Bibel und christlicher Glaube

gottesbotschaft.de - 29.05.2017
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Spuren im Sand

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Gottes Durchtragen - Spuren im Sand


Wer kennt nicht Nöte, wo wir meinen von Gott ganz und gar verlassen zu sein, wo er sich scheinbar nicht mehr um einen kümmert?

In dem bekannten Psalm 91 schreibt der Psalmist davon, dass Gott den behütet, der zu Gott kommt und dort auch bleibt:

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Psalm 91,1-2 (Luther 1912)
An späterer Stelle im gleichen Psalm lesen wir:

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
...
Er liebt mich, darum will ich ihn erretten, er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil!

Psalm 91,11-16

Gibt es eine bessere Verheißung? Wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben, ihm nachfolgen und den Kontakt mit ihm suchen, werden wir nicht nur erhört werden, sondern Gott will uns sogar auch noch dazu zu Ehren bringen und vieles mehr!

Das Gott uns wirklich durchhilft, wird oft erst im Nachhinein klar. Er kann uns die Nöte oft nicht ersparen, weil wir daran reifen sollen, aber wenn es zu schwer wird trägt er selbst uns durch die Problemzeit hindurch.
Dies wird sehr gut in den bekannten Versen "Spuren im Sand" deutlich:


Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

Von: Margaret Fishback Powers
Copyright ©1964 Margaret Fishback Powers
Übersetzt von Eva-Maria Busch
Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen.
www.brunnen-verlag.de