Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 22.11.2019
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Das Gebot der Liebe

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45. Das Gebot der Liebe


Das Gebot der Liebe
Hintergrundinformationen

Freude (V. 11): Es gibt viele Bibelstellen die zeigen, dass Friede und Freude miteinander verknüpft sind (z.B. Psalm 37,11; Sprüche 12,20; Jesaja 52,7 + 55,12; Röm. 14,17+ 15,13; Gal. 5,22)

Text:    

Fragen & Gesprächsimpulse


Was bedeutet „bleibt in meiner Liebe“? (V. 9)

>> Antwort: Jesus sprach vorher von „bleibt ihn mir“ (V. 4-7) als einen festen Kontakt einer Rebe zum Weinstock. Wenn wir in solch enger (gegenseitiger) Liebes-Gemeinschaft mit Jesus stehen, dann dürfen wir beständig und dauerhaft seine volle Liebe erfahren! Bedingung ist also, dass wir Jesus wirklich lieben, denn dann halten wir auch gerne seine Gebote (V. 10 + Joh. 14,15) und achten darauf, dass keine trennende Sünde da ist, die die Beziehung stört. Jesu Liebe zu uns gipfelt darin, dass er sogar sein Leben für uns hingab (Joh. 10,11+15)!

Was sind Jesu Gebote? (V. 10 + 12 + 17)

>> Antwort: Das Christen sich untereinander lieben ist das zentrale Gebot Jesu (V. 12). Jesus schließt sogar mit diesen Worten den Abschnitt, weil es so wichtig ist (V. 17 sowie 1. Joh. 2,9-11 + 3,11 + 4,7). Letztlich ist die Liebe zu Gott und dem Nächsten DAS was Gott fordert (Röm. 13,10; Matth. 22,37-40).

Was für Gebote des Vaters soll Jesus halten? (V. 10)

>> Antwort: Er sollte für uns Sünder sterben (Joh. 14,31; Lukas 22,42) – das war quasi das Gebot speziell für ihn. Zudem ließ er sich immer vom Vater leiten und handelte täglich nach des Vaters Anweisungen (Joh. 8,29). Zudem hatte Jesus auch allgemein das Gesetz (10 Gebote usw.) für gültig erklärt indem er davon sprach, dass er nicht das Gesetz auflösen sondern erfüllen würde (Matth. 5,17-20)

Was ist „vollkommene“ Freude und wie erlangt man sie? (V. 11)

>> Antwort: Jesu Frieden, Freundschaft und Segen zu haben bringt wahre Freude. Dazu kommt die Freude bei einem Gotteskind, dem Vater im Himmel dienen zu dürfen und seinen Willen zu tun (Joh. 4,34; Matth. 11,29).

Was ist die größte Liebestat die man tun kann? (V. 13)

>> Antwort: Für den anderen zu sterben (Apg. 21,13). Darum werden Märtyrer so geehrt (Off. 20,4) weil sie bewiesen haben, Jesus Christus mehr zu lieben als ihr eigenes Leben.

Was muss man tun um Jesu „Freund“ zu sein? (V. 14)

>> Antwort: Es geht um eine gegenseitige enge Beziehung zwischen Jesus als unserem Herren und uns. Daher gehört Gehorsam und Täter seines Wortes zu sein dazu (Lukas 6,46; Jakobus 1,22)!

Warum bezeichnet Jesus seine Jünger als Freunde und nicht als Knechte? (V. 15)

>> Antwort: Jesus ist zwar unser Herr und wir müssen ihm gehorchen, aber er will mit uns eine vertraute und liebevolle Gemeinschaft haben und uns sogar in seine Pläne mit einbeziehen (1. Mose 18,17-18). Es ist also ähnlich einer guten Vater-Sohn-Beziehung (Römer 8,14-17), welche auch Jesus zum Vater hat (Joh. 5,19-20). An anderer Stelle bezeichnet Jesus seine Jünger sogar als Brüder (Markus 3,35). Wir hingegen sollten uns als Knechte oder gar Sklaven Jesu sehen (Judas 1; Titus 1,1; 2. Petrus 1,1), denn ER hat uns erwählt und „losgekauft“ (Kol. 2,14), daher gehören wir faktisch nicht mehr uns selbst sondern sind Jesu Eigentum (1. Kor. 6,19).

Was bedeutet, dass nicht wir Jesus sondern Jesus uns erwählt hat? (V. 16)

>> Antwort: Bei den Jüngern war es klar: Jesus hatte sie angesprochen und in seine Nachfolge berufen und nicht umgekehrt. Später folgt der Missionsauftrag: „gehet hin“ (Matth. 28,19). Auch gibt es spezielle Berufungen die bereits vor der Geburt stattfinden (Jesaja 44,2; Jeremia 1,5) Jesus meint aber noch mehr: ER ist für uns gestorben um uns vor Gott gerecht zu machen. ER war also eindeutig derjenige, der uns erwählte und losgekauft hat (Kol. 2,14).

Wofür hat uns Jesus erwählt? (V. 16)

>> Antwort: Jesus hat das Erlösungswerk vollbracht, damit wir „hingehen“ (aktiv werden) und „Frucht bringen“ zu seiner Ehre und IHN verherrlichen. Hier ist vor allem auch der Missionsauftrag (Seelen retten und zu Jesus bringen z.B. in Matth. 28,19) gemeint. Letztlich hat uns Gott aber zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen - das ist das Hauptziel (Joh. 14,7; 1Mo 1,27)!

Ist der Sinn Frucht zu bringen „damit“ wir Gebetserhörung erfahren? (V. 16)

>> Antwort: Jesus spricht vielmehr von Treue als Voraussetzung von Gebetserhörung: „eure Frucht bleibt“ d.h. nicht nur mal ab und zu Frucht bringen, sondern dauerhafte Frucht tragen. Das vorangegangene Gleichnis von Rebe und Weinstock zeigt es: Gebetserhörung können nur durch eine enge Liebes-Beziehung zu Jesus und das damit verbundene Frucht bringen kommen. Dann kommt der „Gebetswunsch“ letztlich aus dem Weinstock Jesus Christus, den wir als Rebe durch unser Herz fließen und damit zu unserem Gebet werden lassen.

 

Die persönliche Frage:

Kenne ich diese vollkommene Freude, von der Jesus spricht?

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