Jesus Christus kam als Bote zu uns

Die Bibel

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an die Menschheit

Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 17.10.2017

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Wir sind als Botschafter an Christi statt berufen

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

2. Kor. 5,20

O Jesu, dass Dein Name bliebe
im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht Deine süße Jesusliebe
in Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen
sei Jesus und sonst nichts zu lesen

Frage: Ist uns als Gotteskinder die uns übertragene hohe Verantwortung ausreichend bewusst?

Tipp: Als Botschafter Christi tragen wir eine doppelte Verantwortung: Zum einen müssen wir der Berufung als Jesu Botschafter würdig leben! Botschafter einer Regierung zu sein ist daher auch keine Kleinigkeit, da man das entsprechende Land optimal repräsentieren muss. Genauso wird unser Verhalten Gott ehren oder verunehren! Das andere ist, dass wir die aufgetragene Botschaft treu weiterzugeben haben. So wie ein Botschafter einer Regierung deren Belange zu vertreten hat, so müssen wir Gottes Willen umsetzen welcher ist, zur Versöhnung mit Gott aufzurufen. Tun wir dies ausreichend? Lasst uns Gott um Kraft, Weisheit und Leitung dafür bitten!

Bisherige Andachten (Andachten-Archiv)

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Geozentrische oder theozentrische Zeit?



Meine Zeit steht in deinen Händen.

Psalm 31, 16


Als ich letztens von einer Krankenhausbehandlung zurückkam, fand ich zuhause ein Buch vor, verfasst von dem Theologieprofessor Reinhard Slenczka, in welchem sich dieser sehr fundiert, qualifiziert und biblisch begründet, auch mit der Zeit befasst, und da sind mir einige Dinge deutlich geworden.

Wir gehen ständig mit Begriffen wie "Zeitgeist" oder "zeitlich bedingt" um, woraus dann geschlossen wird, dass manche Dinge aus der "damaligen Zeit" heraus verstanden werden müssen und deshalb "überholt" und nicht mehr "gültig" sind.

Wir alle kennen diese Argumente. Aber was ist von diesen zu halten?

Bei wirklichen oder auch nur vermeintlichen Problemen mit der Zeit ist zu fragen, wer der Herr der Zeit ist. Mit anderen Worten: Steht Gott als Schöpfer der Zeit über der Zeit oder ist er den zeitlichen Abläufen, wie wir sie kennen, unterworfen?

Weil Gott der Schöpfer und Herr der Zeit ist – vor Gottes Schöpfung gab es weder Raum noch Zeit - steht Gott über Raum und Zeit, ist Gottes Reden und Tun von zeitloser Bedeutung, weshalb Aussagen wie "überholt", "zeitlich bedingt" usw. gegenstands- und bedeutungslos werden.

In Gottes Ewigkeit gibt es die unserer Erfahrung entsprechende Unterscheidung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht.

Der Autor führt das sehr schön am Schöpfungsbericht der Bibel aus, den wir entsprechend unserem geozentrischen Zeitverständnis verstehen und das sind dann sechs Tage zu je 24 Stunden.

Und das ist falsch, weil wir hier unsere Zeitvorstellung, denen schöpfungsmäßige astronomische Abläufe zugrunde liegen, auf das Schöpfungshandeln Gottes übertragen. Nur wir Menschen sind Gefangene in Raum und Zeit.

Wir haben die Erdrotation in 24 Teile unterteilt, die wir als Stunden bezeichnen, wobei wir die Stunde wiederum in 60 Minuten, diese in 60 Sekunden usw. aufteilen. Das sind rein menschliche Maße. Gottes Schaffen, der alle Dinge aus dem Nichts gerufen hat, entzieht sich unserem Begreifen, unseren Maßstäben und Maßeinheiten.

Deshalb sollen wir uns gläubig unter das Wort Gottes stellen und auf Deutungen verzichten. Und in die Schöpfungstage keine 24 Stunden hineininterpretieren, von denen überhaupt nichts geschrieben steht, wobei es sehr fraglich ist, ob die Tageslänge zu allen Zeiten gleich war.

Das Herumreiten auf den 24 Stunden führt zu unüberbrückbaren Widersprüchen. Durch die Erdrotation aus der Tag- und Nachtwechsel resultieren, ergibt sich, dass ständig irgendwo Tag oder Nacht ist. Dass aus Abend und Morgen ein neuer Tag wird, ist ein Geschehen, das pausenlos abläuft. Es ist also immer irgendwo Abend und irgendwo Morgen. Jetzt könnte man fragen, wo für Gott jeweils ein neuer Tag begann bzw. wo für Gott jeweils der Tag zu Ende ging.

Weil Gott der Schöpfer der Zeit ist, ist es falsch, die von Gott geschaffene Zeit und daraus resultierend unsere astronomisch bedingten Zeitmaße als Maßstab über Gott zu stellen, womit Gott zeitlichen Zwängen unterworfen und damit unter die Zeit gestellt wird.

Und genau das gibt der hebräische Urtext, dem ein anderes Zahlensystem zugrunde liegt – es werden hier sogenannte Kardinalzahlen verwendet – nicht her. Man versteht den Text besser, wenn man davon ausgeht, dass Gott die Zeit schafft und dass durch Gottes Schaffen sechs bzw. sieben Tage geworden sind, die unserer Woche zugrunde liegen.

Weil Gott der Herr der Zeit ist, diese in Händen hat und dieser damit nicht unterliegt, sollte dies bei allen biblischen Zeitangaben und Zeitbegriffen bedacht werden. Dass Gott auch in unsere Zeit hineinwirken kann und sein Wort in die jeweilige Zeit hineingesprochen werden muss, ist ein anderes Thema.

Raum und Zeit sind zudem großartige Schöpfungswunder. Raum und Zeit sind nicht absolut, sondern relativ und damit radikal anders, als sie unserer Anschauung und Erfahrung entsprechen. Eigentlich gibt es beides nicht. Oder doch, aber eben radikal und unvorstellbar anders. Die Raum-Zeit-Verschiebungen müssen zum Beispiel bei den Navigationsgeräten, wie man sie im Auto hat, rechnerisch berücksichtigt werden, wenn die Anzeige stimmen und man sicher ans Ziel kommen will.

Der Psalmist ahnte etwas davon, als er schrieb “Tausend Jahre sind vor dir wie ein Tag” (Psalm 90, 4).

Auch unsere Zeit, einschließlich unserer persönlichen Zeit, hat Gott in der Hand. Deshalb darf die Zeit nicht zu unserem Götzen werden, was bei der Diktatur von Terminen und Terminkalendern zu bedenken ist.

Die Zeit, über die wir verfügen, ist eine uns von Gott anvertraute Gabe.


Jörgen Bauer




Wenn ich, o Schöpfer Deine Macht,
die Weisheit deiner Wege,
die Liebe, die für alle wacht,
anbetend überlege,
so weiß ich, von Bewund’rung voll,
nicht, wie ich Dich erheben soll,
mein Gott, mein Herr und Vater!

Mein Auge sieht, wohin es blickt,
die Wunder deiner Werke:
Der Himmel, prächtig ausgeschmückt,
preist Dich, du Gott der Stärke!
Wer hat die Sonn an ihm erhöht?
Wer kleidet sie mit Majestät?
Wer ruft dem Heer der Sterne?

Wer misst dem Winde seinen Lauf?
Wer heißt die Himmel regnen?
Wer schließt den Schoß der Erde auf,
mit Vorrat uns zu segnen?
O Gott der Macht und Herrlichkeit,
Gott, deine Güte reicht so weit,
so weit die Wolken reichen!

Dich predigt Sonnenschein und Sturm,
Dich preist der Sand am Meere.
Bringt, ruft auch der geringste Wurm,
bringt meinem Schöpfer Ehre!
Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,
mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht;
bringt unserm Schöpfer Ehre!

Der Mensch, ein Leib, den deine Hand
so wunderbar bereitet,
der Mensch, ein Geist, den sein Verstand
Dich zu erkennen leitet:
Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,
ist sich ein täglicher Beweis
von Deiner Güt und Größe.

Erheb ihn ewig, o mein Geist,
erhebe seinen Namen!
Gott, unser Vater, sei gepreist,
und alle Welt sag Amen!
Und alle Welt fürcht ihren Herrn,
und hoff auf ihn und dien ihm gern:
Wer wollte Gott nicht dienen?


(Lied ' Wenn ich, o Schöpfer Deine Macht ', Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) )




  Copyright und Autor: Jörgen Bauer
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