Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 12.08.2020
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Fürchtet euch nicht!

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Fürchtet euch nicht!



Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der Herr und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der Herr Zebaoth, nach dem Wort, das ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt; und mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!

Haggai 2, 4. 5


Heute sind in verschiedenen Bundesländern Landtagswahlen. Für viele Parteien, die ihre Macht im Schwinden sehen, wird das zu einer Zitterpartie. Die Wähler selbst wissen nicht mehr was sie glauben sollen. Zu widersprüchlich ist das, was sie von den Politikern zu hören bekommen, die heute so und morgen anders reden, wobei der Eindruck entsteht, das im Einzelfall ein Realitätsverlust vorliegt.

Ein Gotteswort wie zu Zeiten des Propheten Haggai täte uns gut. Aber das wurde ja schon vor langer Zeit dem Volk Israel bzw. den bedrängten Juden zugesprochen und nicht uns.

Aber weil es dem Wesen Gottes entspricht zu heilen und alle Dinge zum Besten zu wenden, dürfen wir das Prophetenwort auch für uns gelten lassen, insbesondere deshalb, weil wir als Christen ebenfalls zum Volk Gottes gehören und Gott uns in Jesus Christus ebenfalls Zusagen gemacht hat.

Das Volk Israel, bzw. die Juden hatten Gottes Zusagen im Zusammenhang mit der Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten. Wir haben speziell die Zusagen, die uns Gott in Jesus Christus macht und da finden wir im Neuen Testament eine Reihe von Verheißungen, angefangen bei der Bewahrung durch unseren Herrn Jesus Christus, der alle Tage bei uns ist, bis hin zur Auferstehung und Neuschöpfung Gottes.

Wenn wir darauf unser Vertrauen setzen und dabei Vergängliches von Unvergänglichen unterscheiden und dem Vergänglichen keine absolute Priorität einräumen, weil wir wissen, dass Gott, dem kein Ding unmöglich ist, im Regiment sitzt, können wir die Dinge viel gelassener sehen.

Konzeptionslosigkeit, Ratlosigkeit, Wankelmut, Realitätsverlust, kaschiert mit vollmundigen Sprüchen und hohlen Phrasen sollten nicht die Merkmale von Christen sein.

Als Christen sollen wir fest stehen und klare Linien verfolgen, wobei es nie darum gehen kann, sich beliebt zu machen indem man Menschen gefallen will um dabei kurzsichtig am jeweils Vordergründigen hängen zu bleiben.

Der Geist Gottes schenkt Durchblick und Weitblick. Wenn wir Gott vertrauen und mit ihm rechnen, ihm unsere Probleme anbefehlen, im Gebet Verbindung mit ihm halten, dann tun sich Türen und Wege auf.

Der heutige Vers 4 soll nicht nur trösten, sondern ruft auch zur Arbeit auf. Als Christen ziehen wir uns nicht zurück, sondern wirken tätig als Salz und Licht in die Welt hinein. Christen machen Mut und verbreiten Hoffnung. Das ist etwas anderes als Zweckoptimismus und Durchhalteparolen.

Wir wollen Gott bitten, dass er uns zum Wollen das Vollbringen schenkt.


Jörgen Bauer




In allen meinen Taten
lass ich den Höchsten raten,
der alles kann und hat;
er muss zu allen Dingen,
solls anders wohl gelingen,
mir selber geben Rat und Tat.

Nichts ist es spät und frühe
um alle meine Mühe,
mein Sorgen ist umsonst;
er mags mit meinen Sachen
nach seinem Willen machen,
ich stells in seine Vatergunst.

Es kann mir nichts geschehen,
als was er hat ersehen
und was mir selig ist.
Ich nehm es, wie ers gibet;
was ihm von mir beliebet,
dasselbe hab auch ich erkiest.

Ich traue seiner Gnaden,
die mich vor allem Schaden,
vor allem Übel schützt;
leb ich nach seinen Sätzen,
so wird mich nichts verletzen,
nichts fehlen, was mir ewig nützt.

Er wolle meiner Sünden
in Gnaden mich entbinden,
durchstreichen meine Schuld;
er wird auf solch Verbrechen
nicht stracks das Urteil sprechen
und haben noch mit mir Geduld.

Ihm hab ich mich ergeben
zu sterben und zu leben,
sobald er mir gebeut;
es sei heut oder morgen,
dafür lass ich ihn sorgen,
er weiß allein die rechte Zeit.

So sei nun, Seele, deine
und traue dem alleine,
der dich geschaffen hat.
Es gehe, wie es gehe,
dein Vater in der Höhe,
der weiß zu allen Sachen Rat.


(Lied ' In allen meinen Taten lass ich den Höchsten raten ', Paul Flemming (1609 - 1640) )




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