Jesus Christus kam als Bote zu uns

Die Bibel

Gottes Botschaft

an die Menschheit

Bibel (Alte u. Neue Testament): Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.10.2017

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Das göttliche Auge selbst will uns den rechten Weg weisen.

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.

Psalm 32,8

Auf deinen Wegen lass mich gehen,
mit deinen Augen lass mich sehen.
Senk deine Liebe mir ins Herz,
sei mir der Trost in Leid und Schmerz.

Frage: Befolgen wir Gottes Unterweisungen? Können wir ihm mit gutem Gewissen in sein göttliches Auge sehen?

Vorschlag: Jeder, der sich vielleicht einmal für Gott entschieden hat und dann lau im Glauben geworden ist, muss dringend vor dem Allmächtigen Busse tun und sein Leben ganz neu auf den Herrn ausrichten. Dann darf er wissen: Das Blut Jesus Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. 1. Johannes 1, 7 Jetzt ist man auch wider ermutigt zu völliger Hingabe.

Die geistlichen Früchte nach Galater 5,22-23

Inhalt

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2. Die geistliche Frucht „Liebe“


Fragen & Gesprächsimpulse


Welche Parallele finden wir zwischen der Beschreibung der Liebe in 1. Kor. 13,4-7 und den geistlichen Früchten in Galater 5,22-23?

>> Antwort: Die geistlichen Früchte entsprechen letztlich den Beschreibungen der Liebe. So ist die Liebe langmütig (siehe Frucht Geduld), freundlich (siehe Frucht Freundlichkeit), nicht ungehörig (siehe Frucht Sanftmut) usw.
Die Liebe ist somit DIE geistliche Hauptfrucht, die sich in all den anderen Früchten wie Freundlichkeit, Geduld etc. äußert.
Wir prüfen uns: Finden meine Mitmenschen die in 1. Kor. 13,4-7 beschriebenen Auswirkungen der Liebe bei mir?

Wie kann man „Liebe“ ganz allgemein beschreiben?

>> Antwort: Liebe ist DIE Hauptfrucht und DAS (oberste) Gebot, wird als „Band der Vollkommenheit“ bezeichnet (Kol. 3,14) und alle Dinge sollen in der Liebe geschehen (1. Kor. 16,14). Jesus sagte entsprechend, dass wir Gott von ganzem Herzen und allen Kräften sowie unseren Nächsten wie uns selbst LIEBEN sollen (Lukas 10,27). Die Bibel spricht hier von (griech.) „agape“: der göttlichen, tiefen und selbst aufopfernden Liebe, die „unwiderstehlich wie das Totenreich ist und eine Flamme des Herrn“ (Hoheslied 8,16) und sich bis hin zur Feindesliebe (Matt. 5,44) sowie sein Leben für seine Freunde zu lassen (Joh. 15,13) hin erstreckt.
Liebe muss immer gelebt werden. In Matth. 25,35-36 finden wir einige ganz praktische Beispiele in Bezug auf die Nächstenliebe: Hungrige speisen, Durstigen zu Trinken geben, Fremde aufnehmen, Nackte kleiden und Gefangene besuchen. Zumeist sind dies Hilfen, bei denen man keine Gegenleistung erwarten kann (Lukas 14,12). Wahre Nächstenliebe ist somit (unabhängig von Gefühlen und Umständen) immer selbstlos (1. Kor. 13,5).
Die Liebe von ganzem Herzen und allen Kräften zu Gott zeigt sich vor allem in Gehorsam (Römer 6,16 + 16,26), Treue (Off. 2,10b) und Hingabe (Römer 12,1).
Wir prüfen uns: Finden Gott und Mitmenschen die geistliche Frucht „Liebe“ bei mir?

Was ist mit der „ersten Liebe“ in Off. 2,4 gemeint?

>> Antwort: So wie man sich verliebt (Hohelied 2,5+7 + 4,9-10) und heiratet – dann aber gewöhnlich im Alltagstrott diese Verliebtheit nachlässt (vor allem, wenn es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten etc. kam), so sieht es auch meist im geistlichen Leben aus: Nach der Bekehrung steht man in der ersten Liebe und brennt für den Heiland Jesus Christus und möchte ihm von ganzem Herzen nachfolgen. Dann kommen aber die Anfechtungen verschiedener Art mit den mitunter damit verbundenen Nöten, Leid und Anfeindungen.
Ähnlich wie in einer Ehe aus dem Verliebsein eine wahre, tragfähige, von aktuellen Gefühlen unabhängige Liebe erwachsen muss, so muss auch die Liebe zu Jesus Christus unabhängig von Hochgefühlen sein und auch in Anfechtungen und selbst unter Verfolgung bestand haben!
So wie es erfreulich ist, wenn die Liebe in einer Ehe nach vielen Jahren wie am Anfang noch gleich stark ist und sogar an Tragfähigkeit und Tiefe zugenommen hat, so wünscht sich Jesus diese tiefe Liebe seiner „Brautgemeinde“. Dies kommt z.B. in Jesaja 62,4 zum Ausdruck, wo Gott sein Volk „meine Lust“ und „liebe Frau“ nennt. Auch in Jeremia 2,2 gedenkt Gott der „Treue der Jugend“ und „Liebe der Brautzeit“. In Hosea 6,6 sagt Gott sogar, dass er Lust an der Liebe hat und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer. Letzteres zeigt ganz besonders den großen Wunsch Gottes nach der aller engsten Liebesgemeinschaft mit seiner Brautgemeinde, denn Brandopfer sind bereits schon „Ganzopfer“ – aber man gibt dabei nur vom Besitz etwas weg und nicht sich selbst! Mit „erkennen“ wird hingegen die leibliche Vereinigung in der Ehe bezeichnet (1. Mose 4,1) wie auch die geistliche tiefe Gemeinschaft mit Gott (Galater 4,9). Gott sehnt sich somit nach unserer Liebe wo wir uns selbst uns Gott ganz hingeben (Römer 6,13 + 12,1) - und nicht nach unserem Besitz, unserer äußerlichen Frömmigkeit usw.!
Wir prüfen uns: Findet Jesus die „erste Liebe“ bei mir?

Welche Bedeutung hat die Feindesliebe?

>> Antwort: Die extrem große Bedeutung der Feindesliebe zeigt sich darin, dass wir nur dann Gottes Kinder sind, wenn wir unsere Feinde auch lieben (Matth. 5,45)! In Matth. 5,44 zeigt Jesus auf, wie sich diese Liebe äußert: Menschen die einen hassen, verfluchen und beleidigen sollen wir segnen, ihnen Wohltaten erweisen und in der Fürbitten für sie eintreten!
Mit segnender Fürbitte im Gebet (und hilfesuchendem Blick auf Jesus) sollte Feindesliebe immer anfangen, auch wenn uns (dem 'Fleisch') „gar nicht danach“ ist – Gott wird dann auch bei uns im Herzen weiteres tun können und es uns segnen, so dass Groll abgebaut wird und wir mit Wohltaten sogar „feurige Kohlen“ auf ihr Haupt legen können (Römer 12,20), indem wir uns (entgegen der menschlichen Natur) für sie einsetzen. Bei den „Unmöglichkeiten“ wird die Kraft Gottes erst richtig sichtbar – und eine Ehre für Gott! Entsprechend wird Liebe auch „stärker als der Tod und einen Flamme Gottes“ bezeichnet (Hohelied 8,6).
Letztlich ist Feindesliebe DAS Erkennungszeichen eines wahren Gotteskindes, das eng mit Jesus verbunden ist, weil wir selbst dies nicht schaffen, aber Jesus Kraft (siehe Weinstock-Rebe; Joh. 15) durch uns fließen kann.
Wir prüfen uns: Sehe ich die Verlorenheit meiner Feinde und bitte ohne Groll im Herzen und trete mit aufrichtiger Sorge um ihr Seelenheil fürbittend für sie ein?

Ist alles was mit „Liebe“ bezeichnet wird generell gut und richtig?

>> Antwort: Im Gegensatz zur z.B. Erkenntnis, bei der die Gefahr des sich Aufblähens besteht, baut die wahre(!) Liebe zu Gott und dem Nächsten generell auf (1. Kor. 8,1) und ist durchweg positiv. Die Nächstenliebe wird uns dazu führen, allen Mitmenschen (und erst recht Glaubensgeschwistern; Galater 6,10) in Not zu helfen etc.
Ist die „Liebe“ hingegen eigensüchtiger Natur und bezieht sich auf fleischliche Gelüste, die befriedigt werden sollen – und das womöglich noch auf Kosten des Nächsten - so ist dies Sünde. Auch wenn von „Liebe“ die Rede ist, so hat diese nichts mit der wahren Liebe (Agape) zu tun! Ein Beispiel hierzu ist Amnons Schandtat an Absaloms Schwester Tamar. In 2. Samuel 13,1 heißt es, dass er sie „lieb gewann“. In Vers 15 nach der Vergewaltigung heißt es dann aber, dass Amnon ihrer überdrüssig wurde und sein Widerwille größer war als vorher seine Liebe, so dass er sie fortschickte.
Einige Verse weiter (2. Samuel 13,21) lesen wir vom Vater David auch etwas über (falsche) Liebe. Obwohl er zornig über seinen Sohn Amnon wurde, tat er ihm nichts zuleide, denn er „liebte ihn, weil er sein Erstgeborener war“. Auch solche „Liebe“ zu den Kindern ist falsch und schädlich. Auch in Bezug auf seinen Sohn Adonija heißt es in 1. Könige 1,6, dass David ihm nie etwas verwehrt hatte und nie gefragt hatte, warum er gewisse Dinge tat. Wahre Liebe sucht immer das Wohl des anderen – und im Fall der eigenen Kindern ist eine gute Erziehung (Eph. 6,4; 5. Mose 8,5) mit Bestrafungen wo es Not tut (Hebr. 12,7) wichtig und eine Hilfe für das Kind. Lässt man das Kind immer gewähren, zeugt dies – auch wenn man von „Liebe“ sprechen mag, von absoluter Gleichgültigkeit. Die Bibel sagt daher sogar, dass ein Vater seinen Sohn hasst, wenn er ihn nicht züchtigt (Sprüche 13,24)!
Eine weitere „falsche Liebe“ ist die „Liebe zum Mammon“. Als Jesus darüber sprach stellte er sogar klar: Man kann nur Gott ODER das Geld lieben – beides geht nicht (Matth. 6,24)!
Es gibt aber auch geheuchelte Liebe. Liebe muss immer wahrhaftig (Eph. 4,15) und ohne Falsch (Römer 12,9) sein. Gott erwartet sogar eine brennende Liebe (Römer 12,11), die aber leider z.B. durch Ungerechtigkeiten (Matth. 24,12) erkalten kann und zur Lauheit führt (Off. 3,16).
Zusammenfassend kann man sagen, dass es neben der „wahren Liebe“ (Agape) auch „sündige Liebe“ gibt, welche strikt verboten ist (Hesekiel 14,3-4), zumal sie von Gott trennt (Jesaja 59,2) und somit im krassen Gegensatz zur Liebe zu Gott steht.
Wir prüfen uns: Ist meine Liebe wirklich uneigennützig und echt – oder stehen letztlich egoistische Motive dahinter?

Was genau versteht die Bibel unter der geforderten wahren / göttlichen Liebe (Agape) und was meint die Welt mit „Liebe“?

>> Antwort: Jesus fasste das ganze Gesetzt Gottes in das Doppelgebot zusammen, Gott von ganzem Herzen und allen Kräften zu lieben sowie den Nächsten wie sich selbst (Matth. 22,36-40), wobei beides Mal von der „Agape-Liebe“ die Rede ist.
Die Tragweite des höchsten Gebots erschließt sich einem „modernen“ Menschen letztlich erst, wenn er seine zeitgeistlich-humanistische Sichtweise (deren Wurzeln in der antiken griechischen Philosophie liegt) beiseite tut. So ist das „Gott über alles und jeden zu stellen“ dem humanistischen Menschen absolut fremd. Aber auch in Bezug auf die Nächstenliebe lehrt die Bibel etwas anderes. So wird im Hohelied der Liebe in 1. Kor. 13,3 ausgesagt, dass man seine ganze Habe an Arme abgeben kann, ohne das es sich dabei um Liebe handelt! Die Welt würde eine solche Tat hingegen als überaus sozial und als vorbildliche Tat der Nächstenliebe bewerten!
Denkt man beim Wort Liebe zumeist schon zwangsläufig an ein „gutes“ Verhalten Mitmenschen gegenüber und schaut sich dann 1. Kor. 13 genauer an, so stellt man fest, dass die Beschreibungen auch auf einen einsamen Eremiten ohne Kontakt zu Mitmenschen passt. „Liebe“ im biblischen Sinn hat im Grunde alleine mit Wesenszügen bzw. der inneren Ausrichtung zu tun (ähnlich wie im Volksmund von einem „lieben Menschen“ gesprochen wird, wenn das ganze Wesen Ruhe, Frieden und Herzlichkeit ausstrahlt)! Die weltlich-soziale Auffassung bezüglich Liebe kommt hingegen gar nicht ohne Mitmenschen (und einem selbst wegen der Eigenliebe) aus, da sozial (lat. „socius“) mit „gemeinsam“, „verbunden“ oder auch „verbündet“ übersetzt wird.
Obwohl Liebe das oberste Gebot bildet, sprach Jesus – absolut konträr zur weltlichen „Nächstenliebe“ – davon, dass man ihn mehr als seine eigenen Familienangehörigen lieben und dabei sein Leben „um Jesu Willen verlieren“ muss (Matth. 10,37-39). Deswegen wird sogar in der Parallelstelle in Lukas 14,26 das Wort „Hass“ in Bezug auf die Angehörigen gebraucht, was anzeigt, dass für die Liebe zu Jesus alles andere (auch wenn es schmerzt und die eigene Familie betrifft) zurück stehen muss! Dies sagte Jesus aber auch gleichermaßen auf einen selbst bezogen, womit er auch der Eigenliebe eine Absage erteilte! Mit anderen Worten muss Liebe absolut auf Jesus bezogen sein. Man selbst, wie auch Mitmenschen, sind dagegen relativ unbedeutend! Dies erklärt auch Gottes Strafgerichte, denn Gott hat uns zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen (1. Mose 1,26-27; Galater 4,9), er ist absolut heilig (1. Samuel 2,2; Off. 15,4) und die Sünde ist es, die von Gott trennt (Jesaja 59,2) und Gottes Zorn (Kolosser 3,5-6; Eph. 5,5-6) sowie bei Gotteskindern strafende Erziehungsmaßnahmen (Hebr. 12,6-7) zur Folge hat! Auch hierin hat der Zeitgeist, der von einem „lieben Gott“ redet, ohne ihn zu kennen, eine völlig falsche Sicht. Dazu kommt, dass in vielen „frommen Kreisen“, das oberste Gebot total verdreht wird, indem die Nächstenliebe über der Liebe zu Gott gestellt wird.
In einer Welt in der Strenge und Erziehung geradezu verpönt sind, gleichzeitig Ehrfurcht ein Fremdwort geworden ist, ist es schwer Gott noch wie damals als erhabenen König und gleichzeitig strengen, aber auch liebenden Vater sehen zu können. Von daher tut es Not sich von dem Zeitgeist zu trennen! Nicht umsonst wird vielfach in der Bibel darauf hingewiesen, dass Gottesfurcht der Weisheit und Erkenntnis Anfang ist (Psalm 111,10; Sprüche 1,7). Nur wer Gott über alles liebt und voller Ehrfurcht zu Gott aufblickt wird somit überhaupt erkennen können was wahre Liebe ist. Dazu kommt, dass auch die Kraft zur inneren Ausrichtung der Liebe von Gott kommen muss (siehe Weinstock-Rebe in Joh. 15), wozu ein enger Kontakt zu Jesus gehört!
Als Jesus nach der Nächstenliebe gefragt wurde erzählte er das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37). Der (verachtete) Samariter half selbstlos mit Öl, Wein, Geld, Esel, Zeit und Kraft dem verwundeten Juden. Barmherzigkeit bedeutet nach damaligem jüdischem Verständnis jemanden Wohltaten zu erweisen, selbst wenn dieser einen Böses antun sollte. Dies erinnert auch an die Feindesliebe in Lukas 6,27 sowie Sprüche 25,21-22, wo davon die Rede ist den Feind zu speisen um feurige Kohlen auf sein Haupt zu sammeln. Hier finden wir somit diese innere Einstellung die Jesus verlangte: Selbstlos zu sein. Und diese Selbstlosigkeit hat zuerst mal nichts mit Mitmenschen zu tun, sondern mit dem „eigenen Schweinehund“ – und erst in zweiter Linie, entsprechend Gottes Willen, mehr oder weniger mit Mitmenschen. Liebe ist somit die VORAUSSETZUNG im eigenen Herzen, die erst im Gehorsam Gott gegenüber dann Taten zur Folge haben. Jesus hatte daher auch eine Hilfe suchende Frau – nur weil sie eine Griechin war, er aber zunächst zu den Juden gesandt war – abgewiesen (Markus 7,24-30). Der Glaube der Frau gab schließlich den Ausschlag dafür, dass Jesus doch half, aber grundsätzlich war Jesus mangels Auftrag zunächst nicht dazu bereit!
Hier sehen wir, dass Gottes Wille noch über allem anderen stehen muss und Liebe vom Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes bestimmt ist! Daher spricht die Bibel auch vom notwendigen „Sterben“ des Eigenwillens um Frucht bringen zu können (Joh. 12,24; Galater 2,20).
Das Problem heute ist, dass „Liebe“ an Mitmenschen festgemacht wird. Wahre Liebe ist aber nicht personenbezogen bzw. unabhängig davon, mit wem man es zu tun hat und wie sich dieser verhält. Gerade bei der Ehe wird dies an den hohen Scheidungsraten deutlich, weil die so genannte „Liebe“ lediglich ein Gefühl ist, welches an einem Menschen festgemacht wird. Ändert sich das Verhalten des Ehepartners einem gegenüber, was mitunter triviale Gründe haben mag, dann stellt sich oft ein „beleidigt sein“ etc. ein, weil dieser „Scheinliebe“ jegliche tragfähige innerliche Basis fehlt!
Wir prüfen uns: Habe ich weiterhin Frieden und Freude im Herzen, wenn z.B. etwas kaputt geht? Bin ich geduldig und freundlich, wenn mir jemand oder etwas dazwischenkommt, so dass ich einen wichtigen Termin nicht pünktlich einhalten kann? Kann ich mich in keuscher Selbstzucht beim Essen zurück halten, sexuellen Versuchungen entsagen etc.?

Gibt es auch in der Welt eine Sehnsucht, wahre Liebe und Seelenfrieden im Herzen zu haben?

>> Antwort: In dem Glaubenslied „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Gerhard Tersteegen (1697-1769) heißt eine Strophe:

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart,
ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.


Hier kommt die selbstlose Sehnsucht eines Gotteskindes nach der einzigen wahren Kraftquelle der Liebe in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zum Ausdruck.
Doch wohin kann sich dann ein Weltmensch ohne Gottesbezug wenden? In dem Lied „Ich bin durch die Welt gegangen“ von Eleonore Fürstin von Reuß (1835-1903) wird diese Situation gut beschrieben:

Ich habe die Menschen gesehen,
und sie suchen spät und früh,
sie schaffen, sie kommen und gehen,
und ihr Leben ist Arbeit und Müh.
Sie suchen, was sie nicht finden
in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden
und unbefriedigt zurück.


In den folgenden Liedversen wird dann auf Jesus als der Quelle des Seelenfriedens hingewiesen. Auch Gott selbst sagt allen Suchenden wo sie fündig werden: Bei ihm, der allein „DAS Leben“ geben kann (Amos 5,4).
Gott hat aber die Sehnsucht nach wahrem Leben in die Menschenherzen gelegt. Wer aber nicht bereit ist zu „Glauben“, greift zum „Aberglauben“. Man sucht in Yoga, Transzendentale Meditation, Selbstfindungskursen, buddhistischen Lehren bis hin in Drogen und Rauschmitteln diesen Seelenfrieden und dieses „Meer der Liebe“ zu finden. Die Hippie-Zeit zeigte diese Suche auf ziemlich drastische Weise – jedoch musste sie letztlich scheitern, wie alle falschen Wege. Dass solche Wege im Elend oder gar Tod enden zeigte sich dann auch entsprechend.
Besonders deutlich zeigt die buddhistische Lehre die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden für die Seele. Wer aber genauer hinschaut sieht auch, dass dieses Ziel weder wirklich erreicht wird noch die „Tugenden“ in der Praxis überhaupt zu schaffen sind, obwohl durch Enthaltungen aller Art eine Freiheit von einem selbst gesucht wird. Doch nur unser Schöpfer kann uns letztlich innerlich frei von sündigen Trieben und somit „uns selbst“ machen. Eine Selbsterlösung (durch Religionen bzw. Religiosität) ist hingegen nicht möglich. Deswegen sagt Gott auch in Amos 5,4 „Suchet mich, so werdet ihr leben„, wobei dann noch religiöse Orte erwähnt werden, die aber alle nicht helfen sonder vergänglich sind.
Paulus hingegen wusste von dieser „Freiheit vom sündigen Fleisch“, weil er „mit Christus gekreuzigt“ war und nun Jesus Christus in und durch ihn lebte (Galater 2,19b-20). Ist Jesus Christus das Zentrum in unserem Herzen und haben wir Jesus die „Befehlsgewalt“ über uns abgegeben, tragen wir auch keine Verantwortung mehr, sind innerlich „entrückt“ (um die (vergebliche) Suche der Religionen zu verdeutlichen) allen Kränkungen und inneren Empfindlichkeiten und somit innerlich frei und losgelöst von äußeren Einflüssen. Kränkungen etc. treffen uns dann nicht mehr sondern Jesus! Dann können wir sogar Feinde lieben und dann können wir auch alle Früchte des Geistes wie Früchte wie Frieden, Freude, Geduld etc. bringen!
Wir prüfen uns: Baue ich auf weltliche „Hilfsmittel“ um Liebe, Frieden, Freude etc. im Herzen zu haben – oder lege ich meinen Eigenwillen auf den Altar und gebe mich GANZ Jesus hin, sterbe der Welt und lass Jesus durch mich leben – und lieben?

Kann man unterscheiden AT: 'böser' (harter / strafender) Gott und NT: 'guter' (liebender) Gott (in Jesus)?

>> Antwort: Die Lehre ist weit verbreitet, dass im AT Gott ein harter, strafender Gott ist, im NT hingegen solches aufgehoben wäre, weil Jesus sowie die Apostel im NT die Liebe so herausstellten – und vor allem, dass für uns heute nur das NT gelten würde. Die Bibel sagt aber was absolut anderes: Gott ist „unwandelbar“ (Maleachi 3,6; Psalm 102,26-28; Jakobus 1,17; Joh. 3,1; Matth. 24,35) und damit ist auch Gottes Wort (in AT wie NT) gleichermaßen ewig gültig (Markus 13,31)! Zudem sind „Vater und Sohn“ nicht trennbar sondern „eins“ (Joh. 10,30). Entsprechend haben AT und NT den „selben Autoren“. AT und NT müssen somit gleicher Weise gültig sein bzw. zusammengehören! Zudem kam Jesus nicht zur Auflösung des AT sondern um es zu erfüllen (Matth. 5,17). Vielmehr sagte Jesus ganz klar, dass bis zum Weltende noch nicht einmal ein Satzzeichen des AT’s seine Gültigkeit verlieren wird (Matth. 5,18) und das AT somit absolut gleichrangig neben dem NT steht! In den folgenden beiden Versen (Matth. 5,19-20) machte Jesus sogar noch deutlich, dass man nur ins Reich Gottes kommt, wenn man nicht wie die meisten Pharisäer und Schriftgelehrten ist (heute würde man Pfarrer / Pastoren sagen), die Abstriche am Wort Gottes machen (was leider gerade heute gilt)!
Ein großes Problem ist, dass Gottes Wort nicht genau gelesen wird! Jesus bemängelte z.B. dass (nur) „gesagt ist“ nicht die Ehe zu brechen – aber das die Sünde immer in den Gedanken anfängt (Jakobus 1,14-15; 2. Kor. 10,5) und daher solche zu kontrollieren sind, was aber nicht gelehrt wird (Matth. 5,27-28). Oft wird auch das Wort „Auge um Auge und Zahn um Zahn“ (2. Mose 21,22-27) als veraltet und für uns ungültig angeführt, wobei auch noch auf Matth. 5,38-42 hingewiesen wird. Dabei sagte Jesus auch dort „ihr habt gehört, dass gesagt ist“ - und nicht, wie sonst bei Schriftbezug: „es steht geschrieben“ (z.B. Lukas 22,37). Jesus hatte sich eindeutig gegen die Sonderlehre die aus der Schrift gemacht wurde und „gesagt ist“ gewendet (z.B. Matth. 15,4-6)! So ging es z.B. gerade NICHT um persönliche Rache bei der Mose-Bibelstelle, sondern um allgemein übliche richterliche Bestrafung bei böswilliger Schädigung: „Nicht MEHR als ein Auge für ein Auge“ d.h. übliche Hassspiralen (wie sie teilweise heute noch gerade im Orient mit Blutrache und „Vererbung des Hasses“ zu finden sind) wurden klar untersagt – Strafe muss aber schon aus Gerechtigkeitsgründen hingegen sein (Jeremia 46,28) sowie um Schaden für Mitmenschen (u. A. zu starke Verführung zum Bösen; 2. Mose 23,33; Micha 3,5+7) abzuwenden! Man darf dabei auf keinen Fall vergessen, dass es auch immer um das ewige Seelenheil vom Mitmenschen geht (siehe Römer 6,23), wobei drastische (abschreckende!) Strafen bis hin zum Tod(!) schlimmeres verhindern! Letztlich ist keine irdische Strafe so schlimm wie eine ewige Verdammnis (Off. 14,11)! Verführung MUSS zur Prüfung sein (Daniel 12,10; Markus 1,13) – aber ein Übermaß darf es nicht werden, weswegen Gott ab einem bestimmten Maß an Sünden (Matth. 23,32) sein Strafgericht kommen lassen MUSS (2. Mose 12,12)!
Das zeitgeistliche humanistische Denken hingegen kennt kaum Bestrafung mehr – und bringt unermessliches Leid (man denke nur an Kinderschänder, die faktisch mehr Schutz genießen als die armen Kinderseelen(!), und vielfach wieder frei kommen und dann weiter machen). Das Sünde zum Tod führt (Römer 6,23) ist daher für den „modernen“ Menschen kaum mehr nachvollziehbar und selbst in christlichen Kreisen herrscht Lauheit (Off. 3,16) statt Gemeindezucht. Auch Ermahnung (Römer 12,8) wird fast gar nicht mehr akzeptiert!
Als Folge der falschen Lehre wird Gott letztlich als wankelmütiger Lügner hingestellt, der früher so und heute anders ist – und in Zukunft eh alle Menschen in den Himmel lassen wird. Dies ist aber absolut falsch, zumal gerade im letzten NT-Buch der Offenbarung vielfach von der Hölle und Gottes Strafgerichten gesprochen wird!
Als weiteres wird ein Keil zwischen Jesus und dem Vater im Himmel getrieben, als wäre im AT der Vater im Himmel der „blutrünstige“ Gott und Jesus ganz anders von der Art her. Dass Jesus selbst der „Werkermeister bei Gott“ (Sprüche 8,30, Schlachter 2000-Übersetzung) war und die Welt erschuf (Sprüche 8,22-30) wird dabei genauso ignoriert wie Jesu mehrfaches Auftreten im AT (z.B. bei Abraham in 1. Mose 18), weil sich Gott im Fleisch in Jesus offenbart (Joh. 1,14). Das Jesus in Niedrigkeit zu seinem Auftrag der Erlösung kommen musste (Phil. 2,7), jetzt aber Richter und HERR in Herrlichkeit mit Augen wie Feuerflammen und einem scharfen Schwert in seinem Munde (Off. 1,14-16 + 19,15) ist, wird bei dem falschen Jesus-Bild, welches Jesu absolute Heiligkeit und Reinheit ignoriert, auch missachtet.
Zudem kann AT und NT nicht getrennt werden, da vieltausendfache Verheißungen und sonstige Verzahnungen zwischen AT und NT existieren und ein NT ohne das AT gar nicht recht verstanden werden kann.
Auch in Bezug auf das Thema „Liebe“ hilft somit das AT biblische Aussagen klarer und weniger durch „Zeitgeist-Brillen“ verfälscht zu sehen. Wir prüfen uns: Hat die GANZE Bibel Bedeutung für mich, auch wenn ich vielleicht einiges nicht verstehe – oder mache ich Abstriche, weil ich z.B. ein zeitgeistlich geprägtes falsches Gottesbild habe?

Gibt es eine Einschränkung wer geliebt werden soll?

>> Antwort: Zunächst muss man ganz grundsätzlich unterscheiden: Geht es um Gott, ist ohne jede Einschränkung von ganzem Herzen und allen Kräften zu lieben (Matth. 22,37).
Geht es um Geistwesen (egal ob Engel oder Dämonen), ist absolute Zurückhaltung geboten, da ihnen keine Verehrung von uns zusteht (Kol. 2,18; Off. 19,10 + 22,9).
Bezüglich den Mitmenschen haben selbst viele Christen durch den humanistischen Zeitgeist ein verzerrtes Bild, zumal Jesus die Liebe besonders hervorhob, obwohl er das vielfach „strenger“ formulierte AT nicht auflöste, sondern nur erfüllte (Matth. 5,17)! Zur Zeit Jesu war der Zeitgeist genau umgekehrt wie heute. Jesus wies deswegen auf die falsche menschliche(!) Lehre hin, den Nächsten zu lieben (3. Mose 19,18), aber den Feind zu hassen (Matth. 5,43). Letzteres steht so gar nicht in der Schrift, was auch Jesus durch „gesagt ist“ und nicht „es steht geschrieben“ deutlich machte! Strafgerichte der Staatsmacht wurden in dieser „Zeitgeist-Lehre“ auf rein persönliche(!) Konflikte übertragen (wobei schon das AT immer Zeugen forderte und sich damit gegen persönliche Rachegedanken aussprach! 5 Mose 17,6). Im Gegenteil spricht sogar das NT davon, dass die Staatsgewalt das Schwert (grundsätzlich gesehen) zum Strafgericht im Auftrag Gottes trägt bzw. anwendet (Römer 13,4; Das sagte Paulus sogar unter Verfolgung durch gerade diese Staatsmacht!!! Heute hingegen ist es „normal“ Polizisten – oft sogar ungestraft – umgekehrt zu schlagen!).
Beim Verhalten Mitmenschen gegenüber ist somit zwischen rein persönlichen Gefühlen und gesellschaftlichen (Straf-)Verhaltensmustern schon mal zu unterscheiden!
Auch wenn z.B. ein Mann seine Frau wie den eigenen Leib lieben soll (Eph. 5,28) und wir sogar unsere (persönlichen) Feinde lieben sollen, so gibt es doch Grenzen! So spricht Gott davon, dass Er – der doch „DIE Liebe“ ist (1. Joh. 4,8) - Menschen die Unrecht lieben (also sich bewusst für das „erkannte“ Böse entscheiden!), hasst (Psalm 11,5). Genauso kam Gottes Zorn über Joschafat, weil er jemanden der Gott hasste, liebte und ihm geholfen hatte (2. Chr. 19,2). Ähnlich verhält es sich bei der Sünde wider den Heiligen Geist (Markus 3,29), bei welcher keine Vergebung zu finden ist (hier wurde Jesu Vollmacht, wider besseres Wissen, dem Satan zugeschoben; Joh. 3,2). Ähnlich verhielt es sich bei Judas, welcher wider besseres Wissen sich bewusst gegen Jesus entschieden hatte und sich zum Werkzeug Satans (Joh. 13,27) bewusste und geplant machte (Matth. 26,14-16). Daher sagte auch Jesus, es wäre ihm besser gewesen, nie geboren worden zu sein (Matth. 26,24). Dies wurde aber ERST von Jesus zum Zeitpunkt ausgesprochen, als Judas im Begriff war den Verrat an Jesus zu begehen – vorher war Judas sogar der Verwalter des Geldbeutels (Joh. 13,29), obwohl Jesus dessen Herz und sogar Untreue bereits kannte (Joh. 12,6)! Hingegen tat Jesus Fürbitte für seine Mörder mit den Worten: „Denn sie wissen nicht was sie tun“ (Lukas 23,34).
Als weiteres ging Jesus sogar mit ganz scharfen Worten und „Wehe“-Rufen gegen heuchlerische Pharisäer und Schriftgelehrte an (Matth. 24). In seiner Rede fing er mit dem Hauptgrund für diese massive Ablehnung an: Sie schlossen anderen Menschen das Himmelreich zu (Matth. 24,13) und waren somit Irrlehrer, an die sich suchende Menschen wandten und die sie Irre führten!
Des Weiteren stieß Jesus die Tische der Geldwechsler um, weil Gottes Haus zur Räuberhöhle verkommen war (Joh. 2,15-16) – was auch nicht in unser Zeitgeist-Bild der so genannten „Liebe“ passt! Das selbst hier trotzdem noch „Liebe“ zu finden ist zeigt sich darin, dass die Menschen noch(!) Raum zur Buße und Umkehr hatten (2. Petrus 3,9) und dies zunächst als Warnung gezeigt bekamen!
Neben solchem direkten kämpferischen Verhalten Jesu gibt es aber auch an Gotteskinder die Aufforderung fromme Heuchler (2. Tim. 3,5) und Ungehorsame (2. Thess. 3,14) zu meiden und sich von Zwietracht säenden Verführern abzuwenden (Römer 16,17-18). In 1. Kor. 5,9-12 wird die Liste erweitert und der Grund genannt: Man soll nichts zu schaffen haben mit „Frommen“(!) die unzüchtig, geizig, Lästerer, Trunkenbolde, Räuber oder Götzendiener sind (dieses Abwenden kann zudem auch ein erstes Zeichen des Gerichts sein!).
Ein konkretes Verhaltens-Beispiel finden wir in 2. Könige 3,13-14. Elia sagte sogar dem König Joram ins Gesicht, dass er (wegen dessen Abgötterei) nichts mit ihm zu schaffen haben wollte, ihn weder sehen noch achten wollte und forderte ihn auf, die Propheten seines extrem gottlosen Vaters Ahab und der schlimmen Mutter Isebel aufzusuchen. (Wegen des gottesfürchtigen Königs Joschafat, mit dem dieser zusammen ins Feld ziehen wollte, half er am Ende aber dann doch.)
Zunächst muss klar sein, was unter „Liebe“ zu verstehen ist! Liebe sucht das Wohl des Nächsten – und dies kann durchaus auch über Bestrafung gehen (Sprüche 13,24). Geht diese über Hilfe und direkte oder indirekte Unterstützung, ist dies in einigen Fällen aber auch falsch!
Man kann letztlich sagen, dass selbst den größten gottlosen(!) und somit geistlich blinden Feinden (die deswegen sogar Jesus Christus lästern; Matth. 12,32), Liebe entgegen gebracht werden muss – unabhängig davon, welches Leid sie über uns brachten! Bei Menschen, die hingegen Gottes Gnade geschmeckt (siehe auch Satan) und Wunder erlebt (4. Mose 14,11) und den Heiligen Geist einmal empfangen hatten und doch abfielen und sich somit bewusst GEGEN Gott stellten und den Heiligen Geist damit wieder fortschickten (und ihn somit lästerten; Matth. 12,31-32 – siehe auch Judas-Brief), ist eine Errettung nicht mehr möglich (Hebr. 6,4-6; 3. Mose 24,16) wo Gottes Gebot auch gilt, diese nicht auch noch zu unterstützen (2. Chr. 19,2)! Dazu kommt, dass „fromme“ Irrlehrer Seelen ins Verderben stürzen. Von solchen haben sich Gotteskindern zu distanzieren.
Im Grunde muss Gott einem aber zeigen, welche Menschen ihn erkannt haben und sich dann doch wider besseren Wissens gegen Gott gewandt haben, und welche Menschen einfach nur blind sind. Es kann somit sein, dass man Personen die einen übel behandeln (Grund kann hierbei auch ein Irrglaube sein, der aber nicht von ihnen gelehrt wird; Jakobus 3,1), aber die geistlich blind sind, mit Liebe begegnen soll – einen Umgang mit Personen die einem lieb sind, aber Gott wider besseres Wissen abgesagt haben und sich bewusst für den Weg der Sünde entschieden haben, aber abbrechen muss!
Wir prüfen uns: Lass ich mich von Gott – oder von meinen Gefühlen leiten, welchen Menschen ich mit Liebe begegnen soll?

Stimmt der moderne Selbstannahme-Trend: 'Liebe dich selbst!'?

>> Antwort: David bekannte bereits in Psalm 139,14 voller Dank, dass Gott ihn wunderbar gemacht hatte. Eine Annahme von dem, was uns Gott als unser Schöpfer gegeben hatte, ist somit biblisch und sogar geboten, zumal Gott das Recht hat jeden Menschen anders zu machen (Jeremia 18,4-6; Matth. 20,15) wie ER es will! Jede Kritik an unserem Geschlecht, geistigen und körperlichen Fähigkeiten, Begabungen, Gesundheit, Aussehen usw. ist letztlich ein Murren gegen Gott selbst, welches daher sogar Gottes Strafe nach sich zieht (4. Mose 17,25; 1. Kor. 10,10)!
Nimmt man das oberste Gebot der Nächstenliebe „wie sich selbst“ (Matth. 19,19), so sollen wir uns selbst in gewisser Weise lieben bzw. annehmen. Die von Gott geforderte gesunde Selbstliebe ist, dass ich zu mir Ja sagen kann, weil Gott zu mir als Gotteskind Ja sagt. Ich bin angenommen und geliebt (Jeremia 31,3).
Ganz anders hingegen sieht es aus wenn es um die „ich“-Bezogenheit (Egoismus) geht. So heißt es sogar, dass wir unser „Eigenleben“ (Selbstbestimmung / Selbstverwirklichung / eigene Wünsche / Eigensinn; Titus 1,7; 2. Petrus 2,10) in den Tod geben müssen (Römer 14,8; 2. Kor. 4,10; Phil. 1,21) und Jesus Christus der Herr(scher) über uns sein muss (Matth. 7,21). Selbst Leid ist daher aus Gottes Hand anzunehmen (1. Petrus 4,19).
Wir prüfen uns: Lebe ich wirklich für Jesus – oder doch letztlich mein eigenes, nach eigenen Interessen und Wünschen ausgerichtetes Leben?

Wie äußert sich die Liebe zu Gott?

>> Antwort: Das oberste Gebot ist, Gott von ganzem Herzen zu lieben. In 1. Kor. 16,22 heißt es sogar das jeder der Jesus Christus nicht liebt verflucht sei. In Off. 2,4 fordert Jesus sogar die Rückkehr zur „ersten Liebe“.
Die Liebe zu Gott äußert sich u. A. …
* ... im Suchen der Gemeinschaft mit Gott (1. Kor. 8,3; Hohelied 3,1-2; Psalm 63,2)
* ... in der Anbetung Gottes (Psalm 86,9 + 95,6)
* ... im Lob Gottes (Psalm 117,1 + 147,12; Jesaja 25,1; Daniel 4,34)
* ... an der Gottesfurcht (1. Petrus 3,2+16; Psalm 111,10)
* ... in der Bereitschaft Gott zu dienen (Jesaja 56,6; Jeremia 2,2)
* ... im Gehorsam Gott gegenüber (Joh. 14,15+21-24; 1. Joh. 2,5 + 5,2-3; 2. Joh. 6)
* ... in der Treue zu Gott (Hosea 6,4; 1. Könige 2,4 + 20,3; 1. Kor. 4,2)
* ... indem wir Frucht bringen und u.A. auch Gott dadurch verherrlichen (Joh. 15,8)
* ... dass sie noch über der Nächstenliebe steht (Matth. 10,37; Lukas 10,27)
* ... in der Abkehr von der Weltliebe (1. Joh. 2,15; Joh. 15,19)
Wir prüfen uns: Wie äußert sich meine Liebe zu Gott?

Wie äußert sich die Nächstenliebe?

>> Antwort: Nach der Liebe zu Gott folgt das Gebot der Nächstenliebe (Lukas 10,27), wobei diese unter Gotteskindern genauso sein soll, wie Jesu Liebe zu uns ist (Joh. 13,34)! Wenn man dabei bedenkt, dass Jesus sein Leben „für seine Freunde“ gegeben hat, erkennt man die Tragweite dieses neuen Gebots (Joh. 15,13). Paulus bezeichnet die Liebe untereinander gar als Schuldigkeit (Römer 13,8) und das diese nie dem Nächsten Böses antut (Römer 13,10)
Die Nächstenliebe äußert sich u. A. …
* ... in sichtbaren Liebes-Taten (Eph. 1,15; 1. Joh. 3,18)
* ... im Mit-Leiden (2. Kor. 2,4; 1. Samuel 1,5; Römer 12,15)
* ... in der Rückstellung eigener Interessen und Opferbereitschaft bis hin zur Selbsthingabe (Ruth 3,10; 2. Kor. 12,15; Joh. 15,13; 1. Könige 3,26)
* ... in finanzieller Hilfe (2. Kor. 8,8; 1. Joh. 3,17)
* ... im gegenseitigen Dienen (Galater 5,13; Hebr. 6,10)
* ... im einander ertragen und Liebe zu allen Gotteskindern (Eph. 4,2; Kol. 1,4)
* ... an der Barmherzigkeit (Psalm 37,26; Matth. 5,7; Lukas 6,36 + 10,37 )
* ... in Vergebungsbereitschaft und Trost anstatt Zorn (3. Mose, 19,18; 2. Kor. 2,7-8; 1. Petrus 4,8; Zef. 3,17)
* ... in der Einmütigkeit, inneren Verbundenheit und Sehnsucht nach Gemeinschaft untereinander (Phil. 2,2; Kol. 2,2; 1. Thess. 3,6; 1. Sam. 18,3; 2. Sam. 1,26; Eph. 4,16)
* ... in der Treue (Sprüche 17,17; 2. Sam. 16,17)
* ... in der Unrelevanz von z.B. der Abstammung (3. Mose 19,34)
* ... in der Herzlichkeit (Phil. 2,1; 1. Tim. 1,5; Römer 12,10)
* ... in der demütigen Höherachtung des anderen als sich selbst (Phil. 2,3)
* ... darin, dass man auch ermahnt! (Sprüche 27,5; Apg. 20,31; 1. Kor. 4,14; 1. Thess. 4,1)
* ... in der Feindesliebe (Matth. 5,44-46)
Wir prüfen uns: Wie äußert sich meine Liebe zum Nächsten?

Was sollte uns bei der Nächstenliebe am wichtigsten sein?

>> Antwort: Im Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus (Namensbedeutung: „Gott ist die Hilfe“) in Lukas 6,19-31 wird deutlich: Man kann im Überfluss an weltlichen Genüssen leben – und ist doch am Ende eine namenlose, ewig verdammte Seele. Man kann aber auch umgekehrt selbst im scheinbar nicht enden wollenden Leid sich innerlich an Gott Hilfe suchend festklammern und Gott durch Glauben die Ehre geben – und am Ende in die ewige Herrlichkeit einziehen! Entsprechend muss auch das Seelenheil der Mitmenschen vor allem anderen stehen!
Vergleichbar wäre dies mit einem Glas Wasser, welches man einem durstigen Menschen gibt, während man sieht, dass er auf einen Abgrund zuläuft ohne diesen zu erkennen. Was nützt das Wasser, wenn er kurz danach tot ist? Daher muss das Seelenheil in der Nächstenliebe Priorität haben!
Entsprechend ausgerichtet sollte z.B. auch die Kindererziehung sein: So ist ein „Verwöhnen“ mehr als Fragwürdig, da dies das von Jugend auf sündige Herz (1. Mose 8,21) eher fördert. Bescheidenheit und Zucht hingegen helfen dem Kind. Genauso kann auch ein Kind welches Vater und Mutter ehrt auch viel eher Gott ehren (Eph. 6,2-3), zumal sie die Eltern sehen können, Gott aber nicht (1. Joh. 4,20). Wahre Lieber zu den Kindern zeigt sich somit nicht in vielen Geschenken und Ausräumung aller Probleme, sondern in der Ermahnung und Zucht zum Herrn Jesus hin (Eph. 6,4).
Wir prüfen uns: Bin ich vielleicht sogar schnell dabei Mitmenschen in äußerlichen Dingen zu helfen - aber ihr ewiges Wohlergehen bzw. Seelenheil ist mir letztlich egal?

Wo liegt die Kraftquelle der Liebe?

>> Antwort: Liebe ist nicht aus unserem bösen Herzen heraus möglich, sondern kann nur von Jesus kommen (und durch Erkenntnis und Erfahrungen bereichert werden; Phil. 1,9). Hiervon spricht Jesus im Gleichnis von Weinstock und Rebe, wobei er klarstellt, dass die Kraftquelle für das erbringen geistlicher Früchte in ihm (Jesus) liegt und uns bei einer engen Verbindung mit ihm zufließt (Joh. 15,4-5). Römer 5,5 spricht davon, dass die Liebe Gottes in unsere Herzen „durch den Heiligen Geist“ ausgegossen ist. Liebe fließt uns somit von Gott her zu, zumal Gott selbst als „DIE Liebe“ bezeichnet wird (1. Joh. 4,16). Auch 2. Petrus 1,4 weist darauf hin, dass wir durch Verheißungen Anteil an der göttlichen Natur (und somit auch der göttlichen Liebe „Agape“) bekommen.
Die Kraft des Heiligen Geistes wird dadurch sichtbar, dass ein Gotteskind innerlich „gedrängt / getrieben“ wird (Römer 8,14) und man es z.B. gar nicht lassen Jesus zu bezeugen (Apg. 4,20; Jeremia 20,9). Auch in Bezug auf die Liebe besteht dieses Drängen (2. Kor. 5,14) weil durch den Glauben Jesus und damit auch Gottes Liebe (2. Tim. 1,13) im Gotteskind wohnt (Eph. 3,16-19). Entsprechend ist auch von „seiner Liebe“ (Eph. 1,4) die Rede die durch uns sichtbar wird, zumal Gott uns zuerst geliebt hat (1. Joh. 4,10+19).
Diese Kraftquelle in Jesus wird noch ergänzt durch Dank für die unendlich große Güte und Barmherzigkeit Gottes der Sündenvergebung (Lukas 7,42).
Wir prüfen uns: Besteht eine enge Verbindung zu der „Kraftquelle“ Jesu?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Glaube und Liebe?

>> Antwort: Glaube wird erst durch die Liebe tätig (Galater 5,6) bzw. Liebe erfolgt im Glauben (Titus 3,15). Der Glaube an Jesus Christus (beinhaltet auch, die engste Gemeinschaft mit Jesus zu haben) ist somit die innerliche Basis, die nach außen hin durch Liebestaten sichtbar wird.
Im bereits erwähnten Gleichnis von Weinstock und Rebe (Joh. 15,1-8) wird dies besonders deutlich: Wenn das Gotteskind den engste Kontakt mit Jesus sucht und somit „Glauben lebt / praktiziert“, wird als Folge davon die geistliche Frucht der Liebe erwachsen.
Wir prüfen uns: Welche Rückschlüsse lassen sich auf meinen Glauben anhand der Frucht der Liebe ziehen?

Warum fragte Jesus den Petrus dreimal, ob er ihn lieben würde (Joh. 21,15-17)?

>> Antwort: Jesus wollte Petrus seine mangelnde Liebe aufzeigen, welche letztlich auch der Grund dazu war, dass er ihn drei Mal verleugnen konnte (Joh. 18,17-27). Dabei ging Jesus stufenweise mit den Erwartungen „runter“:
1. Zuerst fragte er Petrus, ob er ihn mit „agape“ (= inbrünstige, selbstlose Liebe, wie Gott uns liebt) und zudem mehr als die anderen lieben würde. Petrus bekannte darauf, dass er Jesus (nur) mit „phileo“ (= freundschaftliche Liebe) lieben würde.
2. Beim zweiten Mal fragte er Petrus alleine auf sich bezogen, ob er ihn mit „agape“ lieben würde. Petrus bekannte wiederum, dass es lediglich eine „phileo“-Liebe sei.
3. Beim dritten Mal ging Jesus auf diese „Phileo“-Liebe ein und fragte Petrus, ob er ihn (nur) mit „Phileo“ lieben würde. Dies machte Petrus traurig (Vers 17), weil Jesus ihn durchschaut hatte, dass er nicht mehr als nur eine freundschaftliche Liebe zu Jesus hatte.
Bemerkt werden muss aber, dass Petrus Jesus später nicht mehr verleugnet hatte sondern ihn offen bekannte und selbst das Gefängnis und Schlimmeres in Kauf nahm um Jesu Willen!
Wir prüfen uns: Liebe ich Jesus nur mit einer freundschaftlichen Liebe – oder brennt mein Herz für ihn so, dass ich bereit bin ggf. sogar mein Leben für ihn zu geben (Joh. 15,13)?


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