Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 18.09.2019
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Liebe entschuldigt nicht alles!

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Liebe entschuldigt nicht alles!




Aber der König Salomo liebte viel ausländische Weiber: Die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hethitische, von solchen Völkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiß eure Herzen neigen ihren Göttern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.

1. Könige 11, 1- 3 (Luther 1912)


Insgesamt 1000 Frauen zu "betreuen" ist schon eine Leistung. Ob sich König Salomo damit nicht zuviel zugemutet hat? Aber das ist nicht das Thema, das Gottes Unmut und Zorn erregte.

Gott hatte Salomo zugesagt, seine Herrschaft und die seiner Nachkommen, unter der Voraussetzung für immer zu sichern, dass er Gott mit ungeteiltem Herzen die Treue hält.

Aus Liebe zu seinen Frauen und um diesen zu gefallen, ließ er sich aber auf die Götzendienste ein, die seine Frauen aus ihren Heimatländern mitgebracht hatten. Salomo handelte, wohlgemerkt, aus Liebe, und das müsste doch eigentlich alles entschuldigen?
Tut es aber nicht, auch wenn die "Liebe" bis heute immer wieder als Rechtfertigungsgrund für die Verletzung göttlicher Gebote herhalten muss. Möglicherweise war Salomo, den Gott mit besonders viel Weisheit beschenkt hatte, in dieser Hinsicht, auch nur ein "moderner" Mensch.

An dieser Stelle müssen wir uns immer wieder klarmachen, dass Gott keinerlei Kompromisse eingeht, und die Pforte eng und der Weg schmal ist, der ins ewige Leben führt. Nur wenige finden ihn, wie Jesus sagt. Und wir gehen in die Irre, wenn wir versuchen, die enge Pforte etwas breiter zu machen.

Dieser Tage las ich eine Meldung über die Investitur (Amtseinführung) eines evangelischen Pfarrers, der sich dabei auch von einem befreundeten Muslim durch Handauflegung segnen ließ. Zu lesen war auch von einem gemeinsamen Gottesdienst von Christen und Muslimen, diesmal in einer Friedenskirche in Kamp-Lintfort, was in dieser Art jetzt wohl häufiger vorkommt.

Wie zu lesen war, "findet hier natürlich keine Religionsvermischung statt, man kennt die Unterschiede über die konträr gesprochen werde". Es werden lediglich Verse aus der Bibel und dem Koran gelesen, in denen es um die Barmherzigkeit Gottes geht, wobei man sich "gegenseitig bereichert".

Sollte die Bibel, als Wort des lebendigen Gottes, etwa nicht mehr ausreichen, weshalb man sich durch den Koran zustätzlich bereichern lassen muss? Wird übersehen, dass sich der Widersacher Gottes in einen Engel des Lichts verstellen und dabei sehr fromme Sprüche ablassen kann?

Christentum und Islam, der trinitarische Gott der Bibel und der Allah des Koran, Dinge die unvereinbar sind und sich gegenseitig ausschließen, weil in beiden Fällen aus völlig gegensätzlichen Quellen geschöpft wird, werden als gleichwertig und damit grundsätzlich austauschbar nebeneinander gestellt.

Sicher hielt auch Salomo noch am Gott Israels fest, aber er relativierte eben auch und setzte den lebendigen Gott Israels nicht mehr absolut.

Das Gericht Gottes bestand darin, dass das israelische Königsreich nach Salomos Tod auseinanderfiel, dem sich die sehr ungute Königszeit anschloss, die für das Südreich mit der babylonischen Gefangenschaft endete, wobei die Stämme des Nordreichs, die es noch ärger trieben, schon viel früher nach Assyriern entführt wurden und seither verschollen sind.

Das Gerichtshandeln Gottes sollte uns nachdenklich machen!!




Rüstet euch, ihr Christenleute;
die Feinde suchen euch zur Beute,
ja Satan selbst hat eur begehrt.
Wappnet euch mit Gottes Worte
und kämpfet frisch an jedem Orte,
damit ihr bleibet unversehrt!
Ist euch der Feind zu schnell,
hier ist Immanuel!
Hosianna!
Der Starke fällt durch diesen Held,
und wir behalten mit das Feld.

Reinigt euch von euren Lüsten,
besieget sie, die ihr seid Christen,
und stehet in des Herren Kraft!
Stärket euch in Jesu Namen,
dass ihr nicht strauchelt wie die Lahmen;
wo ist des Glaubens Ritterschaft?
Wer hier ermüden will,
der schaue auf das Ziel;
da ist Freude.
Wohlan, so seid zum Kampf bereit,
so krönet euch die Ewigkeit!

Streitet recht die wenig Jahre,
eh ihr kommt auf die Totenbahre;
kurz, kurz ist unser Lebenslauf.
Wenn Gott wird die Toten wecken
und Christus wird die Welt erschrecken,
so stehen wir mit Freuden auf.
Gott Lob, wir sind versöhnt!
Dass uns die Welt noch höhnt,
währt nicht lange;
und Gottes Sohn hat längstens schon
uns beigeleget die Ehrenkron.

Jesu, stärke deine Kinder
und mach aus denen Überwinder,
die du erkauft mit deinem Blut.
Schaffe in uns neues Leben,
dass wir uns stets zu dir erheben,
wenn uns entfallen will der Mut.
Gieß aus auf uns den Geist,
dadurch die Liebe fleußt
in die Herzen;
so halten wir getreu an dir
im Tod und Leben für und für.


(Lied ' Rüstet euch, ihr Christenleute ', Wilhelm Erasmus Arends (1677 - 1721) )




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