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Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 25.09.2017

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Jesus kommt bald - seid bereit!

Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

Lukas 12,40

Des Menschen Sohn wird kommen,
des freuen wir uns all;
vereint mit allen Frommen
und mit der Sel´gen Zahl
sind wir darauf gerichtet,
dass bald der Heiland naht,
da sich´s auf Erden lichtet
in fühlbar großer Gnad.

Frage: Sind wir bereit für Jesu Kommen?

Tipp: Vorgestern, am 23.09.2017 waren viele Christen in gespannter Erwartung um Jesu evtl. Kommen aufgrund von Off. 12,1-2. Schauen wir uns mal Off. 12 an: Es geht um eine Frau im Endstadium der Schwangerschaft. Die Schreie lassen auf die Presswehen der Austreibungsphase kurz vor der Geburt schließen, weswegen auch dann ab Vers 3 Satan auf den Plan tritt um die Geburt ja nicht zu verpassen. Ab wann Satan zur Stelle ist wird nicht gesagt - vermutlich unverzüglich. Gestern war jedenfalls „Fasten Gedalja“ in Israel (Zom Gedalja wurde vom Antichrist-Vorgänger und „Sohn Davids“ Ismael ben Natanja heimtückisch umgebracht und Israel dadurch letztlich zerstört). Damit hätten wir die Situation, dass Überwinder wie auch Satan auf den Geburtszeitpunkt gespannt warten, ohne ihn zu kennen. Mit Off. 12,1-2 vorgestern „ist die Zeit (grundsätzlich) erfüllt“ für Jesu 2tes Kommen (vergleiche Gal. 4.4). Lasst uns also unbedingt bereit sein!

Die Bedeutung des Heiligen Geistes


Wohl noch nie in der Geschichte des Christentums war der Stellenwert des Heiligen Gottes so hoch angesehen - und gleichzeitig die rechte Erkenntnis über Ihn so verschwommen, wie heute. Gott ist der HERR und entsprechend regiert ER alleine und wirkt und teilt Gaben und Aufgaben zu, wie ER es will! Für manche Christen zählt hingegen das "Geisterfüllt sein" und "im Besitz gewisser Gaben" zu sein sowie spektakuläre Geschehnisse geradezu zu einem "Muss", wodurch sie den Heiligen Geist letztlich zum Knecht degradiert, an den man eine "Erwartungshaltung" hat. Dabei sagt die Bibel:

Dies alles aber wirkt derselbe "eine" Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

1. Kor. 12,11
Gott will UNS gebrauchen - nicht wir IHN (für letztlich unsere mehr oder weniger frommen Zwecke und Wünsche)! Wie schwer fällt uns doch dies oft in der Praxis zu akzeptieren!
Dabei sollte man sich auch vor Augen halten, was "heilig" bedeutet! Ein sündiges Leben betrübt den Heiligen Geist und Er wird sich dann zurückziehen! Stattdessen muss ein Christ ein gereinigtes und somit brauchbares Gefäß für Gott sein, welches ER gebrauchen kann wie ER es will!

Wenn nun jemand sich reinigt von solchen Leuten, der wird ein Gefäß sein zu ehrenvollem Gebrauch, geheiligt, für den Hausherrn brauchbar und zu allem guten Werk bereitet.

2. Tim. 2,21
Dazu ist eine tiefe Hingabe und Demut notwendig.
Außerdem sollte man es Jesus gleich tun, und immer wieder die Stille suchen, um Gottes Reden zu hören.

Der bekannte Evangelist und General Georg von Viebahn (1840 - 1915) schrieb einmal einen Artikel über die Bedeutung des Heiligen Geistes, der damals in der Zeitschrift "Schwert und Schild" veröffentlicht wurde. Nachfolgend sind einige Auszüge daraus wiedergegeben:


1. Die göttliche Person des Heiligen Geistes

"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?, (1. Korinther 3,16). "Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?" (1. Korinther 6,19).
Ein Gläubiger soll "wissen", dass er ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Es ist ein ernster Mangel, wenn er sich dessen nicht bewusst ist oder wenn er die heilige, göttliche Person nicht kennt, die in ihm Wohnung machte. Viele Gläubige denken: "Es kommt nicht so sehr darauf an, ob man den Heiligen Geist als eine Person oder als eine Kraft anerkennt" Aber das ist ein großer Unterschied; wenn der Heilige Geist eine göttliche Person ist, so schulden wir Ihm Ehrfurcht, Liebe und Vertrauen. Wenn Er eine Kraft ist, so brauchen wir uns nur Seinen Wirkungen hinzugeben, haben aber kein persönliches Verhältnis zu Ihm.
Viele Gläubige wissen so wenig über die Person des Heiligen Geistes, dass sie an Ihn als an einen Einfluss oder als eine Kraft denken; infolgedessen wollen sie diese Kraft empfangen, um sie zu gebrauchen. Wer aber den Heiligen Geist, wie die Bibel Ihn bezeugt, als eine unendlich erhabene Person kennt, der merkt: Der Heilige Geist will uns in Besitz nehmen, um uns zu gebrauchen. Welch ein Unterschied, ob ein Mensch die göttliche Kraft gebrauchen will, um das zu werden oder zu erlangen, was er wünscht oder ob er sich selbst dem ewigen Gott in die Hand legt, damit Gott ihn gebraucht! Das letztere ist Gottes Wille mit uns. In dem Augenblick, wo wir uns selbst erkennen als Tempel des Heiligen Geistes - bewohnt, geleitet und zum Dienst benutzt von dieser erhabenen, heiligen Person -, werden wir tief demütig, und Gott kann zu Seinem Recht kommen.
Wie überwältigend ist diese Wahrheit, dass der ewige Gott durch die Person des Heiligen Geistes in uns wohnt, waltet, wirkt und herrscht! Die Schrift stellt uns den Heiligen Geist als eine handelnde Persönlichkeit dar. Wir lesen:

  • Er redet und sondert einzelne bestimmte Menschen zum Werk aus (Apostelgeschichte 13,2).
  • Er gibt Seine Meinung kund (Apostelgeschichte 15,28).
  • Er teilt Gaben aus und hat einen persönlichen Willen (1. Korinther 12,11).
  • Er offenbart das, was Er weiß und erforscht hat (1. Korinther 2,9-11).
Unmöglich könnte man dies alles von einer unpersönlichen Kraft sagen. Der Heilige Geist wird durch den Sohn gesendet (Johannes 15,26; 16,7) und zeugt vom Sohn (Johannes 15,26; 16,14-15). Er redet nicht aus Sich Selbst, sondern Er redet, was irgend Er hört und verkündigt das Kommende (Johannes 16,13). Der Heilige Geist ist durch das ewige Wort Gottes mit einer solchen Majestät umkleidet, dass wir Seinen heiligen Namen nur mit tiefster Ehrfurcht nennen dürfen. Der Herr unterscheidet klar zwischen Seiner Person und Seinem Namen und der Person und dem Namen des Heiligen Geistes. Wenn die Lästerung des Geistes als eine Sünde bezeichnet ist, die nicht vergeben wird (Hebräer 10,29), so ist dies nicht wunderbar, denn ein Mensch, der diese Lästerung ausspricht, hat ja Den von sich gestoßen, durch den alle Wirkungen der Gnade auf Herz und Gewissen der Menschen ausgeübt werden.
Dieser ernste Sachverhalt umschließt zugleich einen tiefen Trost für alle die, die unter dem verzweifelnden Druck einhergehen, sie könnten keine Gnade mehr finden, weil sie die Sünde wider den Heiligen Geist begangen hätten. Ihr Schmerz, ihre Kümmernis ist ein Beweis, dass sie unter den Gnadenwirkungen des Heiligen Geistes stehen, der sie trösten will, wenn sie nur glaubend die Gnade fassen.
Wie klar aber folgt aus diesem allen, dass der Heilige Geist eine Persönlichkeit ist! Als Jesus in die Herrlichkeit zum Vater ging, verhieß Er Seinen Jüngern, dass Er sie nicht als Waisen zurücklassen wolle. Er wollte eine andere göttliche Person senden, die den Jüngern das ersetzen sollte, was Er ihnen in den Jahren Seines irdischen Dienstes war. Deshalb sagte Er: "Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, (Johannes 16,7). Jesus nennt den Heiligen Geist den Sachwalter (Rechtsanwalt oder Fürsprecher) oder "Tröster". Auch sagt der Herr vom Heiligen Geiste: "Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe" (Johannes 14,26.)
Es gibt aber noch andere klare Schriftbeweise davon, dass der Heilige Geist eine göttliche Person ist. Er kann betrübt werden (Epheser 4,30), wenn wir etwas tun oder sagen, was sich in Seiner heiligen Gegenwart nicht geziemt. Er kann gedämpft werden (1. Thessalonicher 5,19), wenn wir unser Herz Dingen und Einflüssen öffnen, die Sein Wirken hemmen. Wir sollten den Heiligen Geist als "den Geist der Wahrheit, kennen und ehren (Johannes 16,13 und 1. Johannes 5,6). Wie ernst ist es, wenn ein Mensch, in dem diese heilige Person Wohnung gemacht hat, bewusst in irgendeiner Beziehung von der Wahrheit abweicht! Gewiss haben wir oft vom Heiligen Geist gehört, auch an Ihn geglaubt; aber die Frage ist: Haben wir in unseren Gedanken, unserem Vertrauen, unserer Liebe und Zuneigung diese heilige Person wirklich geehrt?
Jeder wahre Christ ist wiedergeboren durch den Heiligen Geist, versiegelt und gesalbt mit dem Heiligen Geist, erleuchtet und geleitet durch Ihn! Er hat das Zeugnis der Kindschaft und des Erbteils durch das Unterpfand des Heiligen Geistes, der Ihn zugleich befähigt, den Willen Gottes zu erkennen und zu vollbringen. Auch vertritt der Heilige Geist die Schwachheit der Gebete der Kinder Gottes mit unaussprechlichen Seufzern (Römern 8,26).
Durch den Heiligen Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist (1. Petrus 4,14), stehen die Gläubigen vor Gott nicht mehr als Menschen "im Fleisch", in der alten Natur, sondern sie sind Menschen "im Geist". Durch Ihn sind sie fähig, ihre angeborene Sündennatur für tot zu erklären und im Grabe zu halten, "die Handlungen des Leibes zu töten, (Römer 8,13) und die Früchte des neuen Lebens zu offenbaren. Sie haben Gewissheit der Auferstehung (Römer 8,11). Vor allem ist dies wichtig: Der Heilige Geist, der ihnen gegeben ist, ist ein Geist der Kindschaft, durch den wir rufen: Abba, Vater! (Römer 8,15)
Der Heilige Geist lehrt die Gläubigen beten und bringt die Sehnsucht nach der Ankunft des Herrn hervor. "Der Geist und die Braut sagen: Komm!, (Offenbarung 22,17.) Der unermessliche Reichtum dessen, was der Heilige Geist den einzelnen Gläubigen gibt und in ihnen wirkt, ist eine Fülle, die unerschöpflich ist. "Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8,9). Es ist der Wille Gottes, dass alle Gläubigen, die mit dem Heiligen Geist getauft sind, die Fülle des Geistes empfangen: "Werdet mit dem Geist erfüllt!, (Epheser 5,18). Der Heilige Geist will über unser ganzes Leben, alle Neigungen, Wünsche und Gedanken, über unseren Geist und Leib volle Herrschaft ausüben und einen Strom von Friede, Freude, Kraft offenbar werden lassen. Er kann das aber nur, wenn die Gläubigen als leere Gefäße, entleert von Selbstsucht, Weltlust, Ehrgeiz, Geldrechnungen und aller Unreinigkeit, sich von Ihm füllen lassen wollen. Zuvor muss weggeschafft werden, was Ihn hindert und betrübt: Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei, Bosheit, Nachtragen (vgl. Epheser 4,30-32).
Als die Witwe durch Elisa die überströmende Fülle des Öls empfangen sollte, um fähig zu werden, ihre Schuld zu bezahlen und mit ihren Söhnen ein neues Leben der Freiheit zu leben, da brauchte sie zwei Dinge: eine verschlossene Tür gegenüber der Welt und leere Gefäße, um die Fülle Gottes zu empfangen. (2. Könige 4,1-7.) Dies ist unser Fall in der gegenwärtigen Zeit, wenn wir die Fülle des Geistes erleben wollen. Wir müssen unsere Seele durch eine für die Welt verschlossene Herzenstür in der Stille der göttlichen Gegenwart bewahren lassen und müssen unser Leben, unseren Willen als ein leeres Gefäß hinstellen, um mit dem Öl des Heiligen Geistes erfüllt zu werden!
Die Gläubigen der Gegenwart sind sich vielfach bewusst, dass sie mächtigere Wirkungen des Heiligen Geistes bedürfen; das Verlangen nach der Fülle des Heiligen Geistes wird ausgesprochen in vielen Gebeten - dem Herrn sei Preis dafür! Der heiße Wunsch, die Gläubigen belebt zu sehen und durch mächtige Erwerbungen, zahlreiche Verehrungen den Namen des Herrn Jesu vor aller Welt verherrlicht zu sehen, bewegt viele Herzen. Diese Wünsche und Bedürfnisse sind gewiss durch den Heiligen Geist Selbst bewirkt, und Er wird sie stillen. Wir erleben große und anbetungswürdige Offenbarungen der Macht des Wortes und des Geistes Gottes. Der Herr ist nahe, und die klugen Jungfrauen, die das Öl des Geistes haben, schmücken ihre Lampen, dass sie hell brennen.
Wenn man jene Wünsche zuweilen in die Form gekleidet hört, dass um eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes, um ein neues Pfingsten gebetet wird, so ist dies nicht eine biblische Ausdrucksweise. Das Erscheinen des Heiligen Geistes auf der Erde geschah am Pfingsttag; seitdem wohnt und wirkt Er in den Gläubigen und wirbt aus dem Volke dieser Welt die Braut für das Lamm.
Wie der von Abraham ausgesandte Knecht dem Sohne seines Herrn die Braut warb (vgl. 1. Mose 24), sie beschenkte mit den Schätzen, die der Vater ihm mitgegeben, und ihr auf der Wüstenreise von der Liebe und Schönheit des Isaak erzählte, dem Rebekka ihr Herz gegeben, obwohl ihr Auge ihn noch nie gesehen hatte - so auch der Heilige Geist. Er wirbt die Braut, schmückt sie mit himmlischen Kostbarkeiten, tut ihr die Schönheit und Liebe ihres himmlischen Gebieters kund und führt sie Dem entgegen, der sie sehnsuchtsvoll erwartet und ihr entgegen schreitet aus des Vaters Herrlichkeit, um sie zu empfangen und sie hinein zu führen zur Hochzeit des Lammes. Dies ist der Weg und das Ziel, auf dem und zu dem der Heilige Geist die Söhne Gottes leiten will.
Jedoch Er leitet sie auch in den kleinen und kleinsten Dingen des täglichen Lebens, Er leitet sie Stunde um Stunde, wenn sie in Demut und Aufrichtigkeit begehren, für Jesum zu wandeln und Seinen Namen vor der Welt zu verherrlichen.

2. Ist die Leitung durch den Heiligen Geist eine fromme Träumerei oder eine Wirklichkeit?

"Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes, (Rö 8,14). Ist dies nur eine erhabene Ausdrucksweise, nur eine Sprache in schönen Bildern? Oder ist es Wahrheit, Wirklichkeit, dass in den gläubigen Christen, die Söhne (d. h. Kinder und Erben) geworden sind, Gott der Heilige Geist, persönlich in ihnen wohnend, die Leitung übernommen hat?
Diese Frage sei zunächst durch einige sicher belegte Erlebnisse beantwortet:

Ein junger Gläubiger war als Vizefeldwebel zur Dienstleistung eingezogen. Eines Nachmittags zum Schießdienst kommandiert, traf er eine halbe Stunde zu früh an den Scheibenständen ein und betrat daher ein dort gelegenes Gartenlokal, um vor Beginn des Dienstes eine Tasse Kaffee zu trinken. Er saß noch nicht lange da, so kam ein Leutnant desselben Bataillons, der sich ebenfalls Kaffee bestellte und sich an denselben Tisch setzte. Der Vizefeldwebel verspürte einen mächtigen Trieb, dem jungen Offizier ein Wort von der rettenden Gnade zu sagen, die in Christo zu finden ist. Es sprach in seinem Inneren: "Sage es ihm; bezeuge ihm das Evangelium!, Aber sein Verstand sprach dagegen: "Es ist ja nur so kurze Zeit; was soll er denken; er ist ja dein Vorgesetzter!, usw. Bald war die Zeit verstrichen - man stand auf, und das Schießen auf dem Scheibenstand begann. Nach Dienstende ging der Vizefeldwebel nach Hause. Als er am nächsten Morgen den Kasernenhof betrat, war das erste, was er hörte: "Wissen sie schon, der Leutnant X hat sich in der Nacht erschossen!" Es war jener Offizier, dem der Jünger Jesu noch einmal die Gnadenbotschaft hatte sagen sollen. Es war die Stimme des Heiligen Geistes gewesen, die den sonst so treuen Bekenner seines Herrn mit dieser Botschaft beauftragen wollte.

Ein gläubiger Student lud einen anderen Studenten, der wegen seiner Reserviertheit bekannt war, ein, am Abend in eine Evangelisationsversammlung für Studenten zu kommen. Gott erhörte das Gebet, mit welchem diese Einladung begleitet war. Der Unnahbare sagte zu und kam. Das Wort Gottes ergriff ihn so, dass er die tiefe Bewegung seines Herzens nicht verbergen konnte. - Der einladende Student erzählte von diesem Moment: "Eine Stimme sagte mir so deutlich, als ob ich sie hörte: ‚Rede mit ihm', aber ich tat es nicht. Am nächsten Abend kam der andere aus freien Stücken wieder. Einer der gläubigen Studenten legte seinen Arm auf meine Schulter und bat: ‚Rede doch mit ihm; wir alle haben ihn noch nie so bewegt gesehen' Ich sagte, ich wolle es tun. Aber ich tat es nicht. Einige Zeit nachher hatte ich einen Traum, in dem es mir schien, ich sei nicht mehr auf der Erde. Der Herr begegnete mir und fragte: ‚Erinnerst du dich, dass Ich dich bat, mit ihm zu reden?' - ‚Ja!' - ‚Und du hast es nicht getan?' - ‚Nein.' Als ich erwachte, suchte ich ihn auf und durfte ihm ein Wegweiser zu Jesus werden."

3. Erstreckt sich die Leitung des Heiligen Geistes auch auf persönliche Schlüsse und kleine Dinge?

Es gibt ein Geleitetwerden durch den Heiligen Geist, nicht nur da, wo es sich um das letzte Gnadenwort an gefährdete Seelen handelt, - nein, es gibt diese göttliche Führung auch in den persönlichen Angelegenheiten, in den großen und kleinen Entscheidungen im Leben. Kinder Gottes dürfen ihren ganzen Tagesweg unter dieser Führung gehen. Solche können oftmals - wohl nicht immer - sagen: Ich weiß, dass ich jetzt diesen Brief schreiben soll, an den ich eigentlich nicht gedacht hatte, oder jenen Besuch machen soll, der nicht in meinem Programm stand. Freilich ist diese spürbare Leitung wohl nicht eine dauernd gleichmäßige; sie tritt auch bei begnadigten Gotteskindern manchmal klarer hervor und wird zu anderer Zeit nicht verspürt. Das hängt wohl mit der größeren oder kleineren Herzensstille zusammen.

4. Wie der Heilige Geist zuerst vor allem durch das Wort Gottes redet und das Gewissen erleuchtet

Durch den Geist Gottes geleitet zu werden, ist eins der kostbarsten Vorrechte und der besonderen Kennzeichen der Kinder Gottes (Galater 5,18). "Der natürliche Mensch (d. h. der Mensch in seinem natürlichen, unbekehrten Zustand) aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm Torheit, und er kann es nicht erkennen, (1. Korinther 2,14). Je mehr man den Heiligen Geist versteht und Ihm folgt, umso dauernder und deutlicher leitet Er uns. Ein Kind Gottes muss zuerst lernen, die Stimme des Heiligen Geistes zu erkennen. Wer das wirklich will, muss sich viel mit dem Worte Gottes beschäftigen, denn durch dieses redet Gott zu uns. Niemals widerspricht die Leitung des Heiligen Geistes dem geschriebenen Wort Gottes.
Jedoch, willst du durch das Lesen des Wortes Gottes die Stimme des Heiligen Geistes kennen lernen, so lies das Wort stets, um es zu tun, um es auszuleben, es darzustellen. Gehorsam ist das große Grundgesetz des christlichen Lebens.
Lies das Wort mit Gebet, damit der Heilige Geist es dir auslegt! Gehorche der Bibel, wie der Geist sie auslegt, und dem Geiste, wie Er durch die Bibel zu dir spricht! Willst du durch den Heiligen Geist geleitet sein, so nimm dir täglich Zeit, um mit deiner Bibel allein zu sein.

Wenn dein Herz gebeugt ist in tiefer Ehrfurcht und vollem Gehorsam vor dem gegenwärtigen Herrn, so werden auch deine Knie viel vor Ihm gebeugt sein. Du wirst jede Entscheidung und jeden Wunsch, jede Lebensbeziehung zu allen Menschen und jede Pflicht vor Ihm ausbreiten, damit Sein Heiliger Wille dein Leben beherrsche.
So werden die Gläubigen zu gehorsamen und abhängigen Kindern - nur solche kann der Heilige Geist leiten. Der Eigenwille, der Gott immer den Weg versperrt, wird zerbrochen; für den göttlichen Willen wird Raum geschaffen. Du lebst dann so in der Gottesnähe, dass des Geistes leises Wehen dein Herz berührt, und du lernst, die Stimme des Heiligen Geistes zu unterscheiden von der Stimme der Welt und der eigenen Gedanken.
Da ist aber noch eine andere Vorbedingung, die ebenfalls eine Wirkung des Wortes Gottes ist: Das Gewissen muss durch das Wort Gottes gebildet und erleuchtet werden. Das Gewissen des natürlichen Menschen überführt ihn zwar von dem, was Sünde ist bezüglich mancher unmoralischer Dinge, obwohl auch da die Sprache des Gewissens in der Regel so lange schwach ist, bis das Licht Gottes Herz und Leben erleuchtet; aber von dem, was der Mensch Gott schuldig ist an Liebe, Dank und Vertrauen, was es heißt, den Namen Gottes zu missbrauchen oder das Wort Gottes zu verachten, davon spricht das Gewissen des natürlichen Menschen fast niemals und ebenso wenig von der ganzen Sündenwelt unreiner Gedanken und Begierden. Dies beginnt erst da, wo das Licht des Wortes Gottes angefangen hat, in das Herz zu leuchten.
Aber auch bei wiedergeborenen Menschen ist dieses Werk des Heiligen Geistes, das Er durch das Wort Gottes wirkt, das Gewissen Gott gemäß zu bilden, keineswegs schon mit dem Tag der Bekehrung erreicht. Es ist ein wachsendes Werk, das mit dem zunehmenden Licht, mit der zunehmenden Erkenntnis von der Heiligkeit, Gnade und Gegenwart Gottes wächst. Wie widerwärtig vor Gott Hochmut und Vertrauen auf die eigene Kraft ist, was für ein schändlicher Götzendienst Geldvertrauen und Geldliebe ist - alle diese Fragen kommen erst zur Klarheit im persönlichen Umgang mit dem Herrn und durch die Erleuchtung des Wortes.
Nur im Worte Gottes finden wir das Bild unseres vollkommenen Herrn, wie Er diese böse Welt durchschritt zur Verherrlichung Gottes. Je mehr wir Ihn kennen lernen, desto mehr werden wir von dem Leben, zu dem wir berufen sind, überführt. Es steht geschrieben: "Wer da sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist, (1. Johannes 2,6). Welch ein Abstand zwischen dem Wandel in Gedanken, Worten und Werken, zu dem wir durch den Heiligen Geist berufen und befähigt sind und dem, was wir tatsächlich vor dem Auge unsers geliebten Herrn sind! Das Wort Gottes zeigt uns das Heilmittel: "Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit als durch den Herrn, den Geist" (2. Korinther 3,18).
Der Heilige Geist kann in den Herzen der Kinder Gottes erst Seine Herrlichkeit und Gegenwart offenbaren, wenn das menschliche Ich abgetreten ist.

Georg von Viebahn (1840 - 1915)


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