Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 22.02.2020
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Ihr Kinderlein hinweg mit euch!

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Ihr Kinderlein hinweg mit euch!



Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; ich mag dein Harfenspiel nicht hören!

Amos 4, 21. 23


Ob Gott heute wohl auch noch so redet? Ich denke schon, wenn ich die nachfolgende Nachricht lese, die am 28.11.2014 von MEDRUM verbreitet wurde:

"In Europa überleben alljährlich viele Kinder, die nach der 20. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, die Abtreibung. Sie sind dann in den meisten Fällen dazu verurteilt, ohne Versorgung und unter schlimmsten Qualen zu sterben. Oft kämpfen sie bis zu ihrem Tode mit extremer Atemnot. Viele von ihnen werden nach der Abtreibung durch tödliche Injektionen umgebracht oder erstickt. Anschließend werden sie oft "mit dem Müll entsorgt".

Gegen diese brutale Vorgehensweise hat das European Centre for Law and Justice (ECLJ) im Petitionsportal CitizenGo eine Initiative gestartet und eine Petition beim Europarat eingereicht, die den grausamen Tod von spätabgetriebenen, aber lebend geborener Kindern verhindern soll.

Es ist unfassbar und beschämend, dass es hierzu überhaupt einer Petition bedarf, wenn selbstverständliche Menschenrechte mit Fußen getreten werden. Es gibt den bekannten Fall, wo sich ein Arzt erbarmte und einer Spätabtreibung des Leben rettete. Der Junge wuchs heran ist aber behindert, was nicht der Fall wäre, wenn er rechtzeitig wie eine Frühgeburt behandelt worden wäre.

In unserem gottlosen Kulturkreis ist alles möglich. Da kann ein gesunder Mensch sogar ein "Schadensfall" sein, der Haftpflichtansprüche bewirkt, weil er wider Erwarten geboren wurde. Wie man sich wohl als Schadensfall fühlt?

Ja, das Abtreibungsunwesen. Ich kam nicht umhin letztens, auf einen Zeitungsartikel hin, folgenden Leserbrief zu schreiben, der so auch veröffentlicht wurde:

Einer der Initiatoren der gegen die Abtreibungsklinik in Stuttgart votiert, wird in dem Artikel als “Rädelsführer” bezeichnet. Das ist der Begriff an dem ich hängen geblieben bin, denn als “Rädelsführer” werden üblicherweise die Anführer rechtswidriger, aufrührerischer Aktionen bezeichnet, und das ist im vorliegenden Fall in keiner Weise gerechtfertigt.

Es geht um Abtreibung, die nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVG) weiterhin rechtswidrig - also dem Grunde nach kriminell ist – wobei das BVG, entgegen der üblichen Rechtssystematik, die Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat für straffrei erklärte.

Daraus wird geschlossen, dass die Abtreibung erlaubt ist, weshalb interessierte Kreise sofort daran gingen gewundene gesetzliche Regelungen zu erfinden, mittels derer das rechtswidrige Töten problemlos möglich wird. Das wird als “großer Fortschritt” angesehen Mittlerweile wird schon von einem “Grundrecht auf Abtreibung” fabuliert.

Weil es bei der Abtreibung um die Vernichtung menschlichen Lebens geht, wird diese seit jeher – und das völlig zu Recht - als kriminell angesehen. Der Statistik zufolge wurden in Deutschland bis zum Ende der 45. Woche diesen Jahres etwa 89100 Abtreibungen vorgenommen. Im Laufe der Jahre ergeben sich so Millionen von Menschleben, die auf diese Weise vernichtet wurden.

Das kann nicht ohne Folgen bleiben denkt man an die Überalterung der Bevölkerung und an Bevölkerungskreise, die sich ausrechnen bald in der Mehrheit zu sein um dann bestimmen zu können, wo es bei uns langgeht.

Wer von “Rädelsführern” spricht, sollte sich vorher darüber informieren, was bei einer Abtreibung geschieht und welche Folgen diese hat. Auch dass sich das Gewissen über getanes Unrecht nicht zum Schweigen bringen lässt. Das Post-Abortions-Syndrom wird bei uns geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Es wäre gut, wenn man sich über die gesamte Thematik ebenso viel Gedanken, wie über die Unterbringung von Flüchtlingen machen würde.

Von daher müssen wir für “Rädelsführer” dankbar sein, die gegen die Killer-Mentalität des Abtreibungs-Unwesens protestieren.

Bis dahin mein Leserbrief.

In der Weihnachtszeit, wo man es immer mit den Kindern hat, muss das bekannte Lied "Ihr Kinderlein kommet" in Gottes Ohren wie Geplärr klingen, das ER nicht mehr hören kann.

Hier geschieht Unrecht, hier wird gegen Gottes Gebote verstoßen und nur wenige von uns protestieren oder unternehmen etwas. Diesmal haben es alle gewusst. Wir wollen Gott um Vergebung und darum bitten, dass ER mit seinem schrecklichen Gericht, das diese Taten verdienen, zurückhält.

Oder hat Sein Gericht bereits in Form der bei uns vorherrschenden Blindheit, des gutgläubigen Selbstbetrugs und des allgemeinen Glaubensabfalls begonnen?

Das ist heute so gar keine “fröhliche adventliche Botschaft”. Gesagt werden muss es aber trotzdem. Mögen wir nicht zu den geistlich Lauen und Schläfrigen sondern zu denen gehören, die umkehren und tätig werden.




Mit Ernst, o Menschenkinder,
das Herz in euch bestellt!
Bald wird das Heil der Sünder,
der wunderstarke Held,
den Gott aus Gnad allein
der Welt zum Licht und Leben
versprochen hat zu geben,
bei allen kehren ein.

Bereitet doch fein tüchtig,
den Weg dem großen Gast,
macht seine Steige richtig,
lasst alles, was Er hasst!
Macht alle Bahnen recht,
die Täler all erhöhet,
macht niedrig, was hoch stehet,
was krumm ist, gleich und schlecht.

Ein Herz, das Demut liebet,
bei Gott am höchsten steht;
ein Herz, das Hochmut übet,
mit Angst zugrunde geht;
ein Herz, das richtig ist
und folget Gottes Leiten,
das kann sich recht bereiten,
zu dem kommt Jesus Christ.

Ach, mache Du mich Armen
zu dieser heilgen Zeit
aus Güte und Erbarmen,
Herr Jesu, selbst bereit!
Zeuch in mein Herz hinein
vom Stall und von der Krippen,
so werden Herz und Lippen
Dir allzeit dankbar sein.


(Lied ' Mit Ernst, o Menschenkinder ', Valentin Thilo (1607 - 1662) )




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