Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 22.02.2020
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Seid allezeit fröhlich!

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Seid allezeit fröhlich!



Seid allezeit fröhlich.

1. Thessalonicher 5, Vers 16


"Wenn das Christentum wirklich eine so gute Sache wäre, dann müssten die Christen fröhlicher aussehen!" In diesem Sinne äußerte sich der Gottesleugner und Philosoph Friedrich Nietzsche.

Diese Aussage sollte zu denken geben.

Tatsächlich könnte ein Christ, der Ernst mit Gott und seinem Wort macht und sich dabei ständig mit Begriffen, wie der von Gott abgefallenen Welt und dem daraus resultierenden Gericht Gottes, mit menschlicher Verderbtheit, Verlorenheit und Erlösungsbedürftigkeit (einschließlich der eigenen) und anderen Dingen in dieser Art befasst, Probleme mit der Fröhlichkeit bekommen.

Und sogenannten "fundamentalistischen Kreisen", die angeblich "schwarz-weiß" malen, wird deshalb unterstellt, dass durch sie Schuldgefühle und Depressionen gefördert werden.

Wenn der Glaube tatsächlich zu einer griesgrämigen Weltsicht führt, dann wäre an diesem Glauben etwas falsch. Denn dann würde etwas ganz Wesentliches übersehen, nämlich dass Gott im Regiment sitzt und wir nicht beauftragt sind, an Seiner Stelle die Welt zu verbessern.

Sucht man in einer Konkordanz nach dem Stichwort "fröhlich", wird man auf zahlreiche Bibelstellen verwiesen, die geradezu zur Fröhlichkeit auffordern.

Daraus folgt, dass der Christ auf der einen Seite ganz klar und nüchtern den Zustand der Welt und seinen eigenen erkennt - auf der anderen Seite aber trotzdem fröhlich und zuversichtlich und damit tatkräftig sein kann, weil er sich in Gottes Hand geborgen weiß und gewiss ist, damit das Beste und Schönste immer noch vor sich zu haben.

Depressiv gestimmt war ich eigentlich nur solange ich noch kein Christ war und mich die Dinge, die in der Welt geschahen, hoffnungslos machten.

Das änderte sich grundlegend als ich zum Glauben kam. Dadurch wurde die Welt zwar nicht besser, aber ich konnte plötzlich vieles durchschauen und Gott als den erkennen, der regiert, ohne dessen Willen nichts geschieht, dem daran liegt, alles zu einem guten Ende zu bringen - den Menschen dabei aber ihren Willen lässt, selbst wenn er böse ist - und das mit allen Folgen für die, die von ihren falschen Wegen nicht umkehren.

Deshalb muss bei aller Verkündigung, bei der die Dinge schonungslos beim Namen genannt werden, immer auf die durch Jesus Christus bewirkte Erlösung, sein Heilsangebot und die Einladung zur Umkehr hingewiesen werden.

Davon wird niemand depressiv, und wenn Schuldgefühle entstehen, weil Schuld erkannt wird, dann ist das der Beginn eines Heilungsprozesses, dem die Vergebung der Schuld folgt, weshalb sie der Fröhlichkeit nicht mehr im Weg stehen kann.

Um auf Friedrich Nietzsche zurückzukommen: Er war, wie man weiß, ein unglücklicher Mensch, der sehr unter seiner, in die Hoffnungslosigkeit führende, "Gott ist tot Philosophie" litt und nicht zur Umkehr fand. Wenn er depressiv gewesen sein sollte, dann also nicht deshalb, weil er "fundamentalistischen Kreisen" angehört hätte.




Du gibst das Leben, das sich wirklich lohnt.
Für dies Versprechen hast du dich nicht geschont.
Und du gibst nicht nur wenig, Herr, die Fülle ist bei dir!
Du, das Leben, gibst das Leben, das sich lohnt.

Du gibst das Leben mit einem klaren Sinn,
beendest das Verlorensein, schenkst einen Neubeginn.

Du machst das Leben in mir tief und weit.
Du reißt uns Horizonte auf, zeigst und das Ziel der Zeit.
Du gibt das Leben, das…

Mit dir zu leben bewahrt uns nicht vor Leid.
Doch weil dies auf die schauen lehrt, lohnt sich auch Traurigkeit.
Du gibst das Leben, das…

Wer in dir bleibt, der lebt nicht mehr für sich,
er wird bestimmt von deiner Liebe und bringt Frucht für dich.
Du gibst das Leben, das…


(Lied ' ', Gerhard Schnitter 1974 )




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