Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 17.01.2020
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Die Kirche als Gotteshaus

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Die Kirche als Gotteshaus



Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort da deine Ehre wohnt.

Psalm 26, 8


Wenn ich an meinem Geburtsort, Bad-Elster, im Vogtland in Sachsen komme, beeindruckt mich jedesmal die Inschrift auf der Tafel, die im Besuchereingang der Trinitatiskiche hängt und wie folgt lautet:

”Wie heilig ist diese Stätte. Hier ist nichts anderes als Gottes Haus. Und hier ist die Pforte des Himmels.
1. Mose 28, 17

Das ist das ehrfürchtige Bekenntnis des Erzvaters Jakob in Bethel. So antwortet der fromme Mensch auf die Offenbarung des dreieinigen Gottes.

So sollten auch wir von unserem Gotteshaus, der Kirche bekennen. Du stehst an einer heiligen Stätte. Hier redet Gott der Herr durch sein heiliges Wort. Hier gibt sich Christus selbst in Brot und Wein im Heiligen Abendmahl. Hier werden unsere Kinder auf den Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Hier ist der Ort der Anbetung. Denke daran, wenn du die Kirche betrittst.”

Bis dahin die Inschrift.

Hier wird klar, dass das Kirchengebäude viel mehr ist als ein Museum in dem es sakrale Kunstwerke und Architektur zu bestaunen gibt. Die Kirche sollte ein Ort der Stille, der Einkehr und des Gebets sein, und deshalb sind Kirchen, die jederzeit geöffnet sind, von Vorteil.

Wird die Kirche als Gebäude, das in den meisten Orten bis heute immer noch an zentraler Stelle, zumeist in der Ortsmitte, steht, noch geschätzt? Dabei geht vom Kirchengebäude eine hohe Symbolkraft aus.

Es zeigt, dass wir ein Land sind, das durch das Christentum geprägt ist. Der weithin sichtbare Kirchturm gibt Orientierungshilfe. Der weithin hörbare Glockenschlag half den Tag einzuteilen, als noch nicht jeder eine Uhr hatte.

Heute rufen die Glocken zum Gottesdienst und die Kirchturmuhr erinnert uns an unsere Vergänglichkeit - wir wissen "was die Stunde geschlagen hat" - der Hahn erinnert an die Verleugnung des Petrus und das Kreuz an Christi Leiden und Sterben.

Das Kirchengebäude hat jetzt aber Konkurrenz bekommen.

Allenthalben werden Götzentempel gebaut, die in dümmlicher Weise als "Gotteshäuser" bezeichnet werden und manches närrische Stadtoberhaupt sieht es als "Bereicherung" an, wenn in seiner Stadt eine prachtvolle Moschee, als Zentrum islamischer Machtentfaltung und Eroberungszeichen, gebaut wird. Denn das sind Moscheen erklärtermaßen! Auch von Moscheen geht eine Symbolkraft aus!

Und in manchen Städten verkündet bereits der Muezzin den Herrschaftsanspruch des Götzen Allah vom Minarett.

Eine Kirche als Symbol und Stätte der Einkehr reicht nicht aus. Nur wenn in ihr auch Gottes Wort klar, eindeutig, unverfälscht und unverwässert verkündet wird und davon Kraft ausgeht, kann sie dem Götzendienst und damit verbundenen Ansprüchen widerstehen.




Gelobet sei der Herr,
mein Gott, mein Licht, mein Leben,
mein Schöpfer, der mir hat
mein Leib und Seel gegeben,
mein Vater, der mich schützt
von Mutterleibe an,
der alle Augenblick
viel Guts an mir getan.

Gelobet sei der Herr,
mein Gott, mein Heil, mein Leben,
des Vaters liebster Sohn,
der sich für mich gegeben,
der mich erlöset hat
mit seinem teuren Blut,
der mir im Glauben schenkt
das allerhöchste Gut.

Gelobet sei der Herr,
mein Gott, mein Trost, mein Leben,
des Vaters werter Geist,
den mir der Sohn gegeben,
der mir mein Herz erquickt,
der mir gibt neue Kraft,
der mir in aller Not
Rat, Trost und Hilfe schafft.

Dem wir das Heilig jetzt
mit Freuden lassen klingen
und mit der Engelschar
das Heilig, Heilig singen,
den herzlich lobt und preist
die ganze Christenheit:
Gelobet sei mein Gott
in alle Ewigkeit!


(Lied ' Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben ', Johann Olearius (1611 – 1684) )




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