Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 22.02.2020
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Gottes Geist wirkt das Entscheidende

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Gottes Geist wirkt das Entscheidende



Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.

Sacharja 4, 6


Dieser Vers steht auf der Menora (siebenarmiger Leuchter) die sich vor dem israelischen Parlament (der Knesset) in Jerusalem befindet. Wenn man die israelische Politik betrachtet, scheint man von diesem Spruch nicht viel zu halten, sieht man das Heer und die Kraft die Israel ständig gegen seine Gegner einsetzt.

Aber ist denn dieser Vers überhaupt so zu verstehen?

Das Buch Sacharja entstand zu der Zeit der Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft. Das Volk war schwach und ungefestigt und dazu von zahlreichen überlegenen Widersachern umgeben, denen man nichts entgegenzusetzen hatte. Man konnte sich also nur auf Gott verlassen.

Mit eigener Kraft war, mangels Masse, nichts auszurichten, wobei man jetzt fragen könnte, warum es der Staat Israel immer mit Heer und Kraft versucht und nicht darauf vertraut, dass Gott den Sinn der Feinde und die Verhältnisse so lenkt, dass sie Israel in Ruhe lassen, so wie auch damals zu Zeiten des Propheten Sacharja, wo der Spruch durchaus so wörtlich zu verstehen war.

Diese Frage soll uns aber nicht weiter interessieren. Kehren wir also vor der eigenen Türe und fragen uns, welche Einsichten wir aus diesem Vers ziehen.

Mir fällt dazu ein, dass, nicht nur ich, mich immer wieder über Irrlehren, Unglaube und die dadurch bewirkte Verkommenheit und Dekadenz errege.

Nun gilt es zweifellos Fehlentwicklungen zu erkennen und beim Namen zu nennen. Gleichzeitig muss ich aber auch erkennen, dass ich allein dadurch nichts verändere und mit Druck oder gar Gewalt schon gar nichts.

Es ist allein der Geist Gottes, es ist Gott selbst, der etwas bewirken kann:

Mit unsrer Macht ist nichts getan,
Wir sind gar bald verloren;
Es streit´ für uns der rechte Mann,
Den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesu Christ,
Der Herr Zebaoth,
Und ist kein andrer Gott,
Das Feld muss er behalten,

stellte bereits Martin Luther in seinem Lied "Ein feste Burg ist unser Gott" fest.

Deshalb in keinen Unmut geraten, nicht verzagen, sondern beten, denn Gott erhört ernstliche Gebete und Gott wirkt bis heute Wunder, auch dort, wo wir es nie vermuten würden. Der Geist Gottes bewirkt Umkehr und Neuanfänge.

Wir stehen neuerlich kurz vor Weihnachten, wo der Geburt unseres Heilands und Erlösers Jesus Christus gedacht wird. Sein Wort, sein Leiden, Sterben und Auferstehen haben die Welt von Grund auf verändert, und das ganz ohne Heer oder Kraft. Das sollen wir immer wieder bedenken.




Liebster Jesu, wir sind hier,
Dich und Dein Wort anzuhören;
lenke Sinnen und Begier
auf die süßen Himmelslehren,
dass die Herzen dieser Erden
ganz zu Dir gezogen werden.

Unser Wissen und Verstand
ist mit Finsternis verhüllet,
wo nicht Deines Geistes Hand
uns mit hellem Licht erfüllet;
Gutes denken, tun und dichten
musst Du selbst in uns verrichten.

O Du Glanz der Herrlichkeit,
Licht vom Licht, aus Gott geboren:
mach uns allesamt bereit,
öffne Herzen, Mund und Ohren;
unser Bitten, Flehn und Singen
lass, Herr Jesu, wohl gelingen.


(Lied ' Liebster Jesu, wir sind hier ', Tobias Clausnitzer (1619 – 1684) )




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