Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 07.12.2019
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Der helle Schein

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Der helle Schein



Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

2. Korinther 4,6


Wie ist das mit dem „hellen Schein“? Haben wir diesen in unseren Herzen? Die Antwort darauf kann wahrheitsgemäß nur lauten: Manchmal schon, aber nicht immer!

Aber vielleicht immer öfter?

Im letzteren Fall, des „immer öfter“, würden wir sicher annehmen auf einem guten Weg zu sein und darin ein Zeichen erblicken, dass wir im Glauben wachsen und vorankommen. Das könnte auch tatsächlich so sein. Davon, dass die Dinge so ablaufen, schreibt Paulus aber nichts.

Er schreibt den Christen in Korinth, dass Gott ihnen einen hellen Schein in ihre Herzen gegeben hat. Hat! Sie haben diesen hellen Schein bereits! Und das obwohl die Korinther, wie wir wissen, keinesfalls Musterchristen waren und sich ebenfalls gefragt haben dürfen, wie es um den „hellen Schein“ in ihren Herzen bestellt ist.

Auch Jesus sagt den Seinen zu, dass sie Licht der Welt sind. Sind! Darauf liegt die Betonung. Wir müssen es nicht erst werden. Wir sind es, wenn wir uns zu Jesus bekennen. Und das selbst dann, wenn wir manchmal davon eben so wenig spüren, wie von dem Salz, das wir ebenfalls sind. Auf dieser Linie liegt auch der helle Schein in unseren Herzen, von dem Paulus an die Korinther schreibt.

Paulus schreibt dazu passend im 2. Korintherbrief 5,17:

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5,17)

Unser Neuwerden, unsere Wiedergeburt als Christen, wird als eine Neuschöpfung Gottes bezeichnet. Und so wie Gott am Anfang der Schöpfung als Erstes das Licht schuf, so beginnt auch das Christenleben damit, dass es zum Licht für die Welt wird.

Das ist ein gewaltiger Vergleich!

Nun sollen wir aber nicht für uns selbst leuchten, also keine „Selbstleuchter“ sein, sondern so, wie Gottes Sonne die Welt erhellt, soll unser Licht zur Erleuchtung der Menschen beitragen, damit sie Jesus Christus als den Sohn Gottes und in IHM die Herrlichkeit Gottes erkennen.

Eine große Aufgabe, die uns aber zugetraut wird, weil wir als wiedergeborene Christen bereits über die entsprechenden Eigenschaften, nämlich Salz und Licht zu sein, was eine Folge des hellen Schein in unseren Herzen ist, verfügen. Das haben wir bei unserer Bekehrung bereits als Geistesgaben mitbekommen.

Auch hier passen wieder alle Aussagen der Schrift zusammen: Als Bekehrte bekommen wir den Geist Gottes, der dann in uns wohnt.

Jetzt liegt es an uns, ob wir den uns geschenkten Geist Gottes dämpfen, unser Licht unter den Scheffel stellen, als Salz kraftlos werden oder ob wir von den uns geschenkten Gaben und Fähigkeiten Gebrauch machen.

Das Neue Jahr ist der Mission gewidmet. Das ist die Gelegenheit unser Licht leuchten zu lassen. Gott gebe uns zum Wollen das Vollbringen.




O dass doch bald dein Feuer brennte,
du unaussprechlich Liebender,
und bald die ganze Welt erkennte,
dass du bist König, Gott und Herr!

Zwar brennt es schon in heller Flamme,
jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West,
dir, dem für uns erwürgten Lamme,
ein herrlich Pfingst- und Freudenfest;

und noch entzünden Himmelsfunken
so manches kalte, tote Herz
und machen Durst'ge freudetrunken
und heilen Sünd und Höllenschmerz.

Du unerschöpfter Quell des Lebens,
allmächtig starker Gotteshauch,
dein Feuermeer ström nicht vergebens.
Ach zünd in unsern Herzen auch.

Beleb, erleucht, erwärm, entflamme
doch bald die ganze weite Welt
und zeig dich jedem Völkerstamme
als Heiland, Friedefürst und Held.


(Lied 'O dass doch bald dein Feuer brennte', Georg Friedrich Fickert, 1812)




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