Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 18.09.2019
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Erst denken, dann handeln!

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Erst denken, dann handeln!



Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen, damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann´s nicht ausführen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn zu spotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann´ nicht ausführen?

Lukas 14, 28 - 30


Biblische Aussagen haben oftmals zwei oder auch mehrere Ebenen.

In den heutigen Versen geht es um die Nachfolge Christi, die sehr belastend sein kann, weshalb man vorher prüfen soll, ob man über ausreichend Kraft für die Nachfolge verfügt.

Hier muss sich jeder eingestehen, dass er aus sich heraus, diese Kraft nicht hat. Er kann nur dann in die Nachfolge treten, wenn er sich ständig mit der Kraft aus der Höhe füllen lässt, also zusammen mit Jesus seinen Glaubensweg geht, nachdem er zuvor in Jesus Christus seinen Grund gefunden hat.

Die andere Ebene ist die, dass das Gleichnis Jesu auch für das gewöhnliche Leben gilt. Es wäre gröblich unvernünftig und unverantwortlich, sich auf eine unüberschaubare Sache einzulassen, deren Folgen und Kosten überhaupt nicht absehbar sind, wobei ich an die gegenwärtige Flüchtlingskrise denke.

Da bei Gott kein Ding unmöglich ist - und der Glaube Berge versetzen kann – könnte Gott auch hier Möglichkeiten schaffen und Veränderungen herbeiführen, die wir uns derzeit nicht im geringsten vorstellen können, aber alle Probleme lösen würden. Gott hat für alles und jederzeit die richtige Lösung bereit.

Aber rechnet man denn mit Gott? Man fragt nicht nach Gott sondern verlässt sich nur auf die eigenen Möglichkeiten.

Und derzeit ist da nur ein großes Chaos wahrnehmbar, in dem zum Teil völlig unkontrolliert massenhaft Fremde in unser Land strömen, so, als wenn es ein herrenloses Land wäre das nur darauf wartet von den Ankömmlingen in Besitz genommen zu werden.

In maßloser Selbstüberschätzung werden in aller Welt, verstärkt durch eine einseitige und schöngefärbte Berichterstattung in den Medien, Willkommensbotschaften verbreitet und damit eine zusätzliche Sogwirkung erzeugt, die sogar Länder erreicht in denen überhaupt keine Notlage besteht. Aber warum sollte man die überaus komfortablen deutschen Angebote nicht nutzen?

Wer Menschen durch falsche Versprechungen zu oftmals tödlichen “Reiseabenteuern” verführt, wird mitschuldig an deren Tod.

Dass Menschen in einer unüberschaubaren Menge ins Land kommen ist nur die eine Seite, die andere ist die, dass es sich hier überwiegend um Muslime handelt.

Nun sind Muslime ja nicht per se "unmögliche Menschen", die man ablehnen müsste. Aus christlicher Sicht sind sie vielmehr ebenfalls Gottes Ebenbilder und unsere Nächsten. Aber auch wenn sie unsere Nächsten sind und das Gebot der Feindesliebe gilt, tragen sie trotzdem zu einer weiteren islamischen Unterwanderung unseres Landes bei, wobei es das erklärte Ziel islamischer Kreise ist, Europa für den Islam zu erobern.

Das ist eine absolut ernst zu nehmende Bedrohung. Über die ich bereits in der letzten Andacht geschrieben habe. Und hier wird viel vertuscht und fehlinformiert. Allenthalben fehlt es an der Wahrhaftigkeit.

Deshalb muss immer wieder zur Wachsamkeit aufgerufen werden. Unsere eigene Kraft ist schwach - aber Gott ist unendlich stark. An ihn müssen wir uns im ständigen Gebet wenden und um Bewahrung und um ein besonders hohes Maß an Weisheit und Verstand für die Verantwortlichen bitten.

Das kann aber nicht heißen, in der bekannten christlichen Unart, nur die passiven "Stillen im Lande" zu sein. Wir dürfen bedrängten wirklichen Flüchtlingen und Schutzsuchenden - allermeist aber des Glaubens Genossen (Galater 6, 10) - beistehen und helfen.

Wir müssen aber auch dem Bösen, der Lüge widerstehen, die massiven Fehlinformation durchschauen und den Mund auftun, wo es notwendig ist, und das fängt bereits dann an, wenn bei uns christliche Flüchtlinge und zum Christentum übergetretene Muslime in den Unterkünften massiv bedroht werden und das nicht zur Kenntnis genommen wird.

Unser Trost ist, dass wir uns auch dabei allezeit in der Hand Gottes wissen dürfen.




Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun
und Werk in deinem Willen ruhn,
von dir kommt Glück und Segen;
was du regierst, das geht und steht
auf rechten, guten Wegen.

Es steht in keines Menschen Macht,
dass sein Rat werd ins Werk gebracht
und seines Gangs sich freue;
des Höchsten Rat der macht´s allein,
dass Menschenrat gedeihe.

So fängt auch mancher weise Mann
ein gutes Werk zwar fröhlich an
und bringt´s doch nicht zum Stande;
er baut ein Schloss und festes Haus,
doch nur auf lauterm Sande.

Wie mancher ist in seinem Sinn
fast über Berg und Spitzen hin,
und eh er sich´s versiehet,
so liegt er da, und hat sein Fuß
vergeblich sich bemühet.

Gib mir Verstand aus deiner Höh,
auf dass ich ja nicht ruh und steh
auf meinem eignen Willen;
sei du mein Freund und treuer Rat,
was recht ist, zu erfüllen.

Prüf alles wohl, und was mir gut,
das gib mir ein; was Fleisch
und Blut erwählet, das verwehre!
Der höchste Zweck, das beste Teil
sei deine Liebe und deine Ehre.

Ist´s Werk von dir, so hilf zu Glück,
ist´s Menschentun, so treib zurück
und ändre meine Sinnen!
Was du nicht wirkst, pflegt von ihm
selbst in kurzem zu zerinnen.

Dein soll sein aller Ruhm und Ehr,
ich will dein Tun je mehr und mehr
aus hocherfreuter Seelen
vor deinem Volk und aller Welt,
so lang ich leb, erzählen.


(Lied ' Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun ', Paul Gerhardt 1607 - 1676 )




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