Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 22.02.2020
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Dreifaltigkeit einmal anders

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Dreifaltigkeit einmal anders



Jesus aber antwortete ihm:
"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot." Das andere aber ist dem gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst." In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Matthäus 22, 37 - 40


Diese Aussage Jesu ist allseits bekannt. Ebenso das, was sich darüber sagen lässt, weshalb ich hier mal einen anderen Ansatz nehme.

In diesen Versen kann man eine Art von "Dreifaltigkeit" erkennen. Nicht die übliche von Vater, Sohn und Heiligen Geist, sondern die von Gott, den Nächsten und mir selbst. Nach Jesu Worten liegen diese drei Dinge, wenn auch nicht auf einer Ebene, so doch auf einer Linie.

Darin liegt die ganze Absicht der Schöpfung und das Ewigkeitsziel, dass alles von Liebe und damit der eigentlichen schöpferischen Kraft, die alles erhält und trägt, durchdrungen ist, dass Gott, der selbst die Liebe ist und Seine Geschöpfe in liebevoller Harmonie miteinander leben und so die Fülle und Herrlichkeit eines unbeschreiblich glücklichen Lebens haben.

Durch den Sündenfall - der zum Dauerzustand wurde - der Widerstand und Rebellion gegen Gott und Seine Liebe ist, sind wir in dieser Welt unendlich weit von diesem Idealzustand entfernt.

In diesen Un-Zustand werden wir hineingeboren. Er entspricht unserer natürlichen Herzenshaltung, die uns von Gott trennt, und das hat die Zielverfehlung unseres gesamten Lebens zur Folge. Der natürliche Mensch ist in sich gespalten und konfliktträchtig. Er ist mit Gott, seinen Mitmenschen und sich selbst im Unreinen, und damit total gestört.

Sünde ist das Destruktive, das Zerstörerische, das Bösartige und Satanische, das, was das Leben mühselig und beladen macht und letztlich zum Tod führt.

Aber Gott gibt uns in Seiner Liebe trotzdem nicht auf.

Die ganze Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen, mit der uns das Wort Gottes bekannt macht, hat den einzigen Grund, uns mit IHM zu versöhnen, damit der eigentliche Sinn und Zweck der Schöpfung an ihr Ziel kommt.

Wie wir aus dem Wort Gottes wissen, wird Gott den von IHM gewollten Idealzustand in dieser, durch die Sünde schwer geschädigten Welt nicht mehr herstellen.

Gottes Absicht mit dieser Welt wird dadurch aber nicht aufgehalten. Mit der Wiederkunft Jesu wird dieser Welt im Tausendjährigen Reich eine gewisse Vervollkommnung zuteil.

Das eigentliche Ziel ist aber die Neuschöpfung Gottes. Gott schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der es keine Sünde und damit nichts Destruktives und Zerstörerisches mehr geben wird.

Und am Ende wird Gott alles in allem sein. Wir werden eins sein mit Gott und sogar mit IHM regieren. Ein für uns völlig unvorstellbarer Zustand.

Jesus Christus hat durch Sein Leiden, Sterben und Auferstehen den Weg dorthin frei gemacht. Jeder ist dazu eingeladen und befindet sich auf einem guten Weg, wenn er sich am höchsten Gebot und dem, das ihm gleich ist, ausrichtet.

Die Umkehr zu Gott erneuert uns und lässt uns schon in dieser Welt etwas von der zukünftigen Herrlichkeit spüren.

Wir bitten Gott, dass ER uns mit der Fülle seines Geistes ausrüstet, damit wir dafür Zeugen sein können.




Brunn alles Heils, dich ehren wir
und öffnen unsern Mund vor dir;
aus deiner Gottheit Heiligtum
dein hoher Segen auf uns komm.

Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib,
er segne uns nach Seel und Leib,
und uns behüte seine Macht
vor allem Übel Tag und Nacht.

Der Herr, der Heiland, unser Licht,
uns leuchten lass sein Angesicht,
dass wir ihn schaun und glauben frei,
dass er uns ewig gnädig sei.

Der Herr, der Tröster, ob uns schweb,
sein Antlitz über uns erheb,
dass uns sein Bild werd eingedrückt,
und geb uns Frieden unverrückt.

Gott Vater, Sohn und Heilger Geist,
o Segensbrunn, der ewig fließt:
durchfließ Herz, Sinn und Wandel wohl,
mach uns deins Lobs und Segens voll!


(Lied ' Brunn alles Heils, dich ehren wir ', Gerhard Tersteegen 1697 - 1769 )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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