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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 25.04.2019

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Wer mit Gott lebt, kann furchtlos bleiben.

Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst! Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib.

Psalm 31,10

Danke, dass Du die Angst mir stillst,
mit Hoffnung mir das Herz erfüllst,
so wie der Hirte seinem Schaf,
schenkst Du mir Sicherheit im Schlaf.

Frage: Ist das normal, dass selbst „gestandene Männer“ manchmal Angst haben?

Vorschlag: Ja, sogar der große und mächtige König David hatte manchmal mit der Angst zu kämpfen. Er konnte jedoch dazu stehen und Gott um Hilfe bitten. Was machen wir, wenn uns Gott unsere Gesundheit wegnimmt? Oder wenn er uns zur Verantwortung über unser Handeln zieht? Flüchten wir direkt in Gottes Arme! Bekennen wir unsere Sünden, bereuen wir unsere Schuld und versprechen wir ihm, in Zukunft seinen Willen tun zu wollen. Dann glauben wir getrost, dass Jesus unsere Sünden weggetragen hat und dass wir in Gottes Augen gerecht sind (Römer 10,4).

Arbor Infelix oder der Unglücksbaum



Verflucht ist wer am Holz hängt – so steht es in den Büchern des Moses, im Deuteronomium. Das Deuteronomium, ein Begriff aus dem Altgriechischen mit der Bedeutung „das zweite Gesetz“. Sein hebräischer Name „Devarim“ bedeutet Worte oder Aussprüche, ist das fünfte der Bücher, auch so als das 5. Buch Mose bekannt.
Für den Zeitgenossen unserer Tage sind derartige Aussagen schwer verständlich, handelt es sich doch bei diesem besagten Holz um ein Instrument der Kreuzigung als Todesstrafe längst vergangener Zeiten. Ausnahmen existieren aber auch noch in unserer Zeit in einzelnen Ländern des Islam. Um nun das rechte Verständnis in diesen Dingen zu erlangen, ist eine Rückblende in die Früh- und Spätantike, in deren gesellschaftlichen Gesetzen und Regeln notwendig.
Nun ist es nicht sonderlich erbauend, sich mit solchen Themen und auch den Arten grausamer Folter- und Hinrichtungsinstrumente zu beschäftigen, es ist aber eine historische Realität und auch unsere Zeit ist nicht besser, denn es wird skrupellos gemordet und gefoltert und die vermeintliche Entwicklung zum besseren Menschen hat nie stattgefunden. Die rasante Medienentwicklung hat uns in diesen Dingen immunisiert und die grausamsten Nachrichten werden gleichgültig zur Kenntnis genommen, solange man nur nicht selbst betroffen ist.
Das christliche Symbol des Kreuzes trägt man heute gerne als Schmuck oder auch als Talisman zu einem lieblichen Zeichen in Gold oder Silber.
Die Phönizier, bekannt als überaus erfolgreiches See- und Handelsvolk an den Küsten des östlichen Mittelmeeres, herkunftsgemäße Semiten der Frühantike wendeten kreuzigen als Hinrichtungsart an. Verurteilte, ob nun berechtigt oder nicht – wer das heute auch weiß, wurden an einen Baum gefesselt und blieben da bis ein qualvoller Tod ein Ende bereitet hat. In den Zeiten des antiken Roms wurde das Instrument des Kreuzes zu einer der furchtbarsten Hinrichtungsarten perfektioniert.
Die Pax Romana, der vielgerühmte römische Frieden, der für so viele Völker des Altertums gelten sollte, wurde auch durch dieses Instrument aufrechterhalten. Nur die Besitzer römischen Bürgerrechtes waren von einem Urteil zum Kreuzestod ausgenommen. Als Römer konnte man geboren werden, das römische Bürgerrecht war aber auch durch eine nicht unerhebliche Summe zu erwerben. Den Römern war das Kreuz, der Arbor Infelix ein Gräuel. So schreibt Cicero:
„Was Kreuz heißt, soll nicht nur vom Leib der Bürger Roms fernbleiben, sondern auch schon von ihrer Wahrnehmung, ihren Augen und Ohren.“

Die römische Justiz war eine typische Klassenjustiz, alle Rechte den privilegierten Römern. Julius Cäsar, der damals maßgeblich am Niedergang der römischen Republik beteiligt war – Rom wurde damals allmählich zum Kaiserreich und Julius Cäsar galt als der erste der Imperatoren, lies 30 Seeräuber kreuzigen, die ihn auf einer Seereise überfallen hatten. An einer wunderbaren Straße, die von Appius Claudius Caecus 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung gebaut wurde, auch heute noch bekannt als Via Appia Antika, hat die römische Justiz damals Spartacus und 6000 beteiligte Sklaven des Spartacus Aufstandes kreuzigen lassen. Kaum denkbar, dass man als „Römer“ nicht damit konfrontiert wurde und der Gestank des Todes muss entlang dieser Straße furchtbar gewesen sein. Die römischen Henker haben dabei eine große Professionalität entwickelt. Bevor es zum Kreuzigen kam, wurde mit Peitschen gegeißelt, die mit Bleikugeln und spitzen Steinchen bestückt waren. Entsprechend waren die Verletzungen nach der Geißelung, oft bis zu den Knochen durchgeschlagen. Am Kreuz hängend kann man zwar einatmen aber nicht mehr ausatmen, man musste sich dazu hochziehen. Um den Tod zu beschleunigen, was als Gnade angesehen war, wurden den Delinquenten die Beine unterhalb der Knie gebrochen, dadurch war ein hochziehen und ausatmen nicht mehr möglich. Nun könnte der grausame Vorgang noch aus der Sicht des Mediziners beschrieben werden, aber ich denke es ist nun genug des Perfiden geschrieben.

Wie wurde nun der Arbor Infelix zum Arbor Felix, dem Glücksbaum? Eigenartigerweise tragen viele Menschen in unserer Zeit das Zeichen des Unglücksbaumes, das Kreuz als Halsschmuck am Kettchen, oft in Unkenntnis der historischen Ereignisse. Ein perfides Richtinstrument, was es ja damals durchaus war, sieht man darin nicht. Wer würde in unseren Tagen schon mit einer Henkersschlinge als Schmuck am Kettchen rumlaufen? Um das zu verstehen müssen wir nun einen Exkurs in jene staubigen Landschaften des alten Palästinas zur Zeitenwende unternehmen. Zur Zeitenwende ist uns der Christus geboren worden, und er ist auch der Grund für die Wandlung des Unglücksbaumes in einen Glücksbaum. Wir, die man Christen nennt oder auch nur aus der Tradition des christlichen Abendlandes heraus Christen genannt werden, zählen unsere Jahre nach dieser Zeitenwende. Zwischen der Geburt des Christus zur Zeitenwende und seinem Tod an jenem Kreuz vergingen ungefähr 30 bis 33 Jahre. Erst im Mannesalter begann sein öffentlicher Auftritt im alten Palästina, in der Provinz Judäa hauptsächlich, und die Zeit seines öffentlichen Wirkens war nicht mehr als 3 Jahre. Diese kurze Zeit ist aber von denen, die man als Evangelisten kennt, ausführlich beschrieben. Matthäus, Markus und Johannes waren Fischer am See Genezareth und wurden durch Jesus als Nachfolger berufen, auch Jünger genannt. Lukas war aber Arzt und hatte gegenüber den Fischern eine andere Bildung. Das Evangelium des Lukas unterscheidet sich dementsprechend in der Schreibweise.

Die Geschichte des Unglücksbaumes ist aber auch die Geschichte des Osterfestes, das in allen christlichen Kirchen als das bedeutendste Fest angesehen wird. Da in unserem Lande nunmehr eine große Unkenntnis über den Sinn der christlichen Feste herrscht, sollen hier die wenigen Tage des historischen Ostern noch einmal beschrieben werden.
Warum nun die damaligen Begebenheiten so überaus wichtig und bis heute weltverändernd waren und sind, ist nicht zu verstehen, wenn man nicht den historischen Hintergrund aus dem Judentum kennt. Die Juden warten immer noch auf ihren Messias. Der Messias ist der kommende Herrscher, der das Volk der Juden aus allem Ungemach erretten wird. Aber vorerst nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf.

An jenem bedeutungsvollen Tage, nach unserem Kalender war es in den vierziger Jahren im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende, wurden da drei Kreuze aufgestellt. Die Stätte ist auch noch heute wohlbekannt und wird Golgatha genannt, die Schädelstätte, damals etwas außerhalb des historischen Jerusalem gelegen. Es war kurz vor dem Fest der ungesäuerten Brote, dem jüdischen Passahfest. Gründonnerstag heißt der Tag in unserer Zeit des Osterfestes. Jesus wurde, nachdem er mit seinen Jüngern, 12 waren es an diesem Tag, das berühmte letzte Abendmahl gefeiert hat, verhaftet. Die Verhöre vor dem Hohen Rat der Juden fanden noch in jener Nacht statt und am nächsten Tag hat man Jesus den Römern zur Hinrichtung übergeben, die Ankläger waren aber aus den Juden.
Pontius Pilatus war in jenen Tagen römischer Statthalter der Provinz Judäa. An seine Gerichtsbarkeit wurde Jesus ausgeliefert und von Pontius Pilatus stammt auch das Zitat: „ich wasche meine Hände in Unschuld“. Die Juden forderten von Pontius Pilatus die Kreuzigung für Jesus, der nun von Pontius wiederum verhört wurde. Der konnte aber an Jesus kein Vergehen vorfinden, das eine römische Kreuzesstrafe gerechtfertigt hätte.
Seine Frau war es, die ihn mit den Worten gewarnt hatte: „lass deine Hände von jenem Unschuldigen“! So wird es im Evangelium berichtet, sie hatte in der Nacht vorher schlechte Träume, denn mittlerweile war der Tag angebrochen, den wir heute Karfreitag nennen.
Das Volk aber, Jesus war ja keinesfalls ein Unbekannter, schrie mit großem Getöse, kreuzige ihn. Die Zeichen des Messias der Juden, verkündigt durch die Propheten und den Zeitgenossen offenbart durch seine Wunder, machten Jesus zu einer wohlbekannten Person im antiken Land der Juden. Die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein und die Tauben hören, die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium gepredigt, solches sind die Zeichen von Jesus Christus, die man in jenen Tagen auf Erden sehen konnte. War das denn alles an jenem Tage vergessen?
Auch Pontius Pilatus muss davon gewusst haben und so ließ er sich eine Schüssel mit Wasser bringen und wusch seine „Hände in Unschuld“.
Ein unheilvoller bedrückender Tag, der Unglücksbaum war bei den Römern schnell vorbereitet. Der Aufruhr des Volkes, Pilatus hat dem nachgegeben und so nahm das, was sein musste seinen Lauf. Der Brauch war aber so, dass zum Hohen Fest des Passahs ein Gefangener begnadigt wurde. Ein Verbrecher Namens Barrabas wurde freigelassen. Der Volkswille, der Mob wählte Barrabas, einen Schwerverbrecher. Jesus aber wurde den römischen Soldaten zur Kreuzigung übergeben.
Welch ein Unglück und Triumpf der Teufel über Gott den Herrn und seinen Gerechten, den Messias, so mag es jenen, die fassungslos daneben standen erschienen sein.
Es war aber bei den Römern Brauchtum, dass das Vergehen des Gekreuzigten als Tafelinschrift am Kreuz befestigt wurde.
I. N. R. I. – so war die Schrifttafel an jenem Kreuz. In Latein: Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum – Jesus von Nazareth König der Juden. Es waren da noch zwei Verbrecher, die man gleichzeitigt gekreuzigt hat.

Lukas der Evangelist berichtet:

Einer aber der gehängten Übeltäter lästerte ihn und sagte: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Der andere aber antwortete und strafte ihn und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemdes getan. Und er sprach zu Jesus: Gedenke mein Herr, wenn du in deinem Reichen bist! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.

Lukas 23,39-43

Welch ein Wort im Angesicht des nahen und allerschrecklichsten Todes. Was ist nun der Tod gegenüber solch einer Aussage? Tot ist nun nicht gleich tot, da bleibt etwas Entscheidendes übrig. Wenn da gesagt wird „Du wirst mit mir im Paradiese sein“. Das „Du“ personifiziert, darum kann es sich doch nur um die identische Person handeln, obwohl das körperliche in jenem Falle am Kreuz gestorben ist.
Welcher Verbrechen die zwei links und rechts von Jesus Gekreuzigten beschuldigt waren, wird nicht berichtet. Der eine beschimpft Jesus, der andere wendet sich ihm zu, so ist es auch noch in unseren Tagen. Woher wusste der andere, dass Jesus obwohl kurz vor dem Kreuzestod, eine Herrschaft antreten wird? Das wird sein Geheimnis bleiben, denn die Gekreuzigten waren am gleichen Tage Tot.
Wer kann aber eine solche Zusage geben? „Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein“ – doch nur einer, der auch die Macht dazu hat, der die Schlüssel zum Paradies hat und auch auf- und zuschließen kann.

Nun aber muss noch einmal, wie auch in vielen Kirchen so oft schon gelesen, der Prophet Jesaia zitiert werden, denn der Kreuzestod des Herrn Jesus ist für die Vielen geschehen, die auch immer das in Wahrheit glauben wollen. Der Prophet lebte bis ca. 700 Jahre vor der Zeitenwende und seine Aussage über den Herrn Jesus Christus liest sich so:

Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt; doch um unsere Übertretungen willen war er zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns ein jeder auf seinen Weg; und Gott hat ihn treffen lassen unserer aller Ungerechtigkeit. - Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, gleich dem Lamme, welches zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinem Scherer; und er tat seinen Mund nicht auf. - Er ist hinweggenommen worden aus der Angst und aus dem Gericht. Und wer wird sein Geschlecht aussprechen? denn er wurde abgeschnitten aus dem Lande der Lebendigen: wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen. Und man hat sein Grab bei Gesetzlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tode, weil er kein Unrecht begangen hat, und kein Trug in seinem Munde gewesen ist.
Am Ende der Tage wird er Samen sehen, und die Fetten, Reichen und Welche die Macht haben, werden fallen.
Doch Gott gefiel es, ihn zu zerschlagen, er hat ihn leiden lassen. Wenn seine Seele das Schuldopfer gestellt haben wird, so wird er Samen sehen, er wird seine Tage verlängern; und das Wohlgefallen Gottes wird in seiner Hand gedeihen. Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, und ihre Missetaten wird er auf sich laden. Darum werde ich ihm die Großen zuteil geben, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und den Übertretern beigezählt worden ist; er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Übertreter Fürbitte getan.

Jesaja 53,4-12

Das weitere Geschehen in jenen Tagen beschreibt Lukas der Evangelist, der auch den Beruf des Arztes ausübte so:

Es war aber um die sechste Stunde (12:00); und es kam eine Finsternis über das Land, bis zur neunten Stunde (15:00). Und die Sonne ward verfinstert, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei. Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er. Als aber der Hauptmann sah, was geschah, verherrlichte er Gott und sagte: Fürwahr, dieser Mensch war gerecht. Und alle die Volksmengen, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen waren, schlugen sich, als sie sahen, was geschehen war, an die Brust und kehrten zurück. Aber alle seine Bekannten standen von ferne, auch die Weiber, die ihm von Galiläa nachgefolgt waren, und sahen dies

Lukas 23,44-49

Das Allerheiligste im Tempel des antiken Jerusalem war der Zugang zu Gott dem Schöpfer, getrennt vom heiligen Bereich des Tempels durch jenen Vorhang. Kein Mensch durfte diesen Ort betreten als nur der Hohepriester und das auch nur einmal im Jahr nach entsprechenden Ritualen der Reinigung. Der Hohepriester versprengte da das Blut der Opfertiere zur Vergebung der Sünden des Volkes der Juden, strikt nach den Regeln und Gesetzen der Thora (Buch der Weisung, erster Teil des jüdischen Tanach).

Nun aber ist der Vorhang in zwei Teile gerissen, der Weg zu Gott ist für alle frei und das Blut, das am Kreuz Jesu vergossen wurde reicht zur Vergebung aller Welt Sünden und auch ganz persönlich für dich und mich.

All das ist an einem Freitag geschehen, und auch der Samstag ist noch verstrichen.
Aber dann ist der Sonntag angebrochen und die Ereignisse des Sonntags, des Auferstehungstages von Jesus Christus haben unsere Welt nachhaltig verändert und die vorher bedrückenden Tage der Verzweiflung und Trauer völlig überholt.

Der Weg nach Emmaus war nicht weit, etwa 2 Stunden war man in der Art zu Gehen unterwegs, als man noch keine modernen Verkehrsmittel hatte. Lukas der Arzt berichtet über einen Weg von 60 Stadien. Das römische Wege Maß Stadion entspricht in unserer metrischen Maßeinheit nicht ganz 185 Meter, bei den Römern waren das 625 Fußlängen. Weiterhin berichtet Lukas von zwei Jüngern von Jesus Christus, die nach der Kreuzigung ihres Herrn und Meisters, in großer Enttäuschung Jerusalem verlassen hatten und an jenem so bedeutungsvollen Sonntag nach Emmaus unterwegs waren. Lassen wir nun aber Lukas den Schreiber des Lukas Evangeliums selbst zu Wort kommen.

Der Text des Lukas hört sich so an:

Und siehe, zwei von ihnen gingen an selbigem Tage nach einem Dorfe, mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Und sie unterhielten sich miteinander über alles dieses, was sich zugetragen hatte. Und es geschah, indem sie sich unterhielten und miteinander überlegten, dass Jesus selbst nahte und mit ihnen ging; aber ihre Augen wurden gehalten, damit sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr wandelnd miteinander wechselt, und seid niedergeschlagen? Einer aber, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem weilt und nicht weiß, was in ihr geschehen ist in diesen Tagen? Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig im Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volke; und wie ihn die Hohepriester und unsere Obersten überlieferten, um zum Tode verurteilt zu werden, und ihn kreuzigten. Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle. Doch auch bei alledem ist es heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist. Aber auch etliche Weiber von uns haben uns außer uns gebracht, die am frühen Morgen bei der Gruft gewesen sind, und als sie seinen Leib nicht fanden, kamen und sagten, dass sie auch ein Gesicht von Engeln gesehen hätten, welche sagen, dass er lebe. Und etliche von denen, die mit uns sind, gingen zu der Gruft und fanden es so, wie auch die Weiber gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: Oh, ihr Unverständigen und trägen Herzens, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und von Moses und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf. Und sie nahten dem Dorfe, wohin sie gingen; und er stellte sich, als wolle er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sagten: Bleibe bei uns, denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete es; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Ihre Augen aber wurden aufgetan, und sie erkannten ihn; und er wurde ihnen unsichtbar. Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Wege zu uns redete, und als er uns die Schriften öffnete? Und sie standen zur selbigen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elfe und die mit ihnen waren versammelt, welche sagten: Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen. Und sie erzählten, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt worden war an dem Brechen des Brotes.

Lukas 24,13-35

Eine zufällige Begegnung eines Wanderers, der sich zu Kleopas und seinem Freund gesellt und den gleichen Weg vor sich hat. Scheinbar – und doch beinhalten die wenigen Worte dieser Geschichte nochmals das gesamte Ostergeschehen. Der Lukanische Bericht polarisiert und überrascht die Freunde in ihrer Trauer und Niedergeschlagenheit. Es ist einer der schönsten biblischen Berichte, es geht um Glauben, Liebe und Hoffnung. Es ist eine Geschichte zum Leben, zum Neuanfang, zur Auferstehung und zu einem ewigen Leben.

Die Schriften des historischen Judentums sind im Tanach zusammengefasst und beinhalten Weisung, Prophetie und Geschichte. Die Schriften des Tanach wurden im aufkommenden Christentum als Altes Testament in leicht veränderter Reihenfolge zusammengefasst.
Der Messias, von dem so vieles in diesen Schriften und auch im Neuen Testament der Bibel geschrieben wurde, ist heute eher als Oratorium von Georg Friedrich Händel bekannt. Wer kennt nicht das große Halleluja aus dem Händel’schen Messias. Wollte doch Händel nur dem Messias zu Ehren ein Monument setzen, es geht da vorwiegend nicht um die großartige Musik, es geht um die christliche Heilsgeschichte, denn Händel war ein Mann des Glaubens, und um die Verehrung seines Herrn Jesus Christus und man wird dieses Halleluja in Ewigkeit noch singen. Selbstverständlich hat er das in dem Metier gemacht, wo seine größte Begabung lag und ist dadurch unerwartet selbst zu großen Ehren gekommen.

Wer ist es nun, der dort auf Golgatha am Kreuz hing. Bis auf den heutigen Tag hat sich da bei den Menschen nicht viel verändert. Es wird immer noch gespottet und gelacht. Es ist aber Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der für dich und mich an diesem Kreuz hing und zu unserem ewigen Frieden und zur Vergebung unserer Sünde das für uns getan hat. Gibt es eine größere Liebe als das was da geschehen ist und wer von uns Menschen würde dieses unfassbare Werk vollbringen können, als nur der da am Kreuz hing und sprach: es ist vollbracht!

Nicht der Osterhase, noch die Ostereier oder das Festmahl an diesen Tagen - die Botschaft des wahrhaftigen Ostern ist eine Botschaft der Auferstehung der Toten. Jesus Christus war der Erste und all jene die vor uns waren und das geglaubt haben, werden wir in jenen ewigen Welten, da ist vom Paradies die Rede, wieder treffen, denn es wird auch für uns einen Auferstehungstag geben. Im Paradies steht dann der Baum des Lebens, ein echter Arbor Felix, dessen Blätter zum Heil aller Heiden dienen – so berichtet es die Offenbarung des Johannes, der auch das Johannes Evangelium geschrieben hat.

Johannes der Schreiber der Offenbarung berichtet:

Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend, wie Kristall, der hervorging aus dem Throne Gottes und des Lammes. In der Mitte ihrer Straße und des Stromes diesseits und jenseits war der Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und Nacht wird nicht mehr sein und kein Bedürfnis nach einer Lampe und dem Lichte der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Offenbarung 22,1-5


Der Schreiber dieser wenigen Zeilen wünscht frohe Ostern und ein freudiges Wiedersehen an jenem kommenden ewigen Tage im Schatten des wahrhaftigen Arbor Felix.


  Copyright und Autor: Heinz Bälder
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