Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 21.11.2019
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Kann der Weg schon das Ziel sein?

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Kann der Weg schon das Ziel sein?



Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergeht.

Psalm 1, Vers 6


Ich erinnere mich noch gut an die Lehrgänge in der Zeit meiner Berufstätigkeit, bei denen es auch im grundsätzliche Fragen ging, z.B. die, was richtig und was falsch ist.

Die Moderatoren bzw. -innen waren in der Regel psychologisch getrimmt und gaben dann die, zeitgeistlich geprägten, Antworten, "gemäß den Erkenntnissen der Wissenschaft".

Danach gibt es kein absolutes Richtig und Falsch. Was richtig und falsch ist, hängt demnach von den Auffassungen der Mehrheit ab. Wenn die Mehrheit etwas so oder so sieht, dann ist das richtig. Das sind dann die Realitäten, die es anzuerkennen gilt. Von daher ist das, was richtig und falsch ist, einem ständigen Wandel unterworfen, der auch als gesellschaftlicher Wandel bezeichnet wird.

Im menschlichen Miteinander gilt dementsprechend: "Du bist o.k., ich bin o.k., also sind wir beide, so wie wir sind, in Ordnung, und deshalb können wir so bleiben wie wir sind.

Und nachdem so alles relativ ist, kann es auch kein eigentliches Ziel geben. Deshalb ist der Weg das Ziel oder auch die Entwicklung, die immer weiter geht und deshalb nie an ein Endziel kommen kann.

Nach dem, was uns ständig an Ideologien vermittelt wird, ist klar, dass die hier geschilderten Lehrmeinungen nach wie vor aktuell sind und das öffentliche Leben weitgehend bestimmen.

Auch wenn in all diesen Postulaten ein Körnchen Wahrheit steckt, sind sie doch dem Wort Gottes völlig entgegengesetzt und können von einem Christen so nicht akzeptiert werden.

Es gibt natürlich Dinge, die kann man so oder so sehen, weil sie von der Mode, von wandelnden Umgangsformen, wandelnden Gebräuchen, Gewohnheiten und dergleichen abhängen, die man so oder auch anders handhaben kann, weil die Ergebnisse wertneutral sind. Und man kann auch seine Mitmenschen in ihrem Sosein annehmen.

Aber es gibt Dinge, die sind richtig und Dinge, die sind falsch, und da gibt es nichts zu diskutieren. Und es gibt die Wahrheit und es gibt die Lüge. Eine falsche Wahrheit gibt es nicht. Und ein halbe Wahrheit ist immer eine ganze Lüge.

Der heutige Vers sagt uns, dass Gott den Weg der Gerechten, also derjenigen, die in Seinen Wegen und Geboten wandeln, kennt. Das sind diejenigen für die nicht alles relativ ist, sondern die nach Gott und Seinem Wort fragen und sich danach ausrichten.

Deren Leben ist fruchtbar und gesegnet und kommt zum Ziel, das bei Gott in der Ewigkeit ist.

Die Gottlosen hingegen sind wie Spreu, die der Wind verweht und die deshalb im Gericht Gottes nicht bestehen und das Ziel mithin nicht erreichen. (Psalm 1, Verse 4 und 5) Auch ihnen widerfährt damit das, was sie geglaubt haben.

Die Auffassung, wonach das, was die Mehrheit für richtig und damit für wahr hält, auch richtig und wahr ist, kann geradezu satanische Züge haben. Satanisch deshalb, weil man dadurch die Identität eines Menschen zerstören kann.

Die Frage war hier nämlich, woher ich wüsste, dass ich der Jörgen Bauer bin. Antwort: Weil ich das nicht anders kenne und mich alle als “Jörgen Bauer” ansehen. Was wäre aber, wenn plötzlich jeder behaupten würde mich überhaupt nicht zu kennen und dass ihnen ein Jörgen Bauer völlig unbekannt ist?

Im Prinzip gelte das auch für das Eigentum (und die bunt bedruckten Scheine, von denen jeder glaubt, dass sie Geld sind?).

Auf diese Weise kann man alles in Zweifel ziehen, und das ist eine “Spezialität” des Diabolos, des Dazwischenwerfers.

Wolle es Gott schenken, dass wir zu denen gehören, die Gott kennt, weil ihre Namen im Himmel geschrieben sind und die damit einmal bei denen sind, die sich durch menschliche Irrlehren nicht haben verführen lassen.




Lass mich Dein sein und bleiben,
Du treuer Gott und Herr,
von Dir lass mich nichts treiben,
halt mich bei Deiner Lehr.
Herr, lass mich nur nicht wanken,
gib mir Beständigkeit,
dafür will ich Dir danken
in alle Ewigkeit.

Herr Jesu Christ, mein Leben,
mein Heil und ein´ger Trost,
Dir tu ich mich ergeben,
Du hast mich teu´r erlöst.
Mit deinem Blutvergießen,
mit großem Weh und Leid;
Lass mich des auch genießen
zu meiner Seligkeit!

O Heil´ger Geist, mein Tröster,
mein Licht und teures Pfand,
lass mich Christ, mein´n Erlöser,
den ich im Glaub´n erkannt,
bis an mein End´ bekennen,
stärk mich in letzter Not,
von dir lass mich nichts trennen,
gib einen sel´gen Tod!


(Lied ' Laß mich dein sein und bleiben ', Nikolaus Selnecker (1528-1592) )




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