Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 26.09.2020
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Gott macht die Expertisen der Experten zur Torheit

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Gott macht die Expertisen der Experten zur Torheit



So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der HERR, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde festmacht ohne Gehilfen; der die Zeichen der Wahrsager zunichte macht und die Weissager zu Narren; der die Weisen zurücktreibt und ihre Kunst zur Torheit macht; der das Wort seiner Knechte wahr macht und den Ratschluss vollführt, den seine Boten verkündigt haben.

Jesaja 44, 24. 25


Bei diesen Versen ist man geneigt an okkult angehauchte Wahrsagerei, wie Kartenlegen, Astrologie usw. zu denken. Dies alles ist auch gemeint. Aber ich denke, dass dies noch nicht alles ist, denn neben dieser Grauzone gibt es auch die große Schar der als seriös geltenden Experten, die mit ihren Prognosen aufwarten und für (Un)Sicherheit sorgen.

Da gibt es die Wirtschaftsweisen und Finanzexperten, die Experten und Spezialisten für Klima und Energie, die Zukunftsforscher und was es da so mehr gibt. Allen ist gemeinsam, dass sie sich bislang immer ganz gewaltig geirrt haben.

Damit tut man den Experten nicht unrecht, denn um diese Behauptung zu beweisen, muss man nur auf das zurückgreifen, was die Experten vor 50 Jahren hinsichtlich des heutigen Zustandes unserer Welt gesagt haben. Dabei wird man feststellen, dass nichts von dem, was vorhergesagt wurde, eingetroffen ist.

Vor 50 Jahren hätte man sich das, was es heute gibt, überhaupt nicht vorstellen können. Es gab weder Computer, noch Mobiltelefone oder Faxgeräte. Wer davon gesprochen hätte, wäre für verrückt erklärt worden. Gleiches galt, von bescheidenen Anfängen abgesehen, für die Raumfahrt und die "gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen" mitsamt den derzeitigen "politisch korrekten Meinungen".

Ganz genau das Gleiche gilt, wenn wir danach fragen, was die Experten vor 100 Jahren, zu der Zeit von vor 50 Jahren gesagt haben, und so immer weiter zurück. Und ganz genauso wird es auch in Zukunft sein.

Nur der Wandel ist beständig, und was einmal war kommt niemals wieder. Das jeweilige spezifische Lebensgefühl einer Zeit, wiederholt sich nicht. Wir haben allenfalls das Alte, in neuer Verpackung, was dann als etwas „völlig Neues" wahrgenommen wird.

Es ist so, wie es die heutigen Verse bezeugen: Gott macht die Expertisen der Experten zur Torheit und die Experten zu Narren.

Gott verweist hier darauf, dass allein ER es ist, der alles schafft und in Händen hat und ER dazu keine Menschen und schon gar keine Experten braucht.

Deswegen sollen menschliche Experten, die kurzfristig richtig liegen können, nicht als überflüssig angesehen werden, denn sie geben eine bestimmte Orientierung vor, aufgrund derer Entscheidungen getroffen werden. Und da auch eine falsche Entscheidung immer noch besser ist, als gar keine Entscheidung, haben Experten ihre Berechtigung.

Die heutigen Verse haben allerdings eine erstaunliche Wende: Während die Schlussfolgerungen menschlicher Weisheit zur Torheit erklärt werden, ist das, was Gottes Boten verkünden, von Bedeutung, weil Gott das tut, was seine Boten zuvor verkündet haben.

Wenn wir als Christen Gottes Wort weitersagen, dann sind wir auch Boten. Aber können wir deshalb konkret voraussagen, was zukünftig geschehen wird?

Das können wir natürlich nicht und sollten es auch nicht versuchen. Trotzdem gibt uns Gottes Wort einen bestimmten Rahmen vor, an dem wir erkennen können, was nicht dem Willen Gottes entspricht, deshalb keine Zukunft haben kann und darum früher oder später untergehen wird.

Wir können deshalb erkennen, ob wir auf das richtige oder das falsche Pferd setzen. Und da können wir davon ausgehen, dass vom Klimawandel und von der Energiewende in 50 Jahren keiner mehr sprechen wird und dass die politisch korrekten Meinungen von Heute ebenso vergessen sein werden, denn die zeitlos gültigen Wahrheiten, die wir im Wort Gottes haben, brechen sich immer wieder Bahn, und niemand kann sie aufhalten.

Das bewahrt uns vor unnötigen Ängsten und verhilft uns dazu Dinge und Entwicklungen richtig einzuschätzen. Und das ist sehr viel wert, selbst dann, wenn wir nicht wissen, was genau und wann geschehen wird.




Amen! Amen! lauter Amen
hat des treuen Gottes Mund.
Ewig führet er den Namen,
dass er aller Wahrheit Grund.
Was er sagt, trifft alles ein;
es muss Ja und Amen sein.

Die Verheißung kann verziehen;
kommt nicht bald was er verspricht,
muss man doch den Zweifel fliehen,
weil sein Wort er niemals bricht.
Ist die rechte Zeit nur da,
so wird alles lauter Ja.

Hat er es doch so gehalten
von dem Anbeginn der Welt;
seine Wahrheit wird auch walten,
bis die Welt in Asche fällt,
- weil er, wie er nie getan,
sich nicht selbst verleugnen kann.

Wohl, mein Herz, du sollst ihm trauen!
Was er dir verheißen hat,
wirst du auch erfüllet schauen.
Kommt es auch nicht gleich zur Tat,
spart er´s auch oft weit hinaus,
es wird doch ein Amen draus.

Amen! Herr, du willst erfüllen,
was dein treuer Mund verspricht;
das erwart ich nun im stillen,
bis sich´s offenbart im Licht,
dass du die Erfüllung gebst.
Amen! Ja, so wahr du lebst.


(Lied ' Amen! Amen! lauter Amen ', Benjamin Schmolck (1672 - 1737) )




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