Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 29.05.2020
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Einheit von Gott, Christus und gläubige Gemeinde

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Einheit von Gott, Christus und gläubige Gemeinde



Ich bitte dich für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein: und ich bin in ihnen verherrlicht.

Johannes 17, 9 und 10


Hier wird etwas überdeutlich:

Vater, Sohn und die Seinen bilden eine Einheit, die sich von der Welt unterscheidet. Das wird im Neuen Testament immer wieder betont, wenn geschrieben steht, dass wir uns nicht der Welt gleichstellen, mit den Ungläubigen nicht an einem Joch ziehen sollen und dass Freundschaft mit der Welt, Feindschaft mit Gott ist.

Christen sind was Besonderes: Wir sind das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums Gottes, wie Petrus schreibt.

Wir sind Königskinder. Machen wir uns das im Alltag bewusst und bedenken wir, dass Adel verpflichtet?

Wir sollen Gottes Wohltaten verkünden und Salz und Licht der Welt sein. Die Menschen schauen auf uns. Deshalb sollen wir wie Briefe sein, in denen die Menschen lesen können.

Im Hohepriesterlichen Gebet, in dem die heutigen Verse stehen, bittet Jesus ausdrücklich um Bewahrung für uns und dass wir dorthin kommen wo ER ist.

Jesus bittet ausdrücklich nicht für die Welt, obwohl er eigentlich zur Rettung der Welt gekommen ist und Gott die Welt so geliebt hat, dass er seinen Sohn gesandt hat, damit die gerettet werden, die an ihn glauben.

Wenn wir als Christen Kinder Gottes sind und Gott nicht nur unser Schöpfer sondern auch unser Vater ist und wir damit Gottes Hausgenossen und Erben seines Reiches sind, dann passen wir, nach Jesu Worten*, nicht mehr in eine Welt, die Gott feindlich gesinnt ist.
(*Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin, Johannes 17,16.)

Das weiß auch der Satan, der deshalb seine Anhänger in der Welt gegen die Christen mobilisiert. Christen tun niemandem etwas, aber ihre Botschaft ist reines Dynamit, weil sie die menschlichen Maßstäbe vom Kopf auf die Füße stellt.

Deshalb finden sich auch immer wieder Gründe um gegen die Christen brutal vorzugehen, wobei es den Satansjüngern überhaupt nicht bewusst wird, in wessen Dienst sie stehen, sondern vielmehr meinen etwas "Gutes" zu tun.

Jesus hat damit allen Grund den Vater um die Bewahrung seiner Jünger und Nachfolger vor dem Bösen zu bitten.

Jesus bittet den Vater nicht, dass er die Seinen aus der Welt herausnimmt. Unser Platz ist deshalb bis zur Wiederkunft Jesu in dieser Welt, wo wir das von IHM begonnene Werk der Rettung fortsetzen und seine Zeugen sein sollen.

Dabei kann es Gott schenken, dass aus Satansjüngern und Feinden, Freunde und Jünger Jesu werden.




Die Sach ist Dein, Herr Jesu Christ,
die Sach, an der wir stehn,
und weil es Deine Sache ist,
kann sie nicht untergehn.
Allein das Weizenkorn, bevor
es fruchtbar sprosst zum Licht empor,
wird sterbend in der Erde Schoß
vorher vom eignen Wesen los;
im Sterben los,
vom eignen Wesen los.

Du gingst, o Jesu, unser Haupt,
durch Leiden himmelan
und führest jeden, der da glaubt,
mit Dir die gleiche Bahn.
Wohlan, so führ uns allzugleich
zum Teil am Leiden und am Reich;
führ uns durch Deines Todes Tor
samt Deiner Sach zum Licht empor;
zum Licht empor
durch Deines Todes Tor.

Du starbest selbst als Weizenkorn
und sankest in das Grab;
belebe denn, o Lebensborn,
die Welt, die Gott Dir gab.
Send Boten aus in jedes Land,
dass bald Dein Name werd bekannt,
Dein Name voller Seligkeit.
Auch wir stehn Dir zum Dienst bereit;
in Kampf und Streit,
zum Dienst in Kampf und Streit.


(Lied ' Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ ', Samuel Preiswerk (1799 - 1871) )




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