellte mal den geistlichen Kampf in 3 etwas anderen Bildern mit dem verbindenden „unser“ dar: „Unser Gebet ist unser Schwert, unser Glaube ist unsere Rüstung und unser Heerführer ist Jesus Christus“. Wir brauchen einander und selbst Paulus forderte Fürbitte ein, zumal er vorne im Kampf stand. Dabei ist auch an die heutige Kriegsführung zu denken, wobei die Versorgungsgruppe größer als die kämpfende Gruppe ist - und genauso muss die Gemeinde für ihre Leiter, Missionare, Lehrer etc. beten, zumal in jedem Krieg zuerst auf die „Köpfe“ geschossen wird, weil dadurch der größte Schaden angerichtet werden kann!
Schauen wir aber noch mal darauf, was für jedes einzelne Gotteskind wichtig ist:
Die ganze Bibel wimmelt nur so von Gottes Zusagen zur Hilfe (Psalm 7,11 + 34,19), Rettung (Psalm 91,3) und Bewahrung (Psalm 32,7 + 145,20; 1. Samuel 2,9), dass man sie gar nicht alle aufführen kann. Wie wir sahen kommen alle Teile der geistlichen Waffenrüstung von Gott selbst und somit kann man zusammenfassend sagen:
Auf den engen Kontakt mit Gott kommt es an, wozu vor allem die Liebe (Markus 12,30), aber auch kindliche Demut (Jakobus 4,6) und Glaubensgehorsam (Römer 1,5) gehören. In dieser Stellung können wir „Abba, lieber Vater“ zu Gott sagen (Römer 8,15), als Gotteskinder bei Ihm behütet und bewahrt sein (Psalm 91), brauchen uns nicht zu fürchten (Lukas 12,7) und können Großes von Ihm in Jesu Namen erbitten (Joh. 14,13).
Römer 12,12 fast es wunderbar zusammen: „Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet!“. Lasst uns also Kämpfer im Gebet sein und an Psalm 50,15 „rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren“ sowie an Psalm 33,3 denken: „Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.“


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